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Monday, December 18, 2017
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Geschlechterverhältnisse in der Ökonomie

305 pages ·  19.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 3-89518-543-4 (March 2006 )

5 Seiten Register

 
lieferbar in stock
 

Die in Institutionen festgeschriebenen, sich im täglichen Handeln aktualisierenden Beziehungen zwischen den Geschlechtern strukturieren das Leben der Menschen. Sie sind integraler Bestandteil der Reproduktions- und Produktionsverhältnisse einer Gesellschaft. Eher zurückhaltend bei der Berücksichtigung dieser Verhältnisse war bislang die ökonomische Theorie. Weder hat sich eine feministische Ökonomik etablieren können noch hat sich eine Feminisierung der Lehrbuchökonomik ergeben.

Ziel des Bandes ist es, die Diskussionen um Ökonomie und Geschlecht zu vertiefen und den aktuellen Stand derjenigen Forschung zu dokumentieren, die Geschlechterverhältnisse an zentraler Stelle in die Theoriebildung und Forschung integriert. Zu klassischen Politikfeldern wie der Beschäftigungs- oder der Gesundheitspolitik liefert der Band einführende und mit empirischem Material angereicherte Analysen. Sowohl die (Nicht-) Berücksichtigung der Geschlechterverhältnisse in der ökonomischen Forschung als auch Bausteine einer geschlechtergerechten Ökonomik werden behandelt.

  • Torsten Niechoj und Marco Tullney
    Einleitung
  • Torsten Niechoj und Marco Tullney
    Ökonomie - ein geschlechterloser Gegenstandsbereich?
  • Maria Funder
    Gender: (K)einThema der Wirtschaftssoziologie?!
  • Frigga Haug
    Marxistische Theorien und feministische Debatten
  • Ulla Knapp
    Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik
  • Lutz C. Kaiser
    Vom Leit- zum Streitbild: Normalarbeitsverhältnis - quo vadis?
  • Astrid Ziegler
    Differenzierung und Diskriminierung beim Erwerbseinkommen
  • Mechthild Veil
    Neue Akteure und Geschlechterbilder der Rentenreform 2001
  • Simone Leiber
    Gesundheitspolitische Reformpfade aus der Geschlechterperspektive
  • Mascha Madörin
    Plädoyer für eine eigenständige Theorie der Care-Ökonomie
Femina Politica 1/2007, S. 132-133 ()

"Wie lassen sich hierarchisch strukturierte Geschlechterverhältnisse durch ökonomische Ansätze erklären. Setzen sich ökonomische Theorien mit der Geschlechterproblematik auseinander und wenn ja, wie? Diese Fragen stehen im Zentrum des Sammelbandes von Torsten Niechoj und Marco Tullney. Geschlechterverhältnisse sind, so die Herausgeber, konstitutiv für die Art und Weise der wirtschaftlichen Beziehungen innerhalb der Gesellschaft, wirken aber auch - oftmals verdeckt - konstitutiv für ökonomische Themen. Um diesen verdeckten Spuren nachzugehen, sind die ersten drei Beiträge des Bandes der Auseinandersetzung mit gängigen Theorien der Ökonomie gewidmet, von der Haushaltsökonomie und den new home economics von Gary S. Beecker über Neo-Institutionalismus bis hin zu marxistischen Ansätzen. ...

Nach dieser theoretisch gelagerten Debatte wendet sich der Band der Auseinandersetzung mit einzelnen Politikfeldern zu, in denen die Dimensionen von Geschlecht in den ökonomischen Verhältnissen hervortreten. Ulla Knapp betrachtet Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik, Lutz C. Kaiser widmet sich der Frage "Vom Leit- zum Streitbild: Normalarbeitsverhältnis - quo vadis?", Astrid Ziegler untersucht Differenzierung und Diskriminierung beim Erwerbseinkommen, Mechthild Veil analysiert die Rentenreform 2001, Simone Leiber die Gesundheitspolitik und Mascha Madörin plädiert abschließend für eine eigene Theorie der Care-Ökonomie. Die detailreichen Beiträge des Bandes bieten einen empirisch fundierten Überblick über die einzelnen Politikfelder. ...

Der Sammelband von Niechoj und Tullney liefert einen relativ umfassenden Überblick über verschiedene Ansatzpunkte und Ansatzweisen, Geschlechterverhältnisse ökonomisch und Ökonomie aus Geschlechterperspektive zu betrachten. Ins Auge springt jedoch, dass der Bereich der internationalen Beziehungen vernachlässigt wird - Entwicklungen wie die global care chain finden lediglich in einzelnen Absätzen Beachtung. Darüber hinaus bietet der Band jedoch durch seinen umfassenden Ansatz einen hervorragenden Einstieg in der Thema, was ihn m.E. insbesondere für den Einsatz in Lehrveranstaltungen empfiehlt. Last but not least zeichnet sich das Buch durch besonders gute Verständlichkeit und Lesbarkeit aus."



