Elisabeth Springler
19 Seiten · 4,62 EUR
(November 2009)
Aus der Einleitung:
Der Beitrag „Geldtheorie und Instabilität des Finanzmarkts. Postkeynesianische Ansätze des endogenen Geldes“ greift das Paradigma der fundamentalen Unsicherheit auf und versteht sich als Kontrapunkt zu den vorherrschenden standardökonomischen Ansätzen, die hier vor allem die neoklassische Synthese umfassen, aber auch neuere neo-keynesianische Modelle. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Strömungen des endogenen Geldes, die dem Postkeynesianismus zugeschrieben werden: Horizontalisten, Strukturalisten und die Zirkulationstheorie. Die Unterschiede zwischen diesen Strömungen werden herausgearbeitet. Nachdem vor dem Hintergrund der derzeitigen globalen Krise der Instabilitätshypothese von Hyman Minsky eine besondere Bedeutung zukommt, wird diesem Ansatz ein separater Abschnitt gewidmet. Zwar ist auch bei Minsky die Endogenität des Geldes ein wichtiger Bestandteil der Konzeption, doch anders als die drei vorgestellten Strömungen, widmet sie sich der daraus folgenden finanzmarktlichen Instabilität. Die postkeynesianisch geldtheoretische Analyse gewinnt durch die steigende Globalisierung an realwirtschaftlicher Relevanz und hat im Gegensatz zu den eingangs erwähnten standardökonomischen Strömungen auch im Hinblick auf die derzeitige Krise einen empirischen Erklärungswert.