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Sunday, April 23, 2017
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Außer Konkurrenz

Sozialpolitik im Spannungsfeld von Markt, Zentralsteuerung und Traditionssystemen

Ein Lehrbuch und mehr über Ökonomie und Sozialpolitik

"Grundlagen der Wirtschaftswissenschaft"  · volume 18

2., aktualisierte und erweiterte Auflage · 749 pages ·  36.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1001-4 (April 2013 )

Hardcover

 
lieferbar in stock
 
Sozialpolitik soll im heutigen Verständnis der Inklusion, Partizipation, Gerechtigkeit, dem Schutz vor existentiellen Risiken und anderem mehr dienen. Das wird aus zwei Gründen zu einem Balanceakt. Erstens sind die Ziele heterogen und werden verschieden inhaltlich gefüllt. Zweitens ist jedes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem durch verschiedene Formen der Organisation arbeitsteiliger Produktionsprozesse gekennzeichnet, die alle bestimmte, aber nicht identische Formen der Ausschließung, Ungleichheit etc. nach sich ziehen und überdies noch miteinander in vielfältiger Weise verschränkt sind. In dem Buch werden vor diesem Hintergrund folgende Themen behandelt:
  • Arbeit und Arbeitsteilung
  • Organisationsformen der Arbeitsteilung, insbesondere Marktkoordination und die Rolle des Staates
  • Steuerungs- und Organisationsprobleme von Markt, Zentralsteuerung und Tradition
  • Folgen für Inklusion und Gleichheit
  • Ziele der Sozialpolitik, Gerechtigkeitsdebatten
  • Systeme der Sozialen Sicherung, Geschichte und Struktur der deutschen Sozialpolitik
  • Wirkungsanalyse sozialpolitischer Maßnahmen im Zusammenspiel verschiedener Modi der Organisation arbeitsteiliger Ökonomien
  • Konzept einer Sozialpolitik im Sinne der Inklusion

Ergänzende Seiten zu diesem Buch erhalten Sie auf der Webseite von Prof. Dr. Gisela Kubon-Gilke unter "Sozialpolitik aktuell".

Socialnet Rezensionen vom 13.04.2015 ()

Das Buch ist insgesamt eine in sich geschlossene sinnhafte Einheit, sodass der Vergleich mit anderen Lehrbüchern schwerfällt. So sind beispielsweise die Schilderungen des deutschen Sozialsystems sicherlich nicht so umfangreich wie beispielsweise bei Naegele et al, 2010, das mikroökonomische Instrumentarium nicht so vertieft wie beispielsweise bei Schumann/ Meyer/ Ströbele 2011 und doch liegt der Charme des Buches in seiner besonderen Verbindung verschiedener Theorien zu einem neuen Korpus, der Vielschichtigkeit der Überlegungen und der geschickten Positionierung zwischen Deskription real zu beobachtender Phänomene einerseits und den realitätsfernen Modellwelten der Ökonomie andererseits. Genau diese Positionierung macht das Buch so interessant für unterschiedliche Zielgruppen und lässt ganz nebenbei einen eigenen Ansatz der Sozialpolitik erkennen. Dabei profitiert der Leser von der langjährigen Lehrerfahrung der Verfasserin sowie einer erkennbaren Präferenz für die ökonomischen Realitäten Entenhausens. So muss man damit rechnen, Bekanntschaft mit den Absatzproblemen von Daniel Düsentriebs sinnentleertem 'Watschenstock' zur Erklärung von Koordinationsproblemen in Märkten zu machen (vgl. S. 60), an den leidvollen Erfahrungen der Autorin beim Stricken und Häkeln teilzuhaben, die die Vorzüge der Arbeitsteilung plastisch hervortreten lassen (vgl. S. 50) oder Zeuge von Überlegungen zu werden, wie eine Sondersteuer (Solidarbeitrag) für Studierende - unter der Bedingung rationaler Ignoranz - Professorinnen zu einem Luxusurlaub in der Karibik verhelfen könnte (S. 392). Der Zweck heiligt eben manchmal die Mittel und führt hier im Ergebnis zu einem für Studierende der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften gleichermaßen anspruchsvollen wie gut lesbaren Buch. Dazu trägt auch bei, dass die in volkswirtschaftlichen Lehrbüchern sowohl in der Mikro- und Makroökonomik als auch in der Sozialpolitik so verbreitet im Vordergrund stehenden mathematischen und grafischen Herleitungen bei Kubon-Gilke in den Hintergrund treten. Die Ausführungen sind nahezu durchgängig anhand der sehr eingängigen Beschreibungen verständlich und werden für Interessierte und Fachkundige mathematisch und grafisch ergänzt.

