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Monday, December 11, 2017
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Geschichte, Geschichten, Ökonomie: über Zeitlichkeit, Prozesse, Nichtwissen und Entscheidungen
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Geschichte, Geschichten, Ökonomie: über Zeitlichkeit, Prozesse, Nichtwissen und Entscheidungen

Anmerkungen zu einer Philosophie des Marktes

29 pages · 6.21 EUR
(May 2017)

 
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Aus der Einleitung:

Wir haben uns angewöhnt, die Wirtschaft als ein System zu betrachten: als Gleichgewichtssystem, als komparative Statik, als evolutionäres System. Dass diese Systeme selber eine Geschichte haben, kommt in der ökonomischen Theorie nicht vor. Wir ordnen sie höchstens wirtschafts- und theoriegeschichtlich ein. Das aber ist hier nicht gemeint: jedes Gleichgewicht ist ein Ergebnis eines Prozesses, d.h. einer eigenen Geschichte. Nur dass dieser Prozess im Resultat verschwunden ist. Die Ökonomik denkt nicht geschichtlich1, operiert aber – sich selber verdeckt – geschichtlich.

Man ist unter Ökonomen inzwischen der Auffassung, die Ökonomik müsse 'nicht mehr' geschichtlich denken, nachdem sie ihre historische Methode Ende des 19. Jahrhunderts eliminiert hatte und seither als funktional-optimierende Theorie – als Theorie effizienter Allokation – exzellent ausgearbeitet und erfolgreich sei. Es gibt nur wenige Ökonomen, die die Geschichte der Ökonomie – nicht nur als Theoriegeschichte, sondern als großen geschichtlichen Entwurf – anbieten. Aber die laufenden Prozesse der Märkte, ihre Interrelation zur Politik, Gesellschaft und ihrer Kultur geschichtlich zu analysieren, geschweige denn die Marktprozesse als eigene Geschichten, ist rar und nicht zum Standard moderner ökonomischer Methode zu rechnen.


quotable essay from ...
Die Welt kostet Zeit
Birger P. Priddat, Verena Rauen (Hg.):
Die Welt kostet Zeit
the author
Prof. Dr. Birger Priddat
Birger Priddat

Lehrstuhl für Politische Ökonomie, Universität Witten-Herdecke.

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