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Thursday, April 19, 2018
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Eine Multi-Agentensimulation der Wahrnehmung wasserbezogener Klimarisiken

"Social Science Simulations"  · volume 7

326 pages ·  48.00 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-779-7 (December 2009 )

 
 

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wahrnehmung von schleichenden Risiken. Im Fokus steht dabei die Untersuchung der Art und Weise, wie Laien den Klimawandel wahrnehmen und bewerten. Am Beispiel von zwei wasserbezogenen Risiken - Trinkwasserverfügbarkeit und Überflutung - die durch den Klimawandel in Intensität und/oder Häufigkeit verstärkt werden können, werden die theoretischen Grundlagen zur Wahrnehmung solcher Risiken erarbeitet.

Darauf aufbauend wird ein eigenes konzeptuelles Modell erstellt, das psychologische Variablen, wie Zukunftsorientiertheit und Abwehrmechanismen beinhaltet. Für Teile aus diesem Modell wurden qualitative und quantitative empirische Studien durchgeführt, deren Ergebnisse präsentiert und diskutiert werden. Ausgewählte Ergebnisse dieser eigenen Empirie sowie der bestehenden Literatur münden darüber hinaus in ein Multi-Agenten System (MAS). Mit diesem MAS wurden unterschiedliche gesellschaftliche Szenarios simuliert und die Ergebnisse unter Gesichtspunkten psycho-sozialer Nachhaltigkeit bewertet. Es kann verdeutlicht werden, dass und wie erhöhte Aufmerksamkeit auf den Schutz von Trinkwasserressourcen zu Unzufriedenheit bei der Bevölkerung führen kann. Insbesondere dann, wenn weitere Gefahren, etwa durch Hochwasser aufgrund des Klimawandels zunehmen. Es wird nötig sein, einen trade-off zwischen den jeweiligen Interessen vorzunehmen. Das MAS stellt als Teil eines Entscheidungsunterstützungssystems ein insbesondere für Entscheidungsträger im Bereich Wasserwirtschaft und der Politik interessantes Mittel dar, mögliche "Nebenwirkungen" im sozialen Bereich abzuschätzen.


zusätzliche Downloads:
Quellcode des Agenten-Modells

Pro Zukunft, 2010, Heft 4, S. 28-29 ()

"Die Menschen leben und handeln im Alltag immer auch klimarelevant. Wie sie schleichende Risiken wahrnehmen und speziell den Klimawandel bewerten, ist Gegenstand der vorliegenden Dissertation. Am Beispiel von zwei wasserbezogenen Risiken - Trinkwasserverfügbarkeit und Überflutung - die sich durch den Klimawandel in Intensität und/oder Häufigkeit verstärken können, erarbeitet Roman Seidl die theoretischen Grundlagen der Wahrnehmung solcher Risiken. ...

Fazit: Bei der Frage nach der Alltagsrelevanz schneidet der Klimawandel bisher schlecht ab. Die Erforschung der Risikowahrnehmung belegt zwar, dass gewissee Zusammenhänge mit Problemen wie Armut und Bevölkerungswachstum gesehen werden, andere Dinge dagegen wenig Aufmerksamkeit finden. Dies zeigt sich etwa bei der Verwechslung der Treibhaus- mit der Ozonproblematik, dem Aspekt der langen Zeiträume sowie bei unterschwelligen Prozessen. Deutlich wurde auch, dass zwar für alle bestimmte Eigenheiten der menschlichen Wahrnehmung und Beurteilung gelten, einige Menschen aber stärker beunruhigt sind als andere."




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  • Pro Zukunft, 2010, Heft 4, S. 28-29 more...
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