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Monday, December 18, 2017
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Fakten und Fiktionen in der New Economy-Debatte
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Fakten und Fiktionen in der New Economy-Debatte

68 pages · 8.76 EUR
(May 2005)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der USA in den 1990er Jahren wirft für (europäische) Ökonomen und Politiker die Frage nach deren Ursachen auf. Während in Europa das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung nur geringfügig zunahmen, war insbesondere die zweite Hälfte der 1990er Jahre durch eine hohe Wachstumsdynamik in den USA gekennzeichnet. Vielfach wurde diese Situation als etwas Neues betrachtet, das neue Regeln in der Ökonomie bedingen würde. Hagen Krämer untersucht, wo sich bei der New Economy wirklich Neues finden lässt. Die ausführliche Darstellung der makroökonomischen Entwicklung der US-amerikanischen Volkswirtschaft in den 1990er Jahren erhellt das Ausmaß der Wirkungen von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) auf Inflation, Wachstum und Beschäftigung und befasst sich darüber hinaus mit der Frage nach der Dauerhaftigkeit der festgestellten Prozesse. Bemerkenswert ist vor allem die Beschleunigung des Produktivitätsfortschritts. Da der Begriff der New Economy nicht nur für die wirtschaftliche Situation der USA am Ende des 20. Jahrhunderts verwendet wird, sondern darunter auch – wesentlich enger gefasst – entweder die Entstehung des IKT-Sektors oder der Aktienboom in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre subsumiert werden, wendet sich der Autor diesen Aspekten zu. Insbesondere die Erklärung des teilweise als irrational bezeichneten Anlegerverhaltens gegenüber Unternehmen des IKT-Sektors ist hierbei von Interesse. Unterliegt eine Ökonomie, die zunehmend IKT produziert und einsetzt, anderen ökonomischen Regeln als eine durch das Verarbeitende Gewerbe geprägte Volkswirtschaft, so dass sich neue Bewertungskriterien an der Börse bewähren? Tatsächlich legt die Existenz von Netzwerkeffekten auf den ersten Blick nahe, dass sich in IKT-Branchen marktbeherrschende Unternehmen herausbilden können, die das Potenzial für hohe Extragewinne besitzen. Entsprechende Erwartungen auf der Anlegerseite führen dann zu nach traditionellem Verständnis außergewöhnlich stark steigenden Aktienkurse. Es wird jedoch deutlich, dass die spezifischen Eigenschaften von IKT-Gütern nicht die bekannten Regeln der Ökonomie außer Kraft setzen. Die neuen Technologien werden aber den Prozess des Strukturwandels beeinflussen und vor allem die Tertiarisierung vorantreiben.


quotable essay from ...
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Prof. Dr. Hagen Krämer
Hagen Krämer

geb. 1963, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Karlsruhe. Zuvor wiss. Mitarbeiter am Institut für Konjunktur- und Strukturforschung (Universität Bremen) anschließend beschäftigt als Volkswirt in einem internationalen Industrieunternehmen. Arbeitsschwerpunkte: Einkommensverteilungstheorie und -politik, Dienstleistungsökonomik, Ökonomische Theoriegeschichte.

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