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Friday, November 24, 2017
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Eine Schlüsselgröße für Konflikte: Der männliche Youth Bulge
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Eine Schlüsselgröße für Konflikte: Der männliche Youth Bulge

19 pages · 4.06 EUR
(October 2016)

 
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Aus der Einleitung:

In der empirischen Konfliktforschung waren demographische Faktoren lange Zeit verpönt und dienten bestenfalls als Kontrollvariable. So blieben die Bevölkerungsgröße und die Bevölkerungsdichte lange Zeit die einzigen demographischen Faktoren in statistischen Analysen zu den Determinanten von Konflikten. Dagegen standen Armut, Ungleichheit, politische Ideologie, Ressourcenreichtum, Diktatur oder kulturelle Differenz im besonderen Fokus, die scheinbar die wichtigsten Erklärungsgrößen für Konflikte und Kriege waren.

Das Verdienst von Gunnar Heinsohn ist es – in seinem Buch Söhne und Weltmacht (2003) – auf eine vernachlässigte Variable aufmerksam gemacht zu haben: die spezifische Ausformung bzw. Wölbung der Bevölkerung. Die Kernthese Heinsohns ist die sogenannte Youth-Bulge-These, nach der ein großer Bevölkerungsanteil nach Status und Anerkennung strebender junger Männer (etwa im Alter von 14-29) ohne ausreichende Zukunftsperspektiven das Risiko zwischenstaatlicher, aber vor allem innerstaatlicher Konflikte erhöht. Mit seiner Studie will er "zeigen, dass es bei überzähligen jungen Männern so gut wie immer zu blutigen Expansionen sowie zur Schaffung und Zerstörung von Reichen kommt". Er greift damit eine durch den Politikwissenschaftler Gary Fuller anhand des Tamilenkonflikts in Sri Lanka und der Studentenunruhen in Südkorea formulierte These auf, die auch Einzug in Samuel Huntingtons "Kampf der Kulturen" gefunden hat.


quotable essay from ...
Jan Beaufort, Frank Decker (Hg.):
"Eigentum, Zins und Geld" nach 20 Jahren
the author
Prof. Dr. Uwe Wagschal
Uwe Wagschal

Inhaber der Professur für Vergleichende Regierungslehre und Prodekan der Philosophischen Fakultät an der Universität Freiburg i. Br. Schwerpunkt seiner Arbeiten sind vergleichende Staatstätigkeitsforschung, direkte Demokratie, vergleichende Analyse politischer Systeme (mit dem Schwerpunkt Deutschland) und Konfliktforschung.