Beschreibung
"Kühe rülpsen Methan" 25 mal klimaschädlicher als CO2. Dennoch sind Rinder unverzichtbar für die Welternährung - durch ihren Beitrag zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und zur Begrenzung des Klimawandels: In nachhaltiger Weidehaltung haben Wiederkäuer das Potenzial, Kohlenstoff als Humus im Boden zu speichern.
Die höchsten Emissionen gehen von der synthetischen Düngung der großen Monokulturen Mais und Sojabohnen aus. Sie verbraucht viel Energie und setzt Lachgas frei - 295 mal klimaschädlicher als CO2.
Kühe, Schafe und Büffel können in Symbiose mit ihren Pansenmikroorganismen Weidefutter zu Milch und Fleisch umwandeln. Deshalb sind sie prädestiniert zur Nutzung derjenigen Böden, die nicht beackert aber durch Beweidung vor Erosion geschützt werden können. Aber statt dessen werden sie mit Kraftfutter aus Mais, Soja und Getreide zu Nahrungskonkurrenten der Menschen gemacht. Milch und Fleisch aus Intensivproduktion sind nur scheinbar billig. Die Rechnung kommt später. Denn Monokulturen verdrängen die biologische Vielfalt und die CO2-Speicher: das Grünland und den (Regen-)Wald.
Je mehr Menschen auf der Erde leben, desto wichtiger wird die Bodenfruchtbarkeit zur Sicherung der Ernten bei gleichzeitiger Begrenzung klimawirksamer Emissionen. Aber das agroindustrielle System heizt den Klimawandel an und erhöht dadurch die Risiken für die Welternährung dramatisch. So haben die Böden Nordamerikas in den vergangenen 100 Jahren mehr als ein Viertel ihrer Fruchtbarkeit verloren.
Dieses Buch stellt die Systemfrage und bietet weit mehr als die Rehabilitierung der Kuh: Es belegt die Multifunktionalität des Boden-Pflanze-Tier-Komplexes in der nachhaltigen Landwirtschaft, nennt die wissenschaftlichen Fakten und lässt Menschen zu Wort kommen, die mit dem Wissen des 21. Jahrhunderts wieder auf die symbiotischen Potenziale der Weidewirtschaft mit Kuh und Co. setzen.
Anita Idel on Tour
Hier finden Sie aktuelle Veranstaltungen von Anita Idel.
November 2012
Innsbruck
Landwirtschaftskammer Tirol, Tiroler Viehmarketing
4. Mutterkuhfachtagung
17.11. 2012
Dr. Anita Idel
Die Kuh ist kein Klima-Sünder
ZEIT:
wird noch bekannt gegeben
ORT: Villa Blanka, Weiherburggasse 31
Kontakt: christian.ruetz(at)lk-tirol.at; (+43) 05 92 92-1814
Oktober 2012
Insel Vilm
Bundesamt für Naturschutz
Tagung zum Fleischkonsum
15.-18. Oktober 2012
Dr. Anita Idel
Die Kuh ist kein Klimakiller
ORT: Internationale Naturschutzakademie (INA), 18581 Putbus
ZEIT:
wird noch bekannt gegeben
Anmeldung: 038301/86-0; norbert.wiersbinski(at)bfn-vilm.de
September 2012
Hamburg
International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM)
The 2nd IFOAM Animal Husbandry Conference
September 12-14, 2012
Dr. Anita Idel, Lead author IAASTD
Cows are not climate killers!
ORT: Biozentrum Klein Flottbek, Ohnhorststr. 18
ZEIT:
wird noch bekannt gegeben
Contact: events(at)ifoam.org
Bonn
Liga für Hirtenvölker und
Int. Conf. Livestock Futures
6.-7. September 2012
Dr. Anita Idel, Lead author IAASTD
Cows are not climate killers!
ORT: Gustav-Stresemann-Institut e.V., Langer Grabenweg 68
ZEIT:
wird noch bekannt gegeben
Anmeldung: info(at)pastoralespeoples.org, 06154-630357
August 2012
Nordrach (bei Gengenbach, Baden-Württemberg)
Nordracher Landschaftspflegeprojekt (NOLAP) in Zusammenarbeit mit: Amt für Landwirtschaft des Ortenaukreises und Landschaftserhaltungsverband
Ortenaukreis e.V. (LEV).
Fohlentag 2012
18. August 2012, 9.00 - 18.00 Uhr
Dr. Anita Idel
Die Kuh ist kein Klima-Killer!
ZEIT:
wird noch bekannt gegeben
ORT: Huberhofstraße 26
Kontakt: Heinrich Uhl, 07838 233 oder 927 911, uhl(at)nolap.de,
www.nolap.de.
Juni 2012
Güstrow
Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie, Mecklenburg-Vorpommern
Güstrower Umweltkolloquium
19. Juni 2012
Dr. Anita Idel
Die Kuh ist kein Klimakiller - Fruchtbare Landschaften statt Massentierhaltung
ORT: Hörsaal 26 - Lehrgebäude 1 der FH für öff. Verwaltung, Polizei und Rechtspflege Goldberger Str. 12,
Anfahrt
ZEIT: ab 16.00 Uhr
Anmeldung: Jan Dieminger, 03843 777 240 Jan.Dieminger(at)lung.mv-regierung.de
Holzminden
Vortrag anlässlich der Verleihung des Grünlandpreises 2012 des Landkreises Holzminden
5. Juni 2012
Dr. Anita Idel
Die Kuh ist kein Klimakiller
ORT: Schloss Bevern
ZEIT: 19:00 Uhr
Kontakt: Michael Buschmann, 05533-5374, m.m.buschmann(at)t-online.de
Bonn
EM e.V. Gesellschaft zur Förderung regenerativer Mikroorganismen
Mitgliederversammlung des EM e.V. 2012
2.-3. Juni 2012
Dr. Anita Idel
Die Kuh ist kein Klima-Killer!
ORT: LVR LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16
ZEIT: ab 19.00 Uhr
Kontakt: Pit Mau, 0421-330 8785, info(at)EMeV.info
Hannover
Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen; Stiftung Leben & Umwelt|Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen; Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen
Ölwechsel ! Rio+20, das Ende des Erdöls und die Sache mit der Nachhaltigkeit
11. - 12. Mai 2012
Dr. Anita Idel, Tierärztin, Mitautorin des Weltagrarberichts
Billige Energie: Motor der Globalisierung - auch in der Nahrungsmittelproduktion
ORT: Hanns-Lilje-Haus Hannover-Zentrum, Knochenhauerhaus neben der Marktkirche
ZEIT: 12. Mai, 09.30-10.30 Uhr
Anmeldung: info(at)slu-boell.de
April 2012
Berlin
McPlanet.com 2012
Internationaler Bewegungskonkress zu Globalisierung, Umwelt und sozialer
Gerechtigkeit
20. - 22. April 2012
Fleisch - ein Übeltäter auf ganzer Linie?
Sebastian Zösch - Vegetarierbund Deutschland (VEBU)
Dr. Anita Idel - Tierärztin, Mediatorin, Wissenschaftsjournalistin
Stig Tanzmann - Evangelischer Entwicklungsdienst (EED)
Moderation: Tanja Busse - Journalistin und Autorin
ZEIT: 21. April
ORT: Technische Universität Berlin (TU), Ernst-Reuter-Platz
Kontakt: info(at)mcplanet.com
Leipheim
Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos e.V.
