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Sunday, December 17, 2017
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Finanzierungsstrukturen in der Grundschule und Sekundarstufe I und II
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Finanzierungsstrukturen in der Grundschule und Sekundarstufe I und II

15 pages · 3.21 EUR
(September 2004)

 
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Aus der Einleitung:

Das Schulsystem in Deutschland ist so differenziert, dass es kaum möglich ist, von einem deutschen System zu sprechen. Vielmehr handelt es sich um 16 unterschiedliche und historisch entstandene Strukturen, die sich insbesondere in der Sekundarstufe I (Klassen 5 – 10) von Land zu Land unterscheiden.

Grob lässt sich zwischen der Grundschule Klassen 1 bis 4 (in Brandenburg und Berlin bis Klasse 6), den weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I (Jahrgänge 5–10) und die Sekundarstufe II (Jahrgänge 11–12/13; Gymnasium und Berufliche Schulen) unterscheiden. Nach dem gemeinsamen Unterricht in Klasse 1 bis 4(6) werden die Schüler je nach Bundesland in zwei (z.B. Sachsen mit Gymnasium und Mittelschule) bis fünf (z.B. Rheinland-Pfalz) verschiedene Schulformen aufgeteilt. Dazu kommen die Sonder- bzw. Förderschulen für Kinder mit besonderem Förderbedarf (ca. 4 % der Schüler). Selbst das in allen Bundesländern ab Klasse 5 angebotene Gymnasium entwickelt sich in den letzten Jahren hinsichtlich der Länge der Schulzeit (acht oder neun Jahre) von Land zu Land unterschiedlich.

Besonders deutlich beleuchtet wurde der föderale Aspekt unseres Schulsystems mit den Ergebnissen der deutschen Ergänzungsstudie PISA E, in der erstmals ein innerdeutscher Vergleich von Schülerleistungen in den zentralen Grundkompetenzen (Literacy, mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen) erfolgte. Die Schülerleistungen der 15-Jährigen unterscheiden sich um bis zu eineinhalb Schuljahre. Ursachen dafür sind komplexer Natur und sowohl in den wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Schulen begründet, wie auch in den einzelnen Schulen und Schulformen selbst.

Die Ausstattung der Schulen, die Anzahl der erteilten Unterrichtsstunden, die Zahl der Lehrkräfte etc. sind nur einige Punkte, die maßgeblich von der wirtschaftlichen und strukturellen Situation der Länder und Kommunen abhängig sind. So schwankt z.B. die Arbeitslosenquote zwischen ca. 21 % in Sachsen-Anhalt und 6 % in Baden-Württemberg, das pro Einwohner verfügbare Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt zwischen ca. 42.000 € in Hamburg und ca. 15–16.000 € in den östlichen Bundesländern. Aber auch innerhalb einzelner Bundesländer gibt es zwischen den Regionen teils erhebliche Unterschiede, die sich in der Ausstattung der Schulen niederschlagen.


quotable essay from ...
Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure
Dominik Haubner, Erika Mezger, Hermann Schwengel (Hg.):
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the author
Dr. Eva-Maria Stange
Eva-Maria Stange

Jg. 1957; Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft seit 1997, Frankfurt am Main.

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