Fritz Helmedag
13 Seiten · 5,34 EUR
(Dezember 2009)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
In seinem Beitrag "Europäische Geldpolitik in der Krise" zeigt Fritz Helmedag auf, dass sich in der aktuellen Finanzkrise die europäische Geldpolitik selbst in einer Krise befindet. Er begründet seine Ansicht mit der mangelhaften theoretischen Fundierung der Geldpolitik der EZB in der Nachfolge der Deutschen Bundesbank. Insbesondere gehe sie davon aus, dass Zinssatz und Preisniveau negativ korreliert seien, sodass ein steigender Leitzinssatz den Preisauftrieb dämpft. Dies sei aber fraglich, denn teuere Kredite, also höhere Kreditkosten, schlagen sich in höheren Preisen nieder. Außerdem erzeuge eine höhere erzielbare Rendite in der monetären Sphäre einen Druck, über steigende Preise auch in der realen Sphäre höhere Gewinne zu erwirtschaften. Der Autor negiert auch die verbreitete Auffassung, dass es die Niedrighaltung der Zinssätze war, die Investoren zum Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken und Finanzinstitute zur Gewährung von Krediten an Personen ohne ausreichendes Einkommen verleitete.