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Friday, October 20, 2017
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Alles Metaphern?
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Alles Metaphern?

Nutzen und Grenzen metaphorischer Konzeptualisierung bei der Analyse kommunikativer Grundstrukturen in Sprachwissenschaft und Ökonomie

29 pages · 6.19 EUR
(April 2008)

 
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Aus der Einleitung:

Auf den ersten Blick haben die Disziplinen Ökonomik und Linguistik kaum Berührungspunkte. Während die Linguistik sich mit der Erforschung natürlicher Sprachen, ihren Strukturen und Funktionsweisen beschäftigt und diese zu erklären sucht, steht für die ökonomische Forschung die Untersuchung wirtschaftlicher Systeme im Vordergrund, wobei der Schwerpunkt auf quantifizierenden Methoden und auf der Modellierung wirtschaftlicher Prozesse liegt. Die beiden Disziplinen sind ganz offensichtlich zwei wissenschaftliche Forschungsbereiche, die sich sowohl in ihren Untersuchungsobjekten als auch in ihren Methoden und angestrebten Ergebnissen wesentlich unterscheiden. Dennoch möchten wir im Folgenden den Versuch wagen, mögliche Schnittstellen zwischen beiden Disziplinen aufzudecken und zu beschreiben, um so den Weg zu interdisziplinären Fragestellungen zu ebnen.

Dabei gehen wir von der Überlegung aus, dass beide Gebiete sich an zentraler Stelle mit der Untersuchung gesellschaftlicher – also kommunikativer – Strukturen und Prozesse befassen und dass hierin eine fundamentale Gemeinsamkeit des Gegenstandes besteht, die den Kern für interdisziplinäre theoretische Konzeptionen bilden kann. Ferner greifen wir die durch Lakoffs Metapherntheorie geprägte These auf, dass abstrakte Konzepte bevorzugt durch Ausdrücke für konkretere Gegenstände dargestellt werden und dass daher gerade auch im wissenschaftlichen Diskurs zur Erfassung abstrakter Gegenstände in großem Umfang metaphorische Redeweisen zum Einsatz kommen.

Unser Angelpunkt zur Ermittlung der Schnittstellen zwischen Ökonomik und Linguistik bzw. Wirtschaft und Sprache ist also zunächst die Theorie der Metapher und die Analyse ihrer Funktionen im wissenschaftlichen Diskurs. Dabei wird die Anfangshypothese verfolgt, dass sich aus der jeweiligen Art und Weise der Verwendung von Metaphern Rückschlüsse über Gemeinsamkeiten bezüglich des Forschungsgegenstandes bzw. der Konzeptualisierung dieses Gegenstandes und damit indirekt Grade der Nähe zwischen beiden Disziplinen ableiten lassen.

... Der Beitrag ist wie folgt strukturiert: Im zweiten Teil geben wir eine Definition der Metapher samt einer gerafften Beschreibung metaphorischer Prozesse und Funktionen. Im dritten Teil werden drei gängige Metaphernfelder analysiert, die ökonomische oder quasi-ökonomische Konzepte in die linguistische Theoriebildung einbringen. Durch die kritische Hinterfragung gängiger metaphorischer Konzepte in der Linguistik werden sowohl die Nähe zwischen den beiden Disziplinen als auch die Defizite sichtbar, die in beiden Disziplinen durch diese metaphorisch begründeten theoretischen Konzepte entstehen. Schließlich diskutieren wir ein Modell sprachlicher Kommunikation, das die Eigenschaften der Dialogizität und der Zeichenbasiertheit als grundlegend hervorhebt und zeigt, dass gerade diese grundlegenden Eigenschaften in den gängigen Metaphern nur unzureichend erfasst werden.


quotable essay from ...
Ökonomie, Sprache, Kommunikation
Alihan Kabalak, Birger P. Priddat, Elena Smirnova (Hg.):
Ökonomie, Sprache, Kommunikation
the author
Dr. Elena Smirnova
Elena Smirnova

Mitarbeiterin am Deutschen Seminar, Abteilung Germanistische und Angewandte Linguistik, an der Leibniz Universität Hannover".

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