16. April 2012
Dr. Anita Idel
"Die Kuh ist kein Klima-Killer"
ORT: Zehntstadel,Schlosshof 2
ZEIT: 19.00 Uhr
Kontakt: Anja Schumann, 08221-357420; schumann(at)arge-donaumoos.de
Stuttgart
Slow Food Deutschland
Slow Food - Markt des guten Geschmacks
12.-15. April
Dr. Anita Idel
Die Biologische Vielfalt - eine Frage des Überlebens
ORT: Messe Stuttgart, Forumsbühne Halle 3
ZEIT: 14. April, 16.30-17.30 Uhr
Kontakt: Andrea Lenkert-Hörrmann, 0721-381 06 62, alh(at)lenkert-hoerrmann.de
Titisee-Neustadt- Waldau
Bioland
11. April 2012
Dr. Anita Idel
"Die Kuh ist kein Klima-Killer"
ZEIT: ab 19.30 Uhr
ORT: Gasthaus Traube, Sommerbergweg 1
Kontakt: Martina Braun braunlinach(at)aol.com
März 2012
Torgelow
Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung M-V
29. März 2012 10:00 - 16:30 Uhr
Grünlandsymposium 2012
Grünland und Graser - Agrarpolitik ab 2014:
Was braucht das Land und was liefert die EU?
Dr. Anita Idel
"Weiches Maul und Goldener Tritt: Verkannte Schlüsselfunktionen der Graser im Ökosystem"
ZEIT: 10.15 - 11.00 Uhr
ORT: "Haus an der Schleuse", Schleusenstraße 5b
Kontakt: Hermann Baier; Ostseelandschaft Vorpommern e.V., hauhechel(at)t-online.de
Frankfurt/Oder
Gauss-Gymnasium
28. März 2012
Dr. Anita Idel
"Die Kuh ist kein Klima-Killer"
Zeit: ab 18.30 Uhr
Ort: Friedrich-Ebert-Str. 52
Kontakt: Irmhild Schweda, i.schweda(at)gauss-gymnasium.de
Hirschaid (Landkreis Bamberg)
Landesverband Bayern des BUND - Kreisgruppe Bamberg; Mitveranstalter: Gentechnikfreie Region Bamberg, Bund Naturschutz Hirschaid, AbL Franken, Katholische Landvolkbewegung, Katholische Landvolkshochschule Feuerstein, Weltladen Bamberg u.a.
21. März 2012
ORT: Brauerei-Gasthof-Kraus, Luitpoldstraße 11
ZEIT: ab 20.00 in Hirschaid,
Kontakt: Christine Hertrich, 0951/5190611, Bamberg(at)bund-naturschutz.de
Frankfurt am Main
Palmengartengesellschaft
19. März 2012
ZEIT: ab 19 Uhr
ORT: Palmengarten, Frankfurt aM
Kontakt: Herbert Billensteiner, 069 74 58 39, palmengartengesellschaft(at)t-online.de
Olten - Schweiz
14. Nutztiertagung des Schweizer Tierschutz STS
Tierwohl, Konsum und Ethik
1. März 2012; ca. 10 - 16 Uhr
ZEIT: 13:45 - 14.10 Uhr
ORT: Hotel Arte, CH-Olten
Kontakt: Sabine Scherrer, +41 (0)61 365 99 99, sts(at)tierschutz.com
Februar 2012
Altfraunhofen - bei Landshut
BDM, ABL, Bund Naturschutz, Agrarbündnis Bayern
24.2.2012
ZEIT: 20.:00 Uhr
ORT: Gasthaus Obermaier "Zum Vilserwirt", Hauptstr. 19
Kontakt: Paul Zehetmeier, 08741 3422, 01717106514, paul-zehetmeier(at)gmx.de
Cham
Arbeitsgemeinschaft noch produzierender Landwirte in Ostbayern (AnpLO e. V.)
23. Februar 2012
ZEIT: ab 20:00 Uhr
ORT: Gasthaus Bucher in Schlammering (Cham)
Kontakt: Lucia Heigl, 09921/2843, info(at)anplo.de
Bad Feilnbach
Almwirtschaftlicher Verein Oberbayern (AVO)
Almlehrkurs 2012
22. - 24. Februar 2012
ORT: Landhotel Kistlerwirt, Münchener Straße 21
ZEIT: 23.2.2012, 9:30 - 10.30 Uhr
Kontakt AVO Michael Hinterstoißer, 08025 5044, almwirtschaftlicher-verein(at)t-online.de
Miesbach
Verband landwirtschaftlicher Fachbildung (VLF), Miesbach
22.2.2012
ORT: Gasthof Bräuwirt, Marktplatz 3
ZEIT: ab 20.00 Uhr
Kontakt: AELF Rüdiger Obermaier, 08025/2949(0)-118, Ruediger.Obermaier(at)aelf-mb.bayern.de
Oberasbach
VHS, AbL, BDM, BN, Mission eine Welt, GEH Regionalgruppe Franken
14.2.2012
ZEIT: 20.00 - 22.00 Uhr
ORT: Grundschule Altenberg, Aula, Kirchenweg 47
Kontakt: VHS Gerhard Hable, 0911/9691-153, vhs(at)oberasbach.de
Januar 2012
Wels, Österreich
Bio Austria - Bauerntage 2012
30.1. - 2.2. 2012
ZEIT: 31. Januar, 09.15 - 11.00 Uhr
ORT: Bildungshaus Schloss Puchberg
Kontakt: Eva Straka, +43-1-4037050-214, eva.straka(at)bio-austria.at
Berlin
27.Januar 2012
Internationale Grüne Woche
ZEIT: 11.15 Uhr
ORT: Halle 4.2 Berlinstand
Kontakt: Werner Reinhard, 030 92799830, info(at)naturschutz-malchow.de
Berlin
24. Januar 2012
Internationale Grüne Woche
Arche Warder - Zentrum für alte Haus- und Nutztierrassen e.V.
ZEIT: 19.00 Uhr
ORT: Halle 26, 123
Kontakt: Eike Fandrey, 0163-2895826, fandrey(at)arche-warder.de
Berlin
24. Januar 2012
Internationale Grüne Woche
Neuland e.V. - Dialog Tierschutz
Tierschutz braucht Grünland
ZEIT: 14.00 - 17.00 Uhr
ORT: ICC Raum 42
Kontakt: Torsten Walter, 0228 6 04 96-0, verei(at)neuland-fleisch.de
Iserlohn
22. Iserlohner Winteruniversität
Brücken in die Zukunft (23.-26. Januar 2012)
<
"Klimawandel - Wer ist Täter - wer ist Opfer?"
