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Sunday, April 22, 2018
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Heldinnen der Arbeit?
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Heldinnen der Arbeit?

Zur Entwicklung geschlechtsspezifischer Berufspräferenzen in Ost- und Westdeutschland

27 pages · 4.85 EUR
(January 2015)

 
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Abstract:

We study the evolