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Tuesday, September 26, 2017
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Die Modernität der Industrie

399 pages ·  29.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-936-4 (October 2012 )

 
 
Die Online-Gesellschaft des 21. Jahrhunderts erweckt den Eindruck, als ob die Materialität der Dinge immer mehr an Bedeutung verliert. Der Brief wird zur E-Mail, das Fotoalbum zum Web-Album, die Eckkneipe zum Chat-Room, die elektronische Datenkommunikation löst das Fax als Auftragsbestätigung ab, Prozesse beschleunigen sich, Unternehmen vernetzen sich stärker miteinander, und selbst die liebevoll altmodische Lohnsteuerkarte ist durch "Elster", das Steuererklärungsprogramm der Finanzverwaltung, ersetzt worden. Es scheint, dass virtuelle Prozesse immer stärker materielle Prozesse ablösen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Rolle die Industrie (im engeren Sinne: das produzierende Gewerbe) in Zukunft noch spielen wird. Klar ist: Auch im Zeitalter der Dienstleistungs- und der Wissensgesellschaft ist die Industrie nicht verschwunden, die materielle Produktion bleibt das Fundament der Informationsgesellschaft. Aber sie entwickelt neue Formen. Ihre technosystemgestützte Produktivität kommt ohne die großen Arbeitermassen des 19. und 20. Jahrhunderts aus. Die moderne Industrie ist smart, ihre Beschäftigten sind hoch qualifiziert, und sie ist kapitalintensiv. Dieses Buch soll daher zu einem adäquaten Verständnis von der Modernität der Industrie beitragen.

Zukunft durch moderne Industrie
Edeltraud Glänzer

Industrie tut not
Wolfgang Goos

Teil I - Industrie und Diskurs
Die Modernität der Industrie - Thesen
Birger P. Priddat und Klaus-W. West

"Vierte Industrie". Löst sich die Industriegesellschaft in der Dienstleistungsgesellschaft und in der Wissensgesellschaft auf? Ein Klärungsversuch über die anhaltende Bedeutung der Industrie
Birger P. Priddat

Die Rolle der Industrie in den gesellschaftlichen Utopien des dezentralen Kapitalismus
Johannes Weyer

Die Modernität der Industrie und die Ästhetisierung des Ökonomischen. Diskursgeschichtliche Anmerkungen zu einer aktuellen Debatte
Dirk Matejovski

Nachhaltigkeit im Wertekonflikt
Christoph Hubig

Teil II - Wertschöpfung und Nutzen
Die Rolle und Bedeutung des Industriesektors für den Strukturwandel in Deutschland
Christina Günther und André Schmidt

Produktionsorientierte Dienstleistungen oder dienstleistungs- orientierte Produktion? Eine ökonomische Polemik über einen politischen Diskurs
Michael Henze

Industrie in Deutschland: Kern wirtschaftlichen Wachstums und inländischer Wertschöpfung
Steffen Kinkel

Mythen der Modernisierung - Arbeit in der Wissensökonomie
Manfred Moldaschl

Funktionen und Nutzen der Chemischen Industrie
Michael Kleiber und Jürgen Gmehling

Die Industrie als intelligenter ökologischer Problemlöser
Matthias Braun

Teil III - Akzeptanz und Kommunikation
Akzeptanz von Industrie in unserer Gesellschaft
Volker Hauff

Technikakzeptanz in Deutschland und Europa
Johannes Weyer, Jens Kroniger und Sebastian Hoffmann

Aspekte kommunikativer Industriepolitik
Klaus-W. West

Autorinnen und Autoren
Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 28.03.2013, abgerufen am 25.04.2013. ()