ZEIT: 23. Januar 2012, 10.30 - 12.15 Uhr
ORT: BiTS, Reiterweg 26b
Anmeldung: Nicole Funke 02371 12399
Hannover
12. Januar 2012
Peak Oil, Peak Soil, Peak Everything
ZEIT: 19.00 Uhr
ORT: Neues Rathaus, Gartensaal, Trammplatz 2 30159 Hannover
Kontakt: Dr. Thomas Köhler, +49 511 99094-22, koehler(at)pestel-institut.de
2011 (Oktober - Dezember)
Loccum, 29.12.2011
VEBU (Vegetarierbund Deutschland)
thomas.schoenberger(at)vebu.de
Schernberg bei Herrieden, 12.12.2011
AbL, BDM, Bioland, Mission Eine Welt, KEB
Kontakt: Karl Meyer, Tel. 09825 / 93460
Waldenburg-Hohebuch, 10.12.2011
Ländliche Heimvolkshochschule
Kontakt: c.dirscherl(at)hohebuch.de
Kißlegg (Kreis Ravensburg), 7.12.2011
Verband der Landwirtschaftsmeister Leutkirch/Wangen
Kontakt: p.vincon(at)t-online.de
Ummendorf bei Biberach, 6.12.2011
Hofladen demeter-Bauernhof Steigmiller
Kontakt: info(at)hofladen-steigmiller.de
Überlingen, 5.12.2011
Volksbank Galerie Überlingen, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
Kontakt: gbr(at)hagenweilerhof.de
Berlin, 20.11.2011
DIE KÜCHE in Sarah Wieners SPEISEZIMMER
Kontakt: lesereihe(at)sarahwiener.de
Stuttgart, Museum am Löwentor, 19.11.2011
Landesnaturschutzverband BadenWürttemberg e.V.
Kontakt: info(at)lnv-bw.de
Freiburg, 18.11.2011
Alte Uni, Hörsaal 1 (Unterer Hörsaal), Bertoldstraße
Kontakt: nabu-freiburg(a)web.de
Ühlingen-Birkendorf, 17.11.2011
NABU-Informationszentrum Birkendorf
NABU-Zentrum(at)t-online.de
Berlin, 10.11.2011
Vereinigung Deutscher Wissenschaftler
Kontakt: info(at)zukunftderernaehrung.org
Berlin, 8.11.2011
Fleisch in Massen - Fleisch in Maßen
Kontakt: C.Callenius(at)brot-fuer-die-welt.de
Oberlahnstein, 29.10.2011
Gesellschaft für Gesundheitsberatung Jahrestagung
Kontakt: info(at)ggb-lahnstein.de
Nürtingen, 25.10.2011
Biolandgruppe Staufen/Teck:
Kontakt: Annetteklauss(at)hotmail.com
Tutzing, 22.10.2011
Evangelische Akademie Tutzing
Kontakt: satzger(at)ev-akademie-tutzing.de
Brüssel, 14.10.2011
Vertretung des Landes Hessen, Gartensaal, 19, Avenue de l'Yser, 1040 Brüssel
Kontakt: veranstaltungen(at)lv-bruessel.hessen.de
dem Verlag bekannte Rezensionen (Auszüge)
Weitere Informationen - Artikel, Interviews Fotos - ()
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Weitere Informationen zum Buch
Allgäuer Bauernblatt
Den provokanten Titel "Die Kuh ist kein Klimakiller" trug der Vortrag, den Dr. Anita Idel, Tierärztin aus Berlin, auf Einladung der Landwirtschaftsmeisterinnen und -meister Leutkirch-Wangen in Kißlegg hielt. Heinrich Vincon, Vorsitzender des Vereins, fragte angesichts von derzeit in der Presse kursierenden Vergleichen zwischen Kühen und Autos als Klimaschädlingen ironisch: "Müssen wir die Kuh aus dem Verkehr ziehen?"...
Lesen Sie hier den kompletten Artikel des Allgäuer Bauernblatts.
Über die unberücksichtigten Potenziale von Gras und Grasern
Beginnend bereits vor einigen Jahrzehnten wird Gras zusammen mit seinen Grasern wie Rindern, Büffeln, Yaks oder Schafen in Forschung und Politik zunehmend als "wenig produktiv" wahrgenommen...
Lesen Sie den Artikel von der Fachzeitschrift "Ländlicher Raum" hier als PDF
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Auf Einladung der Grünen im Kreis Kleve hielt am 13. Juli 2011 Dr. Anita Idel einen Vortrag über Thesen aus ihrem aktuellen Buch "Die Kuh ist kein Klimakiller" in der Aula des Landwirtschaftszentrums Haus Riswick. Über das "geniale Team von Gras und Grasen" und dem "verborgenen Potential" der Landwirtschaft zur Verringerung des Klimawandels berichtet Christian Wucherpfennig von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Zu der Internetseite kommen Sie hier um den Artikel zu lesen.
Lesen Sie hier den dazugehörigen Artikel der LZ Rheinland als PDF zum download.
TAZ Beilage zu Futtermitteln - 21.5.2011
Gutes Klima mit Gras und Kuh (Frankfurter Rundschau Online)
Wer aus Wiesen Felder macht, zerstört Humus und sorgt für schädlichen CO2 -Ausstoß. Die Förderung von Biosprit kann ebenfalls klimaschädliche Auswirkungen haben.
Lesen Sie den Artikel
hier
Interview im radio 100,7 Luxemburg
Das komplette Interview finden Sie
hier als Mp3 Datei zum herunterladen
Die Methankuh als Sündenbock?
Einen Beitrag vom Samstag/Sonntag, 19./20.MÄRZ 2011 Hammelburg (von Gerd Schaar)
finden Sie
hier als pdf Dokument
Buchüberreichung an den Umwelt- und Landwirtschaftsminister Luxemburg
Landwirtschaftsminister Romain Schneider (rechts) und Umweltminister Marco Schank (links) im Landwirtschaftsministerium in Luxemburg am 4. März 2011 im Anschluss an das Seminar und den Vortrag vom Vorabend.
Slow Food Magazin im Interview mit Anita Idel
Mit ihrem Buch ?Die Kuh ist kein
Klima-Killer? will Dr. Anita Idel nicht die
Umweltschützer provozieren,
sondern das System der industrialisierten
Landwirtschaft infrage stellen.
Aus diesem Grund sprach die Journalistin >Martina Tschirner< mit ihr persönlich für das Slow Food Magazin, einer weltweiten Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten.
Das ganze Interview finden Sie
hier als pdf Dokument
Interview
Deutschlandradio Kultur, 21.01.2011 09:34,
Deutschlandradio (Johannes Kaiser)
Moderator: Johannes Kaiser ist bei mir und er hat ein Buch dabei, das wunderbar in die aktuelle Debatte passt. Das Buch heißt ?Die Kuh ist kein Klima-Killer! Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können?. Geschrieben hat es Anita Idel. Ich hatte mich gerade an die Vorstellung gewöhnt, dass pupsende Rinder die globale Erwärmung stärker beeinflussen als das Auto. Ist denn der Titel nur eine reißerische Überschrift oder will die Autorin hier wirklich den guten Ruf der Kühe wiederherstellen?
Johannes Kaiser: Es ist kein reißerischer Titel, auch wenn der so klingt, es ist tatsächlich sehr viel Wahrheit dahinter, und das Kuh-Bashing, das wir im Augenblick erleben, oder Fleisch-Bashing, das hat tatsächlich seine Ursache darin, das eben Kühe und Rinder falsch gehalten werden. Diese Schrift von ihr, eine Anklageschrift ist das gegen die Agrarindustrie, was wir ja auch derzeit erleben, ich verweise nur darauf, dass gerade die Umweltverbände sich gegen die industrielle Massentierhaltung gewandt haben, und das ist genau auch die Zielrichtung dieses Buches. ...
Moderator: Wer ist denn nun diese Dame, ist die Tierrechtsaktivistin, ist sie bei Greenpeace, Wissenschaftlerin, oder von allem etwas?
