Gerhard Jost
31 Seiten · 5,94 EUR
(April 2011)
Aus der Einleitung der Herausgeberin:
Mit Biographie und Lebenslauf als Kategorien sozioökonomischer Forschung setzt sich der Beitrag von Gerhard Jost auseinander. In der Forschungslandschaft haben sich mehrere Zugänge herausgebildet, um diese Dimensionen zu bearbeiten. Sozialstrukturanalysen lenken ihre Perspektive besonders auf die ungleiche Verteilung von Lebenschancen.
Im Bereich der Lebens(ver)lauf(s)- und Karriereforschung wird der Verlaufsaspekt von bedeutenden Lebensereignissen und Übergängen in den Mittelpunkt gestellt. Biographische Forschung dagegen thematisiert in ihrer prozessualen Perspektive Handlungs- und Wissensstrukturen. Sie geht davon aus, dass nicht nur ungleiche Handlungschancen, sondern generell biographische Ressourcen bedeutend sind. Im Zentrum des Beitrags steht die Konzeptualisierung der lebenslaufbezogenen Forschungsausrichtungen, wobei biographische Forschung im Hinblick auf sozioökonomische Fragestellungen besonders konturiert dargestellt wird. Anhand von empirischen Studien wird gezeigt, dass mit einem solchen Zugang wichtige Erkenntnisse über die Konstitution sozialer Phänomene und die Entwicklung biographischer Strukturmuster gewonnen werden können.