"Der Sammelband ist das Ergebnis einer zweijährigen Diskussion im Rahmen der Reihe "Konzeptgruppe Modernität der Industrie" (5) zu der Frage: Welche Rolle spielt die Industrie in unserer heutigen Gesellschaft und welche Bedeutung wird sie in Zukunft haben? Ausgangspunkt der Diskussion ist Daniel Bells These vom Ende der Industriegesellschaft. In Deutschland werden 25 Prozent der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung durch die Industrie erzielt, heißt es im Beitrag von Volker Hauff. Dieser Wert liegt über dem EU?Durschnitt von 17 Prozent oder dem der USA von 13 Prozent. Die Industrie nimmt somit eine wichtige Rolle in der deutschen Volkswirtschaft ein. Zudem ist dieser Sektor aus der jüngsten Wirtschaftskrise gestärkt hervorgegangen. Priddat und West gehen davon aus, dass auch in Zukunft die Industrie weiterhin der Träger der Wirtschaftskraft in Deutschland sein wird. Um dies zu gewährleisten, müssen einerseits mehr Ressourcen für Forschung und Entwicklung aufgebracht werden, andererseits wird der Faktor Arbeit an Bedeutung gewinnen. Da hochqualifizierte Arbeitskräfte vonnöten sind, um den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen, müssen die bestehenden Sozialpartnerschaften zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern weiter vertieft werden. Auch Hauff verdeutlicht die Stellung der deutschen Industrie im Kontext großer Veränderungsprozesse. Demgemäß können die großen Herausforderungen, wie die "demografische Entwicklung" (315), die Energiewende, die Urbanisierung oder die "Rohstoff? und Energieverteuerung" (315), nur mit Hilfe der Industrie und der modernen Technik bewältigt werden. Dieser Einschätzung schließt sich Steffen Kinkel an. Er proklamiert die "zentrale Bedeutung" (210) der produzierenden Industrie auch für die Zukunft. Die Industrie? und die Dienstleistungsgesellschaft kombinierend, sieht er einen Trend hin zur Dienstleistungsarbeit im produzierenden Gewerbe, den "produktbegleitende[n] Dienstleistungen" (210). Im Ergebnis erweist sich Bells These vom Ende der Industriegesellschaft als nicht haltbar. Vielmehr befindet sich die Industrie in einem Transformationsprozess, der sie auch in Zukunft zum Kern der deutschen Volkswirtschaft macht. Aus den Analysen lassen sich Schlussfolgerungen für eine zeitgemäße Arbeitsmarkt?, Wirtschafts? und Wissenschaftspolitik ableiten. Aufgrund des wohlstrukturierten Aufbaus der einzelnen Beiträge können sich auch fachfremde Leserinnen und Leser rasch die Thematik erschließen."

Wirtschaft und Gesellschaft 39 (2013), Heft 1, S. 90-02 ()

"Allen an Fragen des wirtschaftlichen Strukturwandels interessierten LeserInnen kann dieser Sammelband empfohlen werden."

Die Mitbestimmung, 1+2/2013, S. 69 ()

"Vor genau 40 Jahren entwarf der amerikanische Soziologie Daniel Bell das Bild einer nachindustriellen Gesellschaft. Seither wird viel über das Aufkommen der Dienstleistungs- oder Wissensgesellschaft und das Ende des Industriezeitalters diskutiert. Der vorliegende Sammelband will dieser Debatte etwas entgegensetzen. ... Fazit: Die Industrie hat ihre Zukunft noch vor sich, sie entwickelt sich weiter zur "vierten Industrie", deren Produkte nicht mehr unbedingt als industriell gefertigt erkennbar sind. Im Zuge dessen und der absehbaren sozialen Veränderungen werde auch die Mitbestimmung einen neuen Sinn erhalten in Form eines kooperativen Wissensmanagements und einer Wertschöpfungsbeteiligung. Aber: "Arbeitehmer übernehmen nur Anteile, wenn sie mit der Strategie einverstanden" sind."

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the authors
Prof. Dr. Birger Priddat
Birger Priddat Lehrstuhl für Politische Ökonomie, Universität Witten-Herdecke. [more titles]
Dr. Klaus-W. West
Klaus-W.  West Geschäftsführer der Chemie-Stiftung-Sozialpartner-Akademie - CSSA [more titles]
known reviews by the publisher
  • "Aus den Analysen lassen sich Schlussfolgerungen für eine zeitgemäße Arbeitsmarkt?, Wirtschafts? und Wissenschaftspolitik ableiten." ...
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  • Wirtschaft im Revier 03/2013, S. 48
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  • Umweltjournal
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