Johannes Kaiser: Sie ist Wissenschaftlerin, sie ist selber Tierärztin und hat also eine sehr große Erfahrung. Ich kenn sie auch aus Interviews. Sie ist eine sehr bedachte Frau, also keineswegs eine Aktivistin, die nun irgendwo mit blutigen Tierfellen vor Industriefabriken steht. Nein, das überhaupt nicht. Sie ist sehr bedacht und sie gehört auch zur Schweisfurth-Stiftung, die sich um eine tiergerechte Haltung unserer Kühe und unserer Rinder kümmert, und darum geht es in dem Buch natürlich auch sehr stark, um tiergerechte Haltung. Wir müssen auch eins beachten, was mir noch gar nicht so bewusst war ? Kühe sind eben Grasfresser. ...
Moderator: Zeigt denn dieses Buch nur das Problem auf oder auch Wege heraus, also zu einer Abkehr von der Agrarindustrie, die uns die ganzen Lebensmittelskandale beschert hat?
Johannes Kaiser: Auch da wieder, natürlich gibt es Möglichkeiten, aus dieser Krise herauszukommen, dazu muss man allerdings wissen, das eben die Kühe Gräser fressen und das Grasfressen wiederum die Natur schützt. Gräser speichern in ihren Wurzeln sehr viel CO2, und sie bilden Humus, Humus ist CO2-reich, d.h. die Gräser sind aber angewiesen darauf, dass sie abgefressen werden, sonst können sie in der Form nicht wachsen. das heißt die Weidetiere weltweit, überall, sorgen dafür, indem sie Gras fressen, Weideflächen erhalten, das sehr viel CO2 im Boden gespeichert wird, erheblich mehr CO2, als die Kuh selber freisetzt. Insofern ist die Kuh sogar ein Klimaretter, wenn man es mal übertrieben formulieren will. ...?
Grüne Woche in Berlin
Zum Anlass der Grünen Woche in Berlin ist Anita Idel ein gefragter Gast. Ihr Buch: "Die Kuh ist kein Klima-Killer" passt zu der Grünen Woche wie kaum ein zweites.
Hier zu sehen ist sie mit Ilse Aigner, der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
"Dabei sind es nicht die Rinder, die das Klima gefährden, sondern es ist die Art ihrer industriellen Haltung. Das beschreibt die Wissenschaftsjournalistin eindrucksvoll in ihrem Buch."
Das Buch sei allen dringend zur Lektüre empfohlen, die sich mit Klimaschutz, Biodiversität, Naturschutz, Fleischproduktion, Fleischkonsum, Ernährungssicherung und landwirtschaftlichen Emissionen beschäftigen oder sich in solchen Zusammenhängen äußern.
Sarah Wiener ist viel unterwegs. Sie kocht im und fürs Fernsehen, kümmert sich um ihre Restaurants und ihre eigene Catering-Firma. Trotzdem findet sie immer wieder Zeit ihre Nase nicht nur in Töpfe, sondern auch in Bücher zu stecken. Dabei muss es nicht immer ums kochen gehen - aber irgendwie doch. In SWR3 hat Sarah Wiener erzählt: "Es gibt zwei Sachen, die ich lese. Zum einen Romane, Biografien, zum anderen lese ich auch gerade ernährungspolitische Bücher."
Dazu gehört "Die Kuh ist kein Klimakiller - Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können" von Anita Idel...
Kritische Ökologie 26 (1(2), Spezial 2011, S. 33-35 ()
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"Und dem Buch gebührt deshalb so viel Beachtung, weil wir uns
- einmal innerhalb der EU gerade in einem Prozess befinden, der unsere Landwirtschaft in eine bäuerlich ökologische Kreislaufwirtschaft wieder zurückführen oder die agrar-industrielle Zerstörung endgültig festschreiben
könnte.
- zum anderen bereits im globalen Klimawandel befinden, für dessen Verursachung die Agrarindustrie erheblichen
Anteil hat. ...
Neu auch ist die Reihe der SCHWEISFURTH-STIFTUNG: Agrarkultur im
21. Jahrhundert, die kaum gelungener und treffender als mit diesem Buch von Anita IDEL eingeleitet hätte werden können,
dessen wesentliche Botschaft sich kurz zusammenfassen lässt: "Die Landwirtschaft" der EU gilt nach der Energiewirtschaft
als die zweitgrößte Emittentin von Treibhausgasen und steht
damit quer zu einer nachhaltigen Entwicklung. Das muss aber nicht sein, ließe man die Kuh nur Kuh sein und auf die Weide. Als wiederkauende Grasfresserin würde sie den Graswuchs stimulieren, die Fläche düngen und ihren Dung auch noch schön in den Boden eintreten, wo er und andere Biomasse mit Hilfe unzähliger Kleinlebewesen in Humus umgewandelt werden würde, der wiederum große Mengen Kohlenstoff binden könnte. Nebenbei erzeugt die Kuh auch noch Milch und Fleisch ohne den Einsatz artungerechter Kraftnahrung, deren Bereitstellung wiederum großer Kunstdüngermengen bedarf, die wiederum große Mengen Lachgas freisetzen, das 295 mal klimaschädlicher als Methan, das "Klimagas der Kuh", ist.
Das Buch liest sich wie ein Geschichtsbuch der Mensch-Tier-Beziehungen: "Rückwärts einschneidend" erfahren wir nicht nur, wie das Bild in der Moderne von der "Klima-Killer-Kuh" gemacht wird, sondern auch mehr über das "Mistvieh" und das "Schwanzvieh". Bei ihrer Zeitreise versäumt es die Autorin nicht, auch dem ersten Teil ihres Untertitels: "Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet..." gerecht zu werden. Dies läuft durch das Buch ständig mit und findet sich konzentriert im 5. Kapitel, stets sachlich, lebhaft, niemals trocken und durch und durch überzeugend."
AID Ernährung im Fokus, 11-10/2011 (Annika Rehm)
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"Unterhaltsam und leicht verständlich richtet sich dieses Plädoyer nicht nur an Fachleute, sondern an eine breite Masse interessierter Leser."
Ernährungsrundbrief, Herbst 3-2011, S. 56-57 (Renate Lendle)
[
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"Die Ausführungen der Autorin sind ein leidenschaftliches Plädoyer für eine artgerechte Tierhaltung aus der Erkenntnis des jeweiligen Wesens unserer Haustiere."
zalp - Zeitschrift der Älplerinnen und Älpler, 22/2011 ()
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"Hiermit erwartet dich kein süffiger Roman, doch kaum angefangen zu lesen liest sich dieses Buch wie von selbst. Schon in den ersten Seiten weckt und stärkt es kritische Haltungen gegenüber der mechanisierten, industrialisierten und monopolisierten Landwirtschaft. Äusserst wissenschaftlich, doch absolut verständlich und nachvollziehbar deckt Anita Idel die fatalen Umweltfolgen der propagierten Landwirtschaft auf."
Portal für Politikwissenschaft (Sabine Steppart Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.)
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"'Kühe rülpsen Methan', 25 mal klimaschädlicher als CO2"(15) - Rinder tragen also erheblich zur globalen Erderwärmung bei, so könnte die Schlussfolgerung lauten. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Tatsächlich, so die These der Berliner Tierärztin und Mitbegründerin der Gesellschaft für Ökologische Tierhaltung Idel, können Rinder zur Begrenzung des Klimawandels beitragen, denn nachhaltige Weidehaltung fördere die Bodenfruchtbarkeit. Auf diese Weise werde Kohlenstoff als Humus im Boden gespeichert. Humus entlaste wiederum die Atmosphäre. Die höchsten durch die Landwirtschaft verursachten Emissionen gehen, so die Umweltschützerin, nicht von Methan, sondern von synthetischen Stickstoffverbindungen aus. Diese würden in den großen Monokulturen, insbesondere bei Mais und Getreide, für die Produktion von Kraftfutter in der intensiven Landwirtschaft verwendet. Diese Art der Düngung erfordere sehr viel Energie und setze Lachgas frei, das 295 mal klimaschädlicher sei als CO2. Rinder hält die Autorin im Hinblick auf die Welternährung für unverzichtbar, die Praktiken der Agrarindustrie müssten modifiziert werden. Sie belegt die Multifunktionalität des Boden-Pflanze-Tier-Komplexes in der nachhaltigen Landwirtschaft und geht auf Alternativen ein. Zu Wort kommen Landwirte, die das Ziel verfolgen, Kühe und andere Wiederkäuer "mit ihren genialen Pansenmikroorganismen" (16) wieder weiden zu lassen, um Milch und Fleisch nur aus Gras, Klee und Kräutern entstehen zu lassen. Heute könne man jene Bauern als Pioniere der Landwirtschaft bezeichnen, die das "Gras wachsen hören" (167).
Ernährungs Umschau 7/2011, S. 395 (Dr. Udo Maid-Kuhnert, Pohlheim)
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"Wer sich mit Fragen der Nachhaltigkeit beschäftigt, findet in Anita Idels Buch eine Fülle von Argumenten und Literaturquellen zur Ehrernrettung der Kuh - ernüchternde Beschreibungen von Fehlentwicklungen und Irrwegen (z.B.Futtermischungen, die den als ineffezient angesehenen Prozess des Wiederkäuens umgehen sollen), aber auch Beispiele für neue Ansätze in der Landwirtschaft, gerade, wenn man nicht völlig auf den Verzehr von Fleisch verzichten möchte."
Journal Culinaire 12/2011, S. 142-143 (Johannes B. Bucej)
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"Da nichts überzeugender ist als das gute Beispiel, lässt Idel es auch daran nicht fehlen und stellt Pioniere für eine Landwirtschaft der Zukunft vor: ein Senner-Ehepaar aus Graubünden, das nach Jahren auf der Alp eine Käserei
übernahm und seitdem einer Handvoll Bauern die Existenz als Milchbauern sichert; der Tierarzt Dietrich von Bomhard, der sich mit dem Aufbau einer Mutterkuhherde von Galloways in Mecklenburg-Vorpommern seinen Traum erfüllte, und seinen Kollegen Rupert Ebner aus Bayern, der durch seine im Piemont gewonnenen Erfahrungen in der Fleischrinderzucht zu der letzten
bayerischen autochthonen Rasse der Murnau-Werdenfelser kam. Zu Wort kommen auch Sonja und Dieter Moor, die im Brandenburgischen ihr Vorzeigedorf Hirschfelde aufbauten, oder Ekkehard Külps und Judith Isele mit ihrer 9500 Hektar großen Farm in Namibia. Last but not least natürlich auch Karl-Ludwig Schweisfurth, dem die Bio-Landwirtschaft und auch das Bio-Lebensmittelhandwerk
in Deutschland entscheidende Impulse verdanken. Allen Genannten
gemeinsam ist: Was sie tun, tun sie nicht nur um ihrer selbst willen - auch nicht nur im Hinblick auf die ihnen anvertrauten Tiere und das Land. Von ihrer Arbeit profitiert eine Vielzahl von Menschen in ihrer jeweiligen Region.
Anita Idel gebührt das Verdienst, mit ihrem Buch gezeigt zu haben, dass eine Alternative zur derzeit dominierenden intensiven Landwirtschaft nicht nur eine Nische für Liebhaber ist, sondern vielmehr die einzig Zukunft versprechende
Art und Weise, verantwortungsvoll Landwirtschaft und Viehzucht zu
betreiben - und dabei alle Beteiligten und ihre direkte Umgebung zu Gewinnern zu machen."
Sozialistische Zeitung, 26.Jg., Juni 2011, S. 13 (Boris Schultz)
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"Anita Idel leistet mit diesem Buch einen sehr wichtigen Beitrag zur aktuellen Klimaschutzdebatte. Sie betont die Bedeutng der ökologisch vertretbaren Weidehaltung für den Klimaschutz. ... Anita Idel gelingt es sehr gut die Bedeutung der Weidehaltung für die menschliche Ernährung zu erklären. Erst durch den mikrobiellen Aufschluss von grobfasrigen Pflanzen wie Gräser u.ä. im Pansen der Rinder werden diese über Milch und Fleisch für die menschliche Ernährung zugänglich gemacht."
Süddeutsche Zeitung "Streit um die Kuh" 04.06.2011 (Katrin Blawat)
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... solche Argumente haben die Tierärztin Anita Idel zu der griffigen Parole "Mehr Gras in die Kuh" veranlasst. Sie setzt sich vehement für die Ehrenrettung der Tiere ein. Dass der Streit ums Vieh über den Kreis der Wissenschaft hinausgewachsen ist, liegt nicht zuletzt an Idels Vorträgen und Ihrem Buch: "Die Kuh ist kein Klima-Killer!". Über dem Titel sieht man ein schwarzweißgeflecktes Rind unter blauem Himmel auf einer Weide grasen, daneben liegt ein braunes Zottelvieh mit langen Hörnern. Trotz dieses Idylls auf dem Cover enthält das Buch eine Menge Statistiken, eine lange Liste wissenschaftlicher Publikationen - und eine große Portion Empörung über die Agrarindustrie, die Idel zu mancher plakativer Behauptung verleitet. Stimmt es zum Beispiel wirklich, dass "nachhaltig gezogene Rinder eine völlig andere Klimabilanz" haben als die Durchschnittskuh? Muss man die Kuh auf der grünen Wiese vielleicht in Schutz nehmen und den wahren Klimakiller im Kraftfutter fressenden Hochleistungsrind suchen? ...
Grünes Blatt, Projektwerkstatt im Kreis Gießen, Frühjahr 2011 ()
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"Die Kuh und ihre Ausscheidungen - Thema eines ganzen Buches? Ja, und das auch noch spannend zusammengestellt und höchst informativ geschrieben! Offenbar hat sich die Autorin durch Berichte, die Kuhhaltung sei für den Klimawandel verantwortlich, herausgefordert gefühlt.Minutiös beschreibt sie, wie Kühe eigentlich leben, was sie eigentlich fressen würden, womit sie aber zwangsweise vollgestopft werden und dann die Ausrichtung der Landwirtschaft, der Umgang mit Boden, Pflanzen und Tieren eine Ursache des Klimawandels ist - nicht aber die Kuh."
Kühe sind keine Klimakiller ORF 11.05.2011 ()
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Kühe gelten aufgrund ihres Ausstoßes von Methangas als schädlich für das Klima. Dem widerspricht die deutsche Veterinärmedizinerin Anita Idel. In einem jüngst erschienenen Buch zeigt sie auf, dass nicht Rinder die Umwelt belasten, sondern die Agrarsysteme, die durch zu hohen Einsatz von Kraftfutter auf die Maximierung der Produktion abzielen...
