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Tuesday, November 21, 2017
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Die Überwindung von Entwicklungsblockaden in der arabisch-nahöstlichen Welt als Dialog- und Kooperationsfeld der Kulturen
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Die Überwindung von Entwicklungsblockaden in der arabisch-nahöstlichen Welt als Dialog- und Kooperationsfeld der Kulturen

34 pages · 3.86 EUR
(September 2004)

 
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Aus der Einleitung:

Enttäuschende Entwicklungsergebnisse: Die Resultate der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse in der arabisch-nahöstlichen Region nach einem halben Jahrhundert von „Entwicklung“ und Entwicklungskooperation sind enttäuschend. Zwar hat sich das Wohlstandsniveau dort seit den 1950er Jahren deutlich verbessert, was sowohl klassische ökonomische als auch alternative Entwicklungsindikatoren belegen. Jedoch ist die Region weit hinter den Entwicklungserfolgen anderer Teile der sogenannten „Dritten Welt“ zurückgeblieben. Bezeichnend ist der Vergleich zwischen der dynamischen, inzwischen demokratischen Industrie- und High-Tech-Nation Südkorea und dem wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch seit Jahrzehnten weitgehend stagnierenden Ägypten – zwei Staaten, die zu Beginn der 1950er Jahre bei leichtem Vorteil Ägyptens über ein ähnliches Ausgangsniveau verfügen. Während sich Regierungsvertreter aus arabisch-nahöstlichen Ländern auf die erreichten (meist quantitativen) Entwicklungserfolge berufen – Erhöhung des BIP pro Kopf oder der Schüler- und Studentenzahlen, Verringerung der Kindersterblichkeit usw. – hat der erste, von arabischen Autoren verfasste „Arab Human Development Report“ (AHDR) des UNDP aus dem Jahr 2002 mit schonungsloser Offenheit eine diametral entgegengesetzte Einschätzung getroffen . Die arabisch-nahöstlichen Staaten bleiben bei wichtigen Indikatoren der wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung inzwischen sogar hinter den Durchschnittszahlen für das krisen- und bürgerkriegsgemarterte Schwarzafrika zurück.

Die Anerkenntnis dieser Fakten stellt den politisch Verantwortlichen in den betroffenen Staaten ein Armutszeugnis zu ihrer Regierungsführung aus. Sie gebietet aber auch dringend ein Nachdenken über eine Neuorientierung der bi- und multilateralen Entwicklungskooperation mit dieser Weltregion. Angesichts der desillusionierenden Ergebnisse von mehr als einem halben Jahrhundert „Entwicklung“ dort besteht spätestens seit dem Ende der 1990er Jahre die Notwendigkeit, etablierte Kooperationsmuster und -instrumentarien auf ihre weitere Tauglichkeit zu überprüfen.


quotable essay from ...
Islamische und westliche Welt
Michael von Hauff, Ute Vogt (Hg.):
Islamische und westliche Welt
the author
Prof. Dr. Ulrich G. Wurzel

lehrt an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin Volkswirtschaftslehre und Entwicklungsökonomie und arbeitet u.a. zu Fragen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Entwicklungsländern, vor allem im Nahen und Mittleren Osten. Dr. Wurzel ist als Berater für deutsche und ausländische Organisationen, Ministerien und die EU-Kommission sowie für Unternehmen tätig.