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Sunday, August 20, 2017
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Die Apokalypse denken, um den Ernstfall zu verhindern

Unheilsprophetie von Spengler bis Sloterdijk

239 pages ·  24.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1300-8 (August 2017 )

 
lieferbar in stock
 

2018 jährt sich zum hundertsten Mal die Veröffentlichung von Oswald Spenglers Monumentalwerk "Der Untergang des Abendlandes", die letzte große Geschichtsmetaphysik von Bedeutung. Das Weltenschicksal, das darin beschrieben und begründet wird, sei unausweichlich und darum mit Würde und Fassung hinzunehmen. Wenn heute, hundert Jahre später, Möglichkeiten nahenden Unheils in Betracht gezogen werden, etwa bei Peter Sloterdijk, dann liegt ihren Begründungen eine völlig andere Intention zugrunde. Es gilt, die größtmögliche Katastrophe zu denken, um ihr Eintreten zu verhindern: den Ernstfall nicht passiv erdulden, sondern ihm prospektiv entgegenwirken, lautet ihr Motiv.

Während sich für Oswald Spengler in der technologischen Weltzivilisation das Schicksal der abendländischen Kultur planetarisch vollendet und für Martin Heidegger in der neuzeitlichen Technologie die Mission der altehrwürdigen Metaphysik, entwerfen in unüberbrückbarem Gegensatz dazu diachrone Technikphilosophen und Ingenieurwissenschaftler wie Gotthard Günther oder Ray Kurzweil Zukunftsszenarien, die der Menschheit im 21. Jahrhundert ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen, Handlungsperspektiven, in denen es keinerlei "Ende der Geschichte" gibt - dafür aber eben auch ungeheure Gefahren. So gesehen, sind Texte wie die biblische Unheilsprophetie des Johannes oder die "kulturmorphologischen" Offenbarungen Oswald Spenglers aktueller denn je, auch wenn sie heute etwas völlig Anderes bedeuten.


the author
Prof. Dr. Arno Bammé
Arno Bammé Jahrgang 1944, Ordentlicher Universitätsprofessor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Kärnten), Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung, Direktor des Institute for Advanced Studies on Science, Technology and Society in Graz, Leiter der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle an der AAU, Fachvorstand der Sektion "Abendländische Epistemologie" beim Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand in Berlin, bis zu seiner Emeritierung Vorstand des Instituts für Technik- und Wissenschaftsforschung an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung. der AAU [more titles]
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