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Friday, April 20, 2018
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Entwicklungsökonomisches Denken in Großbritannien

Zum Beitrag der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933

"Hochschulschriften"  · volume 51

336 pages ·  39.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 3-89518-220-6 (May 1999 )

 
lieferbar in stock
 

Die Entwicklungsökonomie als eigenständige wirtschaftswissenschaftliche Disziplin ist in den Jahren während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Entscheidende Impulse dazu gingen von jenen Wirtschaftswissenschaftlern aus, die aus dem deutschen Sprachraum sowie den Ländern Ost- und Südosteuropas vor dem Nationalsozialismus nach Großbritannien fliehen mußten.

Begünstigt wurde die Entstehung der neuen Disziplin in Großbritannien u.a. durch den mit der Keynesschen Theorie eingeläuteten Paradigmenwechsel, die heterodoxe intellektuelle Herkunft der Emigranten, die Planungserfordernisse im Rahmen der britischen Kriegswirtschaft und zur Vorbereitung der Wiederaufbauphase sowie durch das erfolgreiche »Lobbying« südosteuropäischer Exilregierungen in London für Entwicklungspläne in dieser Region.

Die Arbeit verknüpft diese unterschiedlichen Themenstränge zu einem Tableau des frühen entwicklungsökonomischen Denkens. Vor einem institutionengeschichtlichen Hintergrund werden die Forschungsbeiträge von H.W. Arndt und P.N. Rosenstein-Rodan, teilweise bislang unveröffentlichte Beiträge von F.A. Burchardt, E.F. Schumacher und K. Mandelbaum sowie das Forschungsprogramm des aus Rumänien stammenden D. Mitrany in einem dogmenhistorischen Kontext analysiert. Damit werden in dieser Studie nicht nur die Wirkungen des durch den Nationalsozialismus ausgelösten 'brain drain' für die Herausbildung einer jungen Forschungsdisziplin exemplarisch dargelegt, sondern vor allem wichtige intellektuelle Wurzeln der Entwicklungsökonomie sichtbar.

  • Einführung
  • Theoretische und methodische Herangehensweise - Paradigmen in der Entwicklungsökonomie
  • Einflußfaktoren auf die Theoriebildung in der Entwicklungsökonomik
    1. Ökonomische Rahmenbedingungen
    2. Zielformulierungen in der frühen entwicklungsökonomischen Diskussion
    3. Wirtschaftstheoretische Bausteine der Entwicklungsökonomik
      3.1 Zum Beitrag der ökonomischen Orthodoxie
      3.2 Klassische Politische Ökonomie
      3.3 Schumpetersche Entwicklungstheorie
      3.4 Externalitäten und steigende Skalenerträge als Ursachen des Marktversagens
      3.5 Die Keynessche Revolution
      3.6 Zur Planungsdebatte in Rußland in den 1920er Jahren

  • Von den kriegswirtschaftlichen zu den entwicklungsökonomischen Studien - der britische Beitrag
    1. Wissenschaftsorganisation am Nuffield College
    2. Das Oxford Institute of Statistics
    3. Das Royal Institute of International Affairs
    4. Rosenstein-Rodan zu den Problems of Industrialisation of Eastern and South-Eastern Europe
    5. Gemeinsame Forschungsaktivitäten von Nuffield College Social Reconstruction Survey, Oxford Institute of Statistics und Chatham House
    6. Entwicklungsökonomische Ansätze am Political and Economic Planning

  • Die Bedeutung der intellektuellen Biographien der emigrierten Entwicklungsökonomen
    1. Zu den intellektuellen Karrieren der emigrierten Ökonomen
    2. Grundmuster der Emigrationswege
      2.1 Die Emigration nach Großbritannien als Zwischenstation und als endgültiges Zufluchtsland
      2.2 Emigration in die Vereinigten Staaten und in andere Zufluchtsländer
    3. Emigration und Entwicklungsökonomik - das Beispiel Hans W. Singer

  • Schlußbemerkung

    Anhang 1:
    Nuffield College Private International Conference. Prospects of Economic Development in South-Eastern Europe
    Anhang 2:
    Committee on Reconstruction. Economic and Statistical Seminar of British and Allied Economists
    Anhang 3:
    Lebensdaten der emigrierten deutschsprachigen Mitarbeiter des OIS und des RIIA 1939 bis 1945
    Anhang 4:
    Biographische Daten zu den Entwicklungsökonomen unter den deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigranten


  • known reviews by the publisher
    • Research on British History in the Federal Republic of Germany 1998-2000, S. 85-86
    • Wirtschaft und Gesellschaft, 2/2000, S. 309-311
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