Gunta Šlihta, Juris Ekmanis, Kaspars Šlihta
15 Seiten · 5,28 EUR
(September 2008)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Die Autoren machen in ihrem Beitrag die Probleme und Ergebnisse der energiepolitischen Entwicklung eines kleinen selbständig gewordenen Landes sichtbar, das aus dem Zerfall der großen Sowjetunion hervorgegangen ist und gerade im Bereich der Energiewirtschaft viele Schwierigkeiten hat, eine eigenständige Energiepolitik zu betreiben. Lettland konnte trotz großer struktureller Probleme, die durch den Zerfall der Sowjetunion entstanden, sein BIP zwischen 2000 und 2005 um 50% steigern, wobei sich die Industrieproduktion um 35% erhöht hat. Eine Besonderheit des Landes ist der hohe Anteil erneuerbarer Energien in der Primärenergiebilanz, der etwa 33% beträgt und damit den höchsten Anteil unter den Transformationsländern ausmacht. Er beruht vor allem auf Holz als Brennstoff mit etwa 83% Anteil und Wasserkraft zur Stromerzeugung (16%).Trotz dieser heute schon hohen Anteile erneuerbarer Energien an der Energiebedarfsdeckung stellt sich Lettland das Ziel, bis 2010 den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf annähernd 50% zu steigern. Bei der Steigerung der Energieeffizienz geht es in Lettland vor allem um die Einsparung von Wärmeenergie, insbesondere für die Raumheizung, da – klimatisch bedingt – die Heizperiode bis zu acht Monate im Jahr beträgt.