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Monday, June 26, 2017
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Booms, Busts und blinde Flecken

Zwischen Krisentheorie und Systemkritik

290 pages ·  29.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1048-9 (November 2013 )

 
 

In Zeiten sozialer und ökonomischer Unsicherheit befindet sich die Politik in einem Erklärungs- und Legitimationszwang. Die Frage nach dem Fundament gesellschaftspolitischer Entscheidungen muss dringender denn je beantwortet werden. In dieser Situation bietet sich die New Austrian School of Economics (NASE) als theoretische Alternative zum Mainstream der Ökonomik an. Ihr eigener Entwurf richtet sich vor allem gegen eine lockere Geldpolitik. Im Buch werden die Geschichte, der theoretische Kern und das Umfeld der Österreichischen Schule der Nationalökonomie analysiert. F. Quaas weist nach, dass es eine durchgängige Kohärenz innerhalb dieser Schule zu keiner Zeit gegeben hat. F. Arglist diskutiert die Hayek'sche Gerechtigkeitskonzeption unter der Fragestellung, ob sie heutigen Ansprüchen gerecht wird. Am Beispiel der Grundeinkommens-Diskussion zeigt S. Thieme auf, dass ein wichtiger Zugang zur sozialen Frage verloren geht, wenn die individuelle Selbsterhaltung nicht thematisiert wird. Dem Postulat der Neutralität des Geldes und der daraus resultierenden Dichotomie von Finanz- und Realwirtschaft innerhalb der Mainstream-Theorie setzt K. Müller den Entwurf einer in Ansätzen bei Marx und Keynes vorhandenen monetären Produktionswirtschaft entgegen - als eine dem kapitalistisch-marktwirtschaftlichen System passendere Charakteristik. Der theoretische Beitrag Schumpeters besteht bekanntlich in der Darstellung von Innovationen als Ursache für wirtschaftliche Schwankungen, aber auch für Krisen. R. Scholz verortet ihn innerhalb der verschiedenen Konjunkturtheorien und erinnert an eine seiner modelltheoretischen Umsetzungen. L. Bräutigam zieht eine Parallele zwischen modernen Erklärungen der Eurokrise und dem theoretischen Konzept von Tugan-Baranowsky. G. Quaas rekonstruiert die Hayek'sche Idee einer Umstrukturierung der Volkswirtschaft aufgrund freiwilligen Sparens mit Hilfe eines Mengenmodells und weist nach, dass damit eine für alle Volkswirtschaften gültige Viabilitätsbedingung verletzt wird. Unter Verwendung von zeitreihenanalytischen Methoden untersucht R. Köster die besonders von der NASE proklamierte empirische Relevanz der Ersparnis als Determinante für die Investitionen.


Friedrun Quaas
Der Geltungsanspruch der New Austrians

Felix Arglist
Ist die Hayek'sche Gerechtigkeitskonzeption zeitgemäß?

Sebastian Thieme
Grundeinkommen und Selbsterhaltung

Karsten Müller
Monetäre Produktionstheorie bei Marx und Keynes

Richard Scholz
Schumpeters Konjunkturtheorie

Lars Bräutigam
Eherne Gesetzmäßigkeiten in der Ökonomie? Die Renaissance alter Erkenntnisse in Krisen

Georg Quaas
Das Hayeksche Dreieck. Rekonstruktion im Rahmen eines Input-Output-Mengenmodells

Robert Köster
Investieren ohne Sparen? Zur empirischen Relevanz der Ersparnis als Determinante der Investitionen

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Forschungsseminar Politik und Wirtschaft Leipzig
Forschungsseminar  Politik und Wirtschaft Leipzig Das Forschungsseminar Politik und Wirtschaft (www.forschungsseminar.de) arbeitet unter der Leitung von Prof. Dr. Friedrun Quaas und Doz. Dr. Georg Quaas, die an der Universität Leipzig lehren. Als Herausgeber für diesen Band zeichnen außerdem die Mitglieder M.A. Lars Bräutigam, B.Sc. Mathias Klein und Dipl.Volksw. Sebastian Thieme verantwortlich. Schwerpunkte des Forschungsseminars liegen auf den Gebieten der Empirischen Wirtschaftsforschung, der Ökonomischen Theoriegeschichte, der Wirtschaftsethik sowie der Evolutorischen Ökonomik. [more titles]
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