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Montag, 21. Mai 2012
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Governanceökonomik: Die Firma als Nexus von Stakeholdern
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Josef Wieland

Governanceökonomik: Die Firma als Nexus von Stakeholdern

Eine Diskussionsanregung

24 Seiten · 7,41 EUR
(Juli 2008)

 
Ich bin mit den AGBs, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden
 
 

Aus der Einleitung des Herausgebers:

Mein eigener Beitrag verfolgt das Ziel, ein strikt ökonomisches Konzept des Stakeholdermanagements zu entwickeln. Die theoretische Disposition für dieses Unterfangen ist die Governanceökonomik, die definiert wird als die Lehre von der Führung, dem Management und der Kontrolle von Kooperationsbeziehungen durch adaptiv effiziente Governancestrukturen. In dieser Perspektive sind Unternehmen nicht nur eine Form der Governance von Stakeholderbeziehungen – sie sind vielmehr in einem konstitutiven Sinne zu verstehen als ein Nexus von Stakeholderbeziehungen. Die Governance dieses Netzwerks wird definiert als ein zweistufiger Prozess der Identifizierung und Priorisierung der relevanten Stakeholder eines Teams, die ihrerseits wiederum definiert sind als Ressourcenbesitzer, die gemeinsam ein Unternehmen konstituieren und operativ reproduzieren. Die governanceökonomische Betrachtung der Firma definiert deren Wesen daher als einen vertraglichen Nexus von Stakeholderressourcen und Stakeholderinteressen, dessen Funktion in der Governance, eben in der Führung, dem Management und der Kontrolle der Ressourcenbesitzer mit dem Ziel der wirtschaftlichen Wertschöpfung und der Ausschüttung einer Kooperationsrente liegt. Mit dieser theoretischen Linse werden dann die herkömmlichen Theorien des Stakeholdermanagements kritisch diskutiert. Dabei richtet sich der Blick primär auf die allgemein anerkannten Schwächen der Stakeholdertheorie, nicht nur darauf, dass sie über keine allgemein anerkannte Definition dessen verfügt, was ein Stakeholder ist, sondern auch und vor allem, dass sie in der Frage der Identifizierung und der Priorisierung der Stakeholder erhebliche theoretische Desiderate hat. Der Klärung dieser offenen Fragen widmet sich mein Beitrag und macht einen Vorschlag zur Sache.


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Der Autor
Prof. Dr. Josef Wieland
Josef Wieland ist Direktor des Konstanz Institut für WerteManagement sowie des Zentrums für Wirtschaftsethik. Am 12. April 2005 erhielt er den Landesforschungspreis 2004 des Wissenschaftsministeriums Baden-Württenberg, mit dem insbesondere seine Arbeiten zur Unternehmensethik und das von ihm entwickelte WerteManagementSystem ausgezeichnet wurde. Der Preis ist mit 100.000 Euro der höchstdotierte Preis eines Bundeslandes. [weitere Titel]