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Saturday, May 26, 2018
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Braucht der Arbeitsmarkt der Zukunft Wachstum?
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Braucht der Arbeitsmarkt der Zukunft Wachstum?

24 pages · 4.52 EUR
(May 2017)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Von vielen Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten wird nach wie vor ein ständiges Wirtschaftswachstum als unabdingbar für eine positive Entwicklung des Arbeitsmarktes angesehen. In vielen vorliegenden Modellrechnungen wird davon ausgegangen, dass nur wirtschaftliches Wachstum auch zu mehr Arbeitsplätzen führen könnte, ja sogar, dass Wachstum erforderlich sei, die Zahl der Arbeitsplätze zu halten, nämlich dann, wenn es arbeitssparenden technischen Fortschritt gibt. In diesem Fall, so die gängige Überzeugung, könne nur eine wachsende Wirtschaft die durch technischen Fortschritt freigesetzten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder absorbieren.

In jüngster Zeit konzentrieren sich einschlägige Studien aus der konventionellen Makroökonomie daher vorwiegend auf zwei Fragen, nämlich wie sich die Zuwanderung und die nächste Generation des technischen Fortschritts, die unter dem Label "Industrie 4.0" firmiert, auf den Arbeitsmarkt auswirken.

Im Weiteren werden zur Konkretisierung dieser Überlegungen zwei Szenarien vorgestellt, die die Situation auf dem Arbeitsmarkt aus unterschiedlicher Sichtweise betrachten. Diesen Szenarien ist gemeinsam, dass sie weiterhin davon ausgehen, dass ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum höchst wünschenswert ist; sie untersuchen daher die Bedingungen, unter denen ein solches Wachstum möglich wird. Das Ausbleiben des Wachstums wird daher nicht als Ergebnis eines erwünschten Politikwechsels gesehen, sondern als Desaster. Eine Politik, die auf diesen Szenarien aufbaut, würde daher im Wesentlichen versuchen, die traditionellen Wachstumspfade weiter zu beschreiten und auch die makroökonomischen Rahmenbedingungen etwa der Konjunktur-, der Geld- und der Fiskalpolitik an diesem Ziel auszurichten. Dass man den Herausforderungen auch dadurch begegnen könnte, den Übergang in eine Postwachstumsgesellschaft bewusst einzuleiten, wird in den hier beschriebenen Szenarien überhaupt nicht thematisiert. Ausgeblendet werden auch die Kosten einer Arbeitswelt, die sich sowohl an die industriekapitalistischen Bedingungen weitgehend anpasst als auch den technischen Fortschritt als quasi exogene Größe unhinterfragt akzeptiert: Stress, zunehmende Arbeitsverdichtung, die Forderungen nach ständiger Erreichbarkeit, Fragmentierung der Arbeitsabläufe und damit anhaltende Entfremdung sind Aspekte, die in den Szenarien ebenfalls nicht diskutiert werden.

Im ersten Szenario geht es zunächst vorrangig um die Frage, welche Zuwanderung vonnöten ist, um das Wirtschaftswachstum und die Höhe des Arbeitsangebots auf einem dauerhaft hohen Niveau zu gewährleisten. Für das zweite Szenario werden verschiedene Studien herangezogen, mit denen die Auswirkungen der Digitalisierung durch Industrie 4.0 auf die Erwerbsarbeit beschrieben werden.


quotable essay from ...
Ende des Wachstums – Arbeit ohne Ende?
Hans Diefenbacher, Benjamin Held, Dorothee Rodenhäuser (Hg.):
Ende des Wachstums – Arbeit ohne Ende?
the authors
Prof. Dr. Hans Diefenbacher
Hans Diefenbacher

geb. 1954, ist apl. Prof. für Volkswirtschaftslehre am Alfred-Weber-Institut der Universität Heidelberg, stellv. Leiter der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg und Umweltbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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Volker Teichert
Volker Teichert

Von 1981 bis 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Hans G. Nutzinger der Universität Kassel. Von 1990 bis 1996 Stellvertretender Leiter beim Regionalbüro Baden-Württemberg des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Heidelberg und Lehrbeauftragter an den Fachhochschulen Karlsruhe und Mainz sowie der Berufsakademie Mannheim. Seit 1996 wissenschaftlicher Referent für Ökonomie im Arbeitsbereich Nachhaltige Entwicklung der Forschungsstätte der Evangelischen Forschungsstätte Heidelberg (FEST).

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