Fazit

"Geboten wird nicht nur ein profunder Einblick in Funktionsweisen bundesdeutscher Sozialpolitik, sondern auch das Rüstzeug zu dessen (ökonomischer) Analyse. Unterstützt durch die illustrierenden Alltagsbeispiele und die zur Diskussion gestellten realen sozialpolitischen Probleme zielt es ganz im Sinne des neoliberalen Menschenbilds auf die Befähigung des Lesers. Eine hervorragende Verbindung von Fach- und Lehrbuch, die Studierenden der Sozialen Arbeit den Zugang nicht versperrt und Studierende der Ökonomik durchaus fordert. Aber nicht nur für Studierende ist das Werk eine bereichernde Lektüre. Auch Praktiker und Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen profitieren von der Grenzen überwindenden Perspektive, die es immer wieder schafft, Diskursstränge der Sozialwissenschaften wie Inklusion, (Un-) Gerechtigkeit, Bildung oder Ausgrenzung mit denen der Ökonomie zu verknüpfen und dabei helfen kann, sozialpolitische Positionierungen für die eigene Organisation zu finden."



Portal für Politikwissenschaft, http://www.pw-portal.de, veröffentlicht am 31.05.2012, abgerufen am 05.06.2012. ()

"Die Autorin legt mit diesem Werk ein großartiges Lehrbuch vor, das zwei Disziplinen vereint, die sich trotz der offensichtlichen Interdependenz ihrer Gegenstandsbereiche bislang in der Regel bestenfalls ignoriert haben. Während die Sozialpolitikforschung zumeist die gesellschaftstheoretischen Unzulänglichkeiten der Ökonomie beklagt und dieser ein eigenes Theoriegebilde gegenüberstellt, erkennt die Ökonomie die Politik allenfalls als notwendiges Übel an, die in Bereichen, in denen der Markt versagt, einspringen soll. Dass sich die Überschneidungspunkte aber nicht nur auf klassische Bereiche des "Marktversagens" beschränken, sondern vielmehr jeder gesellschaftliche Bereich aus einem - jeweils spezifisch ausgeprägten - Mix aus Markt-, traditioneller und zentralverwalteter Steuerung besteht (und dieser Mix zugleich absolut notwendig zur Erreichung grundlegender gesellschaftsstabilisierender Ziele ist), macht der Band deutlich. Er stellt zugleich eine Einführung in die Wirtschaftswissenschaft wie auch in die Sozialpolitik dar - ohne dabei beide Disziplinen lediglich kumuliert zu behandeln. Die dabei sichtbar werdenden Interdependenzen eröffnen Studierenden, Forschenden wie auch allgemein Interessierten die Möglichkeit, sich selbst eine differenziertere Meinung zu grundlegenden gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Debatten zu bilden. So wird zum Beispiel deutlich, dass die - in den vergangenen zwei Jahrzehnten vor allem von neoliberaler Seite wiederholt vorgetragene - Forderung einer verstärkten Förderung individueller Verantwortung durchaus berechtigt und demokratisch sein kann, aber nur dann, wenn zugleich erkannt wird, dass es hierzu zwingend "notwendig [ist], in die Koordinierungsmodi so zu intervenieren bzw. Rahmen zu setzen, damit es überhaupt für alle wirklich möglich wird, durch Übernahme von Verantwortung partizipativ in Würde [?] leben zu können".


the author
Prof. Dr. Gisela Kubon-Gilke
Gisela Kubon-Gilke Professorin für Ökonomie und Sozialpolitik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt. [more titles]
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