Birger P. Priddat (Hg.)
210 Seiten · 19,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-288-5
(Mai 2000)
Beschreibung
Die Welt dynamisiert sich. Nur in Deutschland sind wir vorsichtig. Das wird riskant.
Bewegt sich der Staat nicht, wird er bewegt. Er bewegt sich bereits, aber in welchem Gelände? Gibt es eine Bewegungsrichtung? Wieviel Staat trauen wir uns zu?
Natürlich werden wir unseren deutschen Weg der politischen Transformation finden, im europäischen Kontext. Aber als ein Land, das bisher Sozialpolitik und soziale Institutionen - unser 'bismarcksches Erbe' - exportierte, sind wir nicht ohne weiteres geneigt, uns leichthin zu readjustieren. Vor jedem Import bewegen wir uns lieber gar nicht. Der Sozialstaat ist in Deutschland immer noch sehr beliebt. Er funktioniert noch gut genug, als dass wir uns freiwillig auf andere Verhältnisse einstellen möchten. Was geht? Wie macht man in Deutschland Politik, wenn man einerseits Globalisierungsanpassungserfordernisse sieht, andererseits in den Wahlen mit der perennierenden Wohlfahrtsgemütlichkeit konfrontiert wird? Welche Optionen hat die Politik? Das vorliegende Buch gibt ein paar Hinweise.
Die ersten drei Aufsätze spannen den Rahmen neu auf:
In den folgenden drei Aufsätzen werden einzelne Themenfelder beleuchtet:
Die Hinweise, die dieses Buch anbietet, sind für die deutsche Debatte z.T. neu. Soziologisches, ökonomisches, philosophisches und politologisches Wissen verschränken sich. Das Buch bietet Ressourcen an für die Reflektion einer geschichtlichen Schwierigkeit: der Staat, unser manifestum, gerät in Bewegung. Erfinden wir seine Möglichkeiten.
Aus der Einleitung