Veronika Nölle / Reinhard Pfriem
18 Seiten · 4,70 EUR
(September 2006)
Aus der Einleitung:
Andere bzw. neue ernährungskulturelle Optionen wollen erlebt sein. Das Wetter in Ostfriesland ist prinzipiell schlechter als in Umbrien oder in der Toskana, aber das dortige cena sociale (gemeinsames Mahl am Abend) stand Pate bei der Idee, zu unterschiedlichen Jahreszeiten, an unterschiedlichen Orten und natürlich nicht nur draußen, sondern auch drinnen Ostfrieslandmahle zu organisieren.
Das ließ sich im ersten Anlauf natürlich nicht so angehen wie in Mittelitalien, wo nicht etwa die lokale Gastronomie, sondern Familien, Private das Kochen und Servieren in die Hand nehmen. Angesichts des Fehlens einer einschlägigen Tradition sind die Ostfrieslandmahle bislang mit professionellen Gastronomen durchgeführt worden, vorrangig aus dem von ONNO initiierten Gastronomennetzwerk OSTFRIESLAND KULINARISCH.
Die Aufgabenstellung der Ostfrieslandmahle im Rahmen des Projektes OSSENA bezog sich in der bisherigen Projektlaufzeit auf zwei Zielsetzungen:
1. möglichst breit in der Region die Idee unters Volk zu bringen, sich mit der eigenen Ernährung (wieder) mehr zu beschäftigen und dabei aus verschiedenen Gründen, darunter (möglicherweise?!) auch den eigenen Bedürfnissen nach Genuss und Geschmack, vor allem auf regionale, saisonale und nachhaltig erzeugte Produkte zu orientieren,
2. mittels Fragebogenaktion bei diesen Gelegenheiten etwas zu erfahren über die ernährungskulturellen Dispositionen der Gäste wie auch Ansatzpunkte für Veränderungen bzw. Hemmnisse dafür, stärker auf regionale, saisonale und nachhaltig erzeugte Produkte zu orientieren.