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Wednesday, December 13, 2017
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Die Zwangsläufigkeit der Freiheit

Über Präferenzwandel als Unruhestifter in sozialen Systemen

312 pages ·  24.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 3-89518-180-3 (March 1998 )

 
lieferbar in stock
 

Was determiniert die Nachfrage sozialer Systeme nach Freiheit? Mit dieser Frage beschäftigt sich der 1. Teil des vorliegenden Buches. Die Auseinandersetzung mit den Geschichtsgesetzen von Platon, Marx, Spengler, Parsons und Fukuyama sowie weniger »allwissender« Ansätze (Machiavelli, Burckhardt, Pareto, Olson, North u.a.) zeigt, daß das Auftreten gesellschaftlicher Freiheitsgrade ein hochkomplexer und offener Prozeß ist. Es zeigt sich zudem, dass die Nachfragefunktion nach gesellschaftlicher Freiheit bzw. der soziostrukturelle Wandel mit dem homo oeconomicus-Konzept nicht ausreichend gut modelliert werden kann. Ein entsprechender Modellergänzungsversuch wird im 2. Teil abgeleitet. Dort wird dem »Wirtschaftsmenschen« der »Anpassungsmensch« (homo biographicus) an die Seite gestellt, der nicht nach Nutzenmaximierung, sondern Reizverlustkompensation strebt. Zur effektiven Verwirklichung des Wunsches ist er mit einem lernenden Präferenzsystem ausgestattet. »Präferenzwandel« wird als wichtigster Motor endogener sozialer Dynamik abgeleitet.

Hinweise auf die ökonomisch irrationalen Auswirkungen der situativen Präferenzentstehung auf Finanzmärkten und auf Möglichkeiten der gezielten Präferenzmanipulation im Alltag beschließen das Buch. Es wird am Ende klar: Die Behauptung irgendeiner »Zwangsläufigkeit« in der Entwicklung sozialer Systeme geht am Wesen des Menschen vorbei.

Soziologische Revue, 2000, S. 337-339 ()

"... Hülsbömers Buch besticht durch seinen Materialreichtum, seine inhaltliche Dichte und nicht zuletzt durch seine interdisziplinäre Zugangsweise, die insbesondere im II. Hauptteil, in welchem der Autor neueste Erkenntnisse und Forschungsergebnisse der Ökonomie, Biologie, Physik, Medizin und Psychologie für seine sozialwissenschaftliche Themenstellung fruchtbar zu machen versucht, deutlich wird. Obwohl er sich um eine klare Strukturierung seiner Gedanken, Analysen und kritischen Betrachtungen bemüht, gelingt ihm dieses Unterfangen doch nur zum Teil. Nicht selten zeigen erst seine meist am Ende der Kapitel positionierten Zusammenfassungen klar und deutlich den Argumentationsverlauf seiner Arbeit auf. ... Doch bleibt Hülsbömers Plädoyer für mehr Transdisziplinarität, das er durch seine eigene Arbeit im vorliegenden Buch eindrucksvoll unterstreicht, und seine Darstellung von "Präferenzwandel", jedoch nicht ausschließlich auf die Variable Freiheit bezogen, durchaus beeindruckend und empfehlenswert. Es gelingt Hülsbömer schließlich, die Verbindung zwischen seinen Ausführungen zur Freiheit sowie zum Präferenzwandel einerseits und seiner Analyse der Transformationsprozesse in der ehemaligen Sowjetunion andererseits herzustellen und hinreichend zu begründen, obwohl der Leser bzw. die Leserin aufgrund des Titels des Werkes 'Die Zwangsläufigkeit der Freiheit' zunächst wohl Erwartungen in eine andere Richtung hegte."


known reviews by the publisher
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft-Bibliographie 3/1998, S. 1298
  • "Hülsbömers Buch besticht durch seinen Materialreichtum, seine inhaltliche Dichte und nicht zuletzt durch seine interdisziplinäre Zugangsweise" ...
    Soziologische Revue, 2000, S. 337-339 more...
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