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hier
"'Die Kuh ist kein Klima-Killer!' - in ihrem so plakativ getitelten Buch plädiert die Tierärztin Anita Idel für das 'Leitbild einer nachhaltigen, ökohumanen Agrar- und Ernährungswirtschaft'.
Die gelegentliche Unübersichtlichkeit der aktuellen Klimadiskussion hängt wesentlich mit den Nebelschwaden zusammen, die von bezahlten Experten reicher Lobbygruppen in die Öffentlichkeit gepustet werden. Der Slogan von der Kuh als Klimakiller gehört zu diesen PR-Falschmeldungen, erläutert Anita Idel in ihrem jüngst erschienen Buch.
Die Autorin erläutert dies am Beispiel der negativen Folgen der industriellen Tierhaltung sowie der Vorteile einer artgerechten Weidehaltung von Nutztieren. Idel hat seit 25 Jahren einen Lehrauftrag an der Universität Kassel und war nach Verlagsangaben von 2005 bis 2008 am Weltagrarbericht beteiligt.
Im Kern zielt ihr Buch auf eine 'Agrar-Kultur' im weitesten Sinne, die Verschmutzung, Vergeudung und Zerstörung der natürlichen Ressourcen vermeidet. Dreh- und Angelpunkt ihrer Argumentation ist die Bedeutung des Grünlandes für den Klimaschutz in der Landwirtschaft. Schließlich sichert eine dichte und ganzjährige Bodenbedeckung die Erhaltung und Neubildung der Humusschicht, die viele Milliarden Tonnen Mikroorganismen und Kleinlebewesen beherbergt - ein Speicher großer Mengen von Kohlenstoff.
Ideale Partner für die Pflege und Erhaltung des so nützlichen Grünlandes sind Rinder, die als Wiederkäuer die Biomasse der Gräser direkt in Energie umwandeln können. Allerdings hat die industrialisierte Tierproduktion laut Idel diesen zentralen Vorteil des Rindviehs weitgehend aufgegeben, indem sie proteinreiches Futter wie Mais und Soja einsetzt.
Die Folge: Entweder wird heimisches Grünland zur Produktion des benötigten Tierfutters umgepflügt und künstlich gedüngt, oder die Futtermittel werden importiert. Beides sorgt für eine weitere Verschärfung der Klimaprobleme, betont die Autorin und weist darauf hin, dass diese Schäden bisher nicht in die Preise für landwirtschaftliche Produkte einfließen. Diese Kosten werden externalisiert und in die Zukunft verschoben: 'Wir leben - nicht nur beim Verbrauch fossiler Ressourcen - über unsere Verhältnisse und merken es meist nicht einmal.'"
Gut lesbar eingeflochten in das Buch sind Hinweise auf historische Entwicklungen ebenso wie auf gegenwärtige Projekte, alte Erfahrungen wieder aufzugreifen. So gibt es zum Beispiel Erläuterungen zum traditionellen Wissen von Hirtenvölkerm oder informative Berichte über Schafherden und über Pioniere der 'Kuh-Zunft' für eine nachhaltige und artgerechte Weidewirtschaft.
Hinzu kommen speziellere Anmerkungen über Fleisch- und Milchrinder sowie deren jeweilige Haltungsformen bis hin zu Überlegungen zum »tierschonenden Schlachten« auf der Weide."
Kultur und Politik, BIO FORUM Schweiz , 1/ 2011 (Thomas Gröbly)
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"Weiter kritisiert Anita Idel den 'Industrieblick', der die Landwirtschaft nur als Verursacherin, nicht aber als Speicherin von Kolenstoff sieht. Es wird nicht das ganze System in den Blick genommen. So wird der Irrtum verbreitet, dass eine Kuh mit 10000 Liter Jahresleistung klimafreundlicher sei als zwei Kühe mit je 5000 Liter. Anita Idel widerlegt auch diese These, indem sie aufzeigt, dass in einer Gesamtbilanz die Graskuh besser abschneidet" ...
Hessicher Rundfunk Alles Wissen (Katrin Linke )
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Der Hessische Rundfunk fragt nach und interviewt Anita Idel und Prof. Marin Heimann vom Max-Planck Institut für Biogeochemie in Jena.
Sehen Sie sich
hier den Beitrag als Videostream an.
Podcast zum herunterladen
Biologische Arbeitsgemeinschaft, Mitteilungen 132, 17.3.2011 ()
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Ila - Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika, März 2011, S. 5 (Gert Eisenbürger)
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"In Anita Idels Buch wird deutlich, dass einfache Gleichungen, die etwa besagen, nur vegane oder zumindest vegetarische Ernährung sei nachhaltig und zukunftsfähig, so nicht aufgehen. Klar ist aber, dass in den Industriestaaten viel zu viel Fleisch gegessen wird. Weniger, aber höherwertigeres Fleisch aus regionaler Produktion wäre hier eine Alternatve. Die Darstellung dieser Zusammenhänge allein würde das Buch schon lesenswert machen. Darüber hinaus enthält es aber noch sehr interessante Kapitel über historische Landnutzung in Europa, die Zerstörung der Existenzgrundlagen der Hirten-Nomaden-Völker in Afrika und Asien (woran die Entwicklungshilfe maßgeblich beteiligt ist) oder den Nutzen der Wanderschäferei. Dazu werden verschiedene Ansätze von Ökolandwirten vorgestellt, die dabei sind, nachhaltige Weidewirtschaft neu zu etablieren."
"Die Kuh ist kein Klimakiller! Diese provokative Behauptung stellte Anita Idel mit ihrem gleichnamigen Buch bei der Versammlung des Naturland-Erzeugerrings auf und belegte sie mit eindrucksvollen Zahlen. Auf hohem Niveau wies sie die Verbindung zwischen der Atomkatastrophe in Japan, dem Klimawandel und der globalen Agrarindustrie nach. Dabei war Idels Analyse selbst für Laien ausgesprochen interessant. Der Bezug zu Japan und der Atomindustrie, aber auch zu der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko stellt sich mit der gesellschaftspolitischen Vorstellung von billiger Energie her. Diese sei jedoch eine Illusion, so Idel. Spätestens jetzt müsse jedem klar sein: billig geht es nicht." ...
Grünblick, Naturschutz Berlin-Malchow Umweltblatt 86, März 2011, Interview S. 3 ( Werner Reinhardt ) und Rezension S. 6 (Monika Baier)
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"Ihre Ausführungen sind gleichermaßen fundiert wie kurzweilig und der Leser erfährt auch viel aus der Geschichte der Viehzucht und über artgerechte Viehhaltung."
BNN-Nachrichten, März 2011, S. 18 (Michael Hesse)
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"Die Autorin schildert in einer auch für nicht fachkundige Leser gut verständlichen Sprache die Problematik der an kurzfristigen ökonomischen Vorteilen orientierten Hochleistungs-Haltungssysteme. Wie es der Untertitel ankündigt, zeigt sie auch Alternativen zur energieaufwändigen und technologiefixierten Kontroll- und Regelgläubigkeit. Umweltverträgliche Haltungssysteme können viele Probleme der Landwirtschaft lösen, weit über die Vermeidung von Klimagasen hinaus."
