Walter Otto Ötsch
30 Seiten · 7,43 EUR
(Dezember 2008)
Aus der Einleitung des Herausgebers:
Walter Ötsch zeigt die Bedeutung von Metaphern und ihrer Wirkung zur Entstehung der heute scheinbar unangefochtenen Dominanz des Neoliberalismus. Historisch ist für Ötsch das neoliberale Hegemonialprojekt eine Reaktion auf den Höhepunkt der Krise des klassischen Liberalismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das neoliberale Projekt sollte den Wirtschaftsliberalismus auf Dauer unanfechtbar machen und ihm den Status einer selbstverständlichen, weil naturgemäßen Ordnung verleihen. Ötsch rekonstruiert detailliert die historische Entwicklung dieses Projekts. Dabei wird die herausragende Bedeutung der Arbeiten Lippmanns, Hayeks und anderer Protagonisten zur Durchsetzung des neoliberalen Projekts verdeutlicht. Darüber hinaus beschreibt Ötsch am Beispiel Chiles eindringlich, wie das neoliberale Hegemonialprojekt als ideologischer Nährboden zur Rechtfertigung der ökonomischen Experimente während der Diktatur Pinochets diente.