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Wednesday, December 13, 2017
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Gabe oder Geld?
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Gabe oder Geld?

Zwei Denkformen bei Franz von Baader

23 pages · 4.19 EUR
(November 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Als im Jahre 1826 die Ludwig Maximilians Universität von Landshut nach München verlegt wurde, hielt ein Philosoph die Eröffnungsrede, der zugleich Theologe, (praktischer wie theoretischer) Naturwissenschaftler und Theosoph war: Franz von Baader. In thematischer Nähe zu jener Rede, welche Fichte als Rektor der neugegründeten Berliner Universität ungefähr ein Dutzend Jahre zuvor gehalten hatte, betitelte Baader sie mit "Über die Freiheit der Intelligenz". Baader wie Fichte sehen in der Denkfreiheit ein politisches Gebot der Stunde, welches zu den unveräußerlichen Menschenrechten gehört, wie Fichte formuliert. Doch der Münchner, "jener tief- und scharfsinnige Philosoph, seit langer Zeit einer der ersten Deutschlands" setzt einen etwas anderen Akzent als der Berliner: Die Freiheit der Intelligenz ist ihm Voraussetzung, Bedingung und Garant des Sozialen.

Im Folgenden sei dieser These und ihren Folgen in Baaders Denken nachgegangen, indem sie im ersten Teil anhand der genannten Rede erläutert wird. Im Weiteren werden Baaders darauf fußenden Überlegungen aus dem 1835 publizierten Aufsatz "Über das dermalige Missverhältnis der Vermögenslosen oder Proletairs zu den Vermögen besitzenden Klassen der Societät in Betreff ihres Auskommens, sowohl in materieller, als intellektueller Hinsicht auf dem Standpunkt des Rechts betrachtet" in den Blick genommen, um an ihnen zu zeigen, wie scharf Baader sowohl die Denkform des Geldes wie diejenige der Gabe zu beurteilen wusste. Schließlich wird Baaders Sozialphilosophie im Ganzen seines Ansatzes verankert, um die Notwendigkeit einer metaphysisch verorteten Vernunft für eine zum Geld alternative Denkform als Existenzphilosophie zu zeigen.


quotable essay from ...
Geld! Welches Geld?
Karl-Heinz Brodbeck, Silja Graupe (Hg.):
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