Der Nordschleswiger, 12.3.2011 ()
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"Bei der Lektüre gibt es viele Aha-Erlebnisse, die dem Leser den Eindruck geben, es wird beim Thema Landwirtschaft eine stur-besserwisserische Fixierung auf die Methan-Rülpser endlich einmal auseinandergenommen. So ähnlich wie beim Diktat Energiesparbirne für alle - aber grenzenlose Freiheit für "klimakillende Billigfluglinien. Wie wichtig ein solches Buch ist, belegt die Information, dass offizielle Stellen wie das Institut für Risikobewertung in Berlin sich dazu hinreißen ließen, das Thema Rinder und Klimaeffekt anhand eines Modells mit Tieren bei intensiver Maisdiät zu erklären, als wenn es nicht die natürliche Form ist, dass die Kühe ihr Futter auf der Weide fressen."
Verbraucherpolitische Korrespondenz 02.2011, S. 6 ()
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Dass nicht die Kuh, sondern die industrialisierte Landwirtschaft an den Klima-Pranger gehöre, erläuterte Dr. Anita Idel kürzlich in Schwäbisch Hall mit überraschenden Fakten und eindrücklichen Daten. Die Berliner Tierärztin und Mediatorin ist Mitautorin des Weltagrarberichts.
... zum Artikel von Bio.de
Naturland Nachrichten 01/Februar 2011 (Werner Vogt-Kaute)
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"Die Analyse der Lead-Autorin des Weltagrarberichts 2008 ist schlüssig und reichlich mit Fakten unterfüttert. Spannend auch ihre Beispiele für eine alternative Tierhaltung, die die Tiere zurück auf die Weiden führt. Back to the roots."
rhw management (rationelle Hauswirtschaft), Februar 2011, S. 41 ()
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Frankfurter Rundschau, 3.2.2011 (Stephan Börnecke )
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"
Forscher der Universität Göteborg fordern eine Klimasteuer aufs Steak. Weil vor allem Rinder wegen ihrer Methan-Rülpser zu den vermeintlichen Klima-Killern gehören, sollten Konsumenten von Milch und Fleisch je Tonne Kohlendioxid 60 Euro Klimasteuer bezahlen. Oder das Rindfleisch durch Huhn ersetzen, was, so die Ökonomen der schwedischen Uni, 90 Prozent der Emissionen senken würde. Oder sind das alles Milchmädchen-Rechnungen?
Anita Idel, Tierärztin und Mitautorin des Weltagrarberichtes, ist überzeugt: "Die Kuh ist kein Klima-Killer!" In ihrem jetzt erschienenen, gleichnamigen Buch macht Idel, die auch Lehrbeauftragte an der Uni Kassel ist, eine andere Rechnung auf. Zwar bestreitet auch die Autorin nicht, dass Rinder klimaschädliches Methan ausstoßen. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite zeigt: Die meisten klimarelevanten Emissionen aus der Landwirtschaft stammen nicht von der Kuh.
Sondern sie entstehen, weil die moderne Landwirtschaft auf synthetische Stickstoffverbindungen bei der Düngung setzt. Damit, schreibt Idel, "werden die großen Monokulturen - besonders Mais und Getreide - für die Produktion von Kraftfutter in der intensiven Landwirtschaft gedüngt". Diese Art der Düngung verschlinge nicht nur große Mengen an Energie, etwa bei Herstellung und Ausbringung, sondern setze enorme Mengen Lachgas frei. Und das ist nicht 25 Mal klimaschädlicher wie das Methan der Rinder, sondern 295 Mal. Alle Untersuchungen zeigten: Je intensiver die Tierhaltung, je höher die Lachgas-Emissionen.
Vor allem aber sind Rinder die idealen Grasverwerter. Grasland speichert jedoch mehr als ein Drittel des globalen Kohlenstoffs. Wird Grünland aber umgepflügt, damit etwa Mais für Biogasanlagen wächst, dann führt das durch den Humusabbau zu horrenden Kohlenstoffverlusten. Der Maisanbau aber "frisst" jedes Jahr eine halbe Tonne Humus, zitiert Idel die Landwirtschaftskammer aus NRW. Eine Tonne Humus aber speichert 3,67 Tonnen CO2.
Das hatten ganz ähnlich auch britische Forscher bei einem Vergleich zwischen Gerstenfeldern und Wiesen festgestellt: Unter der Gerste verschwand binnen drei Jahrzehnten ein Drittel der Biomasse. Beim Grünland hingegen nahm sie um die Hälfte zu. In den ersten zehn Testjahren wuchs der Kohlenstoffgehalt im Grünland jährlich um eine Tonne.
Das Fazit der Autorin liegt deshalb auf der Hand: Nur eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft, die Humus schafft, statt ihn zu vernichten, ist klimaschonend.
Natur + Kosmos, www.natur.de 02/2011 (Horst Hamm)
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"Sehr anschaulich und gut lesbar beschreibt die Autorin die denkbar einfache Alternative: Eine Haltung, die auf Gras und Heu setzt und dafür sorgt, dass die Grünflächen erhalten werden. Dann ist die Kuh alles andere - nur kein Klimakiller."
"Das Buch zeugt von einer außerordentlichen Sachkenntnis und zeigt, dass eine nachhaltige Landwirtschaft, von der Mensch, Tier und Umwelt profitieren, möglich ist. Ein erster Schritt muss ein Ende der Augenwischerei der Agroindustrie sein, die mit blühendem Landidyll wirbt, mit der industriellen Massenproduktion jedoch unsere Lebensgrundlagen beschädigt. Wenn die wahren Kosten dieser Praxis deutlich werden, hat die industrielle Landwirtschaft keine Zukunft mehr."
TAZ, 21.1.2011 (Annette Jensen)
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"Rülpsende und furzende Kühe gelten gemeinhin als Klimakiller. Seit Jeremy Rifkin vor fast 20 Jahren den Bestseller Das Imperium der Rinder veröffentlichte, werden die Wiederkäuer für einen erheblichen Teil der Erderwärmung verantwortlich gemacht. Anita Idel hat nun ein sehr überzeugendes Gegenbuch geschrieben. ...
Anita Idel gelingt es, den Lesern neue Perspektiven auf die Kuh als Nutztier zu eröffnen. Nicht nur erfährt man interessante Details, zum Beispiel wie die vier Mägen der Kuh funktionieren, die täglich mehrere Kilogramm Bakterien züchten und das Tier so mit Proteinen versorgen. Idel liefert auch Historisches zum frühneuzeitlichen Kuhhandel oder setzt sich mit der Entwicklungspolitik auseinander. So führt der Brunnenbau in Afrika vielfach dazu, dass die Menschen ihre umherziehende Lebensweise aufgeben und ihre Tiere deshalb zu häufig auf denselben Weiden stehen. Wenn das Gras aber ständig abgefressen wird, regeneriert es sich nicht ausreichend und der Boden laugt aus.
Und nach der Lektüre ist klar: Nicht die Kuh ist der Klimakiller, sondern eine auf Hochleistung fixierte Landwirtschaft, die die produktiven Kreisläufe von Pflanze und Tier ausschaltet und die Kuh zur Maschine degradiert."
