Fridolin Brand
16 Seiten · 4,64 EUR
(September 2009)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Fridolin Brand setzt sich mit einer weiteren Leitlinie der Nachhaltigkeit auseinander: der Resilienz. Brand versteht unter (ökologischer) Resilienz die Fähigkeit eines Systems, trotz Störungen die grundlegende Struktur und die ökosystemaren Prozesse aufrecht zu erhalten. Dieser Resilienzbegriff beruhe erstens auf einer holistischen Auffassung von Ökosystemen. Zweitens gehe dieser Resilienz-Ansatz davon aus, dass Ökosysteme in der Regel alternative stabile Zustände einnehmen und zwischen diesen wechseln können (Bistabilität). Drittens werde angenommen, dass die Dynamik eines Ökosystems durch typischerweise fünf spezifische Schlüsselvariablen beschrieben werden kann. Alle diese Konzepte seien umstritten. Zudem sei die Operationalisierung des Resilienzbegriffs schwierig. Trotz dieser Schwächen betrachtet Brand die Resilienz- Theorie als eine wichtige konzeptionelle Stütze der Nachhaltigkeitsforschung. Er spricht sich jedoch dagegen aus, die Resilienz als allgemeine Leitlinie der ökologischen Dimension zu begreifen. Stattdessen sei sie auf Ebene der Spezialkonzepte anzusiedeln, um als Konzept für das nachhaltige Management von Naturkapital zu dienen.