Z - Nr- 69, März 2007, S. 195-196 ()

Torsten Niechoj und Marco Tullney verfolgen mit dem von ihnen herausgegebenen Sammelband ... zwei Ziele: Sie wollen erstens "dokumentieren, wie geschlechtssensible Analysen staatliches Handeln in klassischen Politikfeldern sehen sowie aktuelle Entwicklungen interpretieren. Zweitens soll der Stand feministischer Theoriebildung soweit sie für die ökonomische Diskussion einschlägig ist, aufgearbeitet werden". Diesen selbst gesteckten und doch recht hohen Zielen - dies sei hier als Urteil schon einmal vorweggenommen - wird die Publikation in jeder Hinsicht gerecht.

Insgesamt muss den beiden Herausgebern bescheinigt werden, dass sie ein thematisch gut strukturiertes und gut lesbares Buch zusammengestellt haben. Zwar haben die Bewertungen und Urteile in den einzelnen Aufsätzen zum Teil einen fast schon resignativen Unterton. Allerdings spricht dies nicht gegen das Buch, sondern für die Nüchternheit der Autorinnen und Autoren in ihren Einschätzungen. Wer sich mit Stand und Perspektiven der Geschlechterforschung in der ökonomischen Wissenschaft auseinandersetzen will, kommt um das Buch von Tullney und Niechoj nicht herum.

wiso-Info, 2/2006 DGB ()

"Die Herausgeber Torsten Niechoj und Marco Tullney haben eine facettenreiche Auswahl getroffen und eine Reihe interessanter Aufsätze zum Thema "Geschlechterverhältnisse in der Ökonomie" zusammengestellt. Trotz der thematischen Vielfalt lässt sich als gemeinsamer Tenor aller Autoren die Feststellung ausmachen, dass Frauen in Deutschland im Erwerbsleben und dem daran gekoppelten Bereich der Sozialleistungen ökonomisch benachteiligt werden."

Insgesamt liefert die Herausgeberschrift einen informativen und vielfältigen Überblick zum Thema.



Efas Newsletter 9/ Mai 2006 (Economic feminism and sciences) ()

"Die Beiträge dieses Sammelbandes liefern auf jeden Fall wertvolle Anregungen, indem sie auf Erklärungsdefizite bestehender Forschungsansätze hinweisen und Ansatzpunkte für künftige theoretische Erweiterungen identifizieren. ... Gefolgt werden die beiden grundsätzlichen Beiträge [von Maria Funder und Frigga Haug] von einer Reihe von Aufsätzen zu aktuellen wirtschaftspolitischen Problembereichen, deren (ganz offensichtliche) Gender-Implikationen in Theoriebildung wie Politikgestaltung zumindest vernachlässigt werden. Ulla Knapp zeigt dies für die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik; Lutz Kaiser für die Entwicklung und Organisation von Erwerbsgesellschaften und Arbeitsverhältnissen; Mechthild Veil für die Rentenpolitik und Simone Leiber für die Gesundheitspolitik."


the authors
Prof. Dr. Torsten Niechoj
Torsten Niechoj Hochschule Rhein-Waal, Fakultät Kommunikation und Umwelt. Zuvor: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. [more titles]
Marco Tullney
ist Politikwissenschaftler und promoviert zur Zeit im Bereich der Räumlichen Soziologie zu den Auswirkungen von Überwachungstechnologien. [more titles]
known reviews by the publisher
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft - Bibliographie 2/2007
  • "Darüber hinaus bietet der Band jedoch durch seinen umfassenden Ansatz einen hervorragenden Einstieg in der Thema, was ihn m.E. insbesondere für den Einsatz in Lehrveranstaltungen empfiehlt." ...
    Femina Politica 1/2007, S. 132-133 more...
  • "Wer sich mit Stand und Perspektiven der Geschlechterforschung in der ökonomischen Wissenschaft auseinandersetzen will, kommt um das Buch von Tullney und Niechoj nicht herum." ...
    Z - Nr- 69, März 2007, S. 195-196 more...
  • WSI Mitteilungen 8/2006, S. 466
  • "Insgesamt liefert die Herausgeberschrift einen informativen und vielfältigen Überblick zum Thema." ...
    wiso-Info, 2/2006 DGB more...
  • stattweb.de
  • "Die Beiträge dieses Sammelbandes liefern auf jeden Fall wertvolle Anregungen" ...
    Efas Newsletter 9/ Mai 2006 (Economic feminism and sciences) more...
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