NRD, 3.1 2011, 10 Uhr 54/ 12 Uhr 54 ()
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Die Zeit, 5.1.2011, S. 45 (Tanja Busse)
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"Und hier kommt die Kuh als Klimaretterin ins Spiel. Denn die grasende Kuh steigert die Bodenfruchtbarkeit: Je dichter und dauerhafter der Boden bewachsen ist, desto mehr Humus entsteht und desto mehr Kohlenstoff wird gebunden. "Jede Tonne Kohlenstoff im Boden entlastet die Atmosphäre um 3,67 Tonnen CO2", rechnet Anita Idel vor. Grünland dient also dem Klimaschutz, und die Kuh ist geschaffen dazu, dieses Land zu nutzen, ohne es zu zerstören: Rinder haben nämlich die einzigartige Fähigkeit entwickelt, aus Gras Energie zu erzeugen, in einem komplizierten Wechsel von Schlucken und Hervorwürgen der Grasbüschel und mithilfe von Milliarden von Mikroorganismen in ihren Mägen. Wie unsinnig ist es, diese genügsamen Tiere in den Stall zu sperren und mit Getreide zu füttern, das sie gar nicht gut verdauen können und aus stattdessen Brot gebacken werden könnte"
Anita Idel schärft den Blick für den Zusammenhang von Haltungsform- und Klima-Emissionen und porträtiert eine Reihe von Rinderhaltern, die an einer gut funktionierenden "Lebensgemeinschaft von Weidetier und Weidegras" arbeiten. Ihr Fazit: Die Kuh ist kein Klimakiller, sondern Teil einer weltweit verbreiteten Agrarkultur, die Schöpferin und Erhalterin der artenreichen bäuerlichen Kulturlandschaften und ihrer kulinarischen Produkte, und sie verdient unseren Respekt. Wer ihr zustimmt, wird nur noch Fleisch vom Weiderind mögen."
"Anita Idel hat ein lesenswertes Buch geschrieben. Logisch aufgebaut in überschaubare Kapitel gegliedert. Ein Muss für Fleischesser. Die Autorin rehabilitiert die Kuh, schärft aber auch den Blick für die Haltung der Tiere und belegt den Zusammenhang zwischen Intensivlandwirtschaft und
Klimawandel. Außerdem zeigt sie in vielen Beispielen, dass es auch anders geht.
Allerdings müsse es sich für die Landwirte auch lohnen, ihre Kühe grasen zu lassen anstatt sie mit billigem Industriefutter zu versorgen, so Idel: "Gleichzeitig müssten auch die Schäden, die durch einseitige industrialisierte Produktion entstehen, sich eigentlich in den Preisen niederschlagen. Dann
wäre eine Gerechtigkeit da. Denn dann müssten die nachhaltig produzierten Lebensmittel deutlich günstiger sein als die industriell produzierten."
"Vielfach kritisiert wird die Weidewirtschaft mit Rindern und anderen Wiederkäuern, weil diese in der Masse einen hohen Ausstoß an klimaschädlichem Methangas generieren. Laut Idel stellt jedoch synthetischer Dünger, der zur Produktion von energiereichem Kraftfutter wie Mais und Soja in Monokulturen eingesetzt wird, ein größeres Problem dar. Durch die Düngung des Futters für Hochleistungsrinder wird viel Energie verbraucht und zudem Lachgas freigesetzt, das laut Aussage des Buches einen noch größeren klimaschädlichen Einfluss haben soll als das Methangas. Böden verlieren ihre Fruchtbarkeit, Monokulturen schaden der biologischen Vielfalt.
Idel propagiert in ihrem Buch die nachhaltige Weidehaltung als Lösung. Dabei trägt entstehender Kohlenstoff dazu bei, als Humus die Bodenfruchtbarkeit zu fördern. Entscheidend sei die Art und Weise, wie Rinder gehalten werden: Bei nachhaltiger Weidewirtschaft sei die Klimabilanz des Rindes eine ganz andere als bei Intensivmast mit Kraftfutter.
WDR 3, Resonanzen, 06.12.10 um 18:08 Uhr (Tanja Busse)
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"Die Kuh in der Kunst ist gerade schwer in Mode, Neureiche stellen sich bunt bemalte Plastikkühe in ihre Rhododendron-Gärten und der Landwirtschaftsverlag hat sogar einen Kuh-Kunstführer herausgegeben. Doch um den Ruf der Kühe - jenseits der Kultur - ist es nicht gut bestellt: Seit Wissenschaftler gemessen haben, wie viel Methan ihnen aus dem Pansen und aus dem Darm entweicht, gelten die Wiederkäuer als Klimakiller. Jetzt ist ein Buch erschienen, das die Kühe gegen ihre Kritiker verteidigt."
Bund Naturschutz in Bayern e.V. ()
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Für die Klimaschädlichkeit durch Methan ist vor allem
die Haltungsform der Wiederkäuer maßgeblich
Früher war eine Kuh noch eine
Kuh: friedlich grasend und bimmelnd,
gelegentlich muhend, mit
Kälbchen Peter im Schlepptau
und üppiger Milch-Bar. So haben
wir sie schätzen gelernt. Doch
mittlerweile haben sich Kühe in
angebliche "Klimakiller" verwandelt,
in Methanmonster, die
ständig rülpsen und - pardon! -
furzen und dabei gefährliche Gase
freisetzen. Jetzt versucht die
Berliner Agro-Wissenschaftlerin
und Tierärztin Anita Idel die Rehabilitierung
des Rindviehs.
Ihr Buch "Die Kuh ist kein Klimakiller"
wird morgen in Berlin
vorgestellt, an der Veranstaltung
nimmt auch der renommierte Klimaforscher
Hartmut Graßl teil.
Und die Chancen stehen gut, dass
künftig etwas differenzierter
über Kühe diskutiert wird. Idel
kritisiert den "oberflächlichen
Blick auf die Landwirtschaft"
und das "einseitige Starren auf
den Schadstoff Methan". Entscheidend
für die Bewertung sei
aber das Haltungssystem. Tatsächlich
haben Kühe auf der Weide
eine andere Klimabilanz als
Tiere, die in Intensivmast Soja
aus Brasilien fressen. Wichtiger
als Methan, nämlich 295mal
schlimmer, sei das Lachgas, das
durch das Düngen jener Futterpflanzen
freigesetzt wird, mit
denen Abermillionen Schweine,
Hühner, Puten und Rinder aus Intensivmast
gefüttert werden.
Mehr als ein Drittel der Weltgetreideernte
landet inzwischen im
Futtertrog.
Jetzt zum Positiveffekt der
Weidekuh: Idel erinnert daran,
dass Grünland etwa 40 Prozent
der weltweiten Landfläche ausmacht.
Durch Weidehaltung
wird Kohlenstoff als Humus in
der Erde gespeichert und fördert
so die Bodenfruchtbarkeit. Jede
zusätzliche Tonne Humus entlastet
zudem die Atmosphäre um 1,8
Tonnen CO2. Die großen Bisonherden
Nordamerikas sollen fast
meterdicke Humusschichten hinterlassen
haben. So wird mancher
Wiederkäuer und manche Kuh
zum Klimaschützer. Wir sehen:
Nicht die Kuh ist das Problem,
sondern ihre falsche Haltung.
Und die betrifft genauso Hühner,
Schweine und Puten.
Unabhängige Bauernstimme, Dezember 2010, S. 20 ()
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VEREINIGUNG DEUTSCHER WISSENSCHAFTLER E.V. ()
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Die VDW präsentiert in Berlin das Buch "Die Kuh ist kein Klima-Killer” von Anita Idel.
Interview als MP3 Datei