Dierk Hirschel und Martin Stuber
19 Seiten · 4,18 EUR
(November 2008)
Aus der Einleitung:
Der deutsche Michel reibt sich verwundert die Augen. Die Allianz fürs Leben ist aufgelöst. Die Deutsche Bank setzt im Goldregen den Rotstift an. Profitable Autobauer kehren mit dem eisernen Besen. Ehemalige Staatsbetriebe entlassen trotz randvoller Geldspeicher. Neu ist nicht, dass der Rotstift auch in wirtschaftlich rosigen Zeiten angesetzt wird. Aus Firmensicht handelt es sich um präventiven Strukturwandel. Neu ist allerdings, dass einige der sich im Umbau befindlichen Konzerne geradezu im Geld schwimmen. Diese Koexistenz von Rekordgewinnen und Personalabbau ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis finanzmarktgetriebener Managementstrategien. Der moderne Finanzmarktkapitalismus hat die Bedingungen unternehmerischen Handelns verändert. Die Finanzmärkte sind zum Steuerungszentrum moderner Volkswirtschaften geworden. Dieser Umbau der Unternehmenslandschaft hinterlässt tiefe Spuren im Wirtschafts- und im Sozialsystem dieser Republik.