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Wednesday, October 1, 2014
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Silke Beck

Das Klimaexperiment und der IPCC

Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik in den internationalen Beziehungen

"Ökologie und Wirtschaftsforschung" · volume 84

227 pages · 22.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-771-1 (October 2009)

 
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Description

2007 wird der Friedensnobelpreis an Al Gore, den ehemaligen US-Vizepräsidenten, und den Weltklimarat, den IPCC, verliehen. Es mag auf den ersten Blick paradox erscheinen, dass ein wissenschaftliches Gremium dafür ausgezeichnet wird, dass es die Menschheit wach gerüttelt hat.
Das Ziel des Buches besteht darin, den Erfolg des Weltklimarats aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zu erklären. Um den theoretischen Bezugsrahmen zu rekonstruieren, greift Beck die Diskussion um Modelle zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik auf und kombiniert Ansätze aus Wissenschaftssoziologie, Politikwissenschaft und Science and Technology Studies (STS).
Das Buch untersucht empirisch, wie es dem IPCC gelungen ist, nicht nur die wissenschaftliche Integrität, sondern auch die politische Relevanz und Glaubwürdigkeit seiner Expertisen aufrechtzuerhalten. Beck kommt zu dem Schluss, dass der IPCC zwar als ein relativ erfolgreiches Beispiel für Politikberatung dargestellt werden kann, dass sein Design aber Engpässe aufweist, die sich auf das traditionelle lineare Modell des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik zurückführen lassen. Von daher ist das IPCC-Modell nur bedingt geeignet, um auf die Herausforderungen der Anpassung an den Klimawandel und weitere globale Umweltprobleme im Zusammenhang mit dem Erhalt der Biodiversität und der Ernährungssicherheit zu reagieren. Abschließend zeigt das Buch Alternativen zum linearen Modell auf und diskutiert mögliche Beiträge wissenschaftlicher Experten jenseits des "heimlichen Advokaten".

known reviews by the publisher (abridgements)

Faznet, 26.3.2010 ()  [ to top ]

"Die Sozialwissenschaftlerin Silke Beck hat eine Dissertation über den Klimarat geschrieben. Das Anliegen des Klimarats als Politikberatung, schreibt sie da, habe dazu geführt, dass die Wissenschaft politisiert und die Politik entpolitisiert worden sei - politische Konflikte wurden in die Wissenschaft abgeschoben. Diese musste Fakten liefern, mit denen sich die Politik um Diskussionen drücken konnte - was wissenschaftlich belegt scheint, muss nicht verhandelt werden. Die Wissenschaft musste sich dabei stets der politischen Einflussnahme erwehren."

Umweltjournal, Nov. 2009 http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/rezensionen/16259.php (Thomas Wardenbach)  [ to top ]

"Köln, 05.11.2009: Wenn sich die Regierungschefs und ihre Verhandlungsführer zum Klimagipfel in Kopenhagen treffen, so lassen sich alle Beteiligten gewissermaßen auf ein Experiment zum Schutz des Klimas ein. Ob die Politiker vom Weltklimarat IPCC gut beraten worden sind, um Entscheidungen zu treffen und Klimaschutzziele zu definieren, das ist jedoch fraglich.

2007 wurde der Friedensnobelpreis an den IPCC und Al Gore verliehen. Ein wissenschaftliches Gremium wurde dafür ausgezeichnet, dass es die Menschheit wach gerüttelt hat! Das Buch von Silke Beck beleuchtet jetzt den Erfolg des Weltklimarats aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Um den theoretischen Bezugsrahmen zu rekonstruieren, greift Beck die Diskussion um Modelle zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik auf und kombiniert Ansätze aus Wissenschaftssoziologie, Politikwissenschaft und "Science and Technology Studies" (STS).

Das Buch untersucht empirisch, wie es dem IPCC gelungen ist, nicht nur die wissenschaftliche Integrität, sondern auch die politische Relevanz und Glaubwürdigkeit seiner Expertisen aufrechtzuerhalten. Beck kommt zu dem Schluss, dass der IPCC als ein relativ erfolgreiches Beispiel für Politikberatung gelten kann. Jedoch weist sein Muster einige Schwächen auf, die sich auf das traditionelle lineare Modell des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik zurückführen lassen.

Beck kommt zum Fazit, dass das IPCC-Modell nur bedingt geeignet ist, um auf die Herausforderungen wie der Anpassung an den Klimawandel und den Erhalt der Biodiversität sowie der Ernährungssicherheit angebracht zu reagieren. Abschließend zeigt das Buch Alternativen zum linearen Modell auf und diskutiert mögliche Beiträge wissenschaftlicher Experten.

Ein tiefgründiges und sogar für interessierte Laien spannend und flüssig zu lesendes Fachbuch mit jeder Menge interessanter Fakten!




the author
Silke Beck
Silke Beck Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ, Leipzig-Halle [more titles]
known reviews by the publisher
  • Faznet, 26.3.2010 more...
  • Umweltjournal, Nov. 2009 http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/rezensionen/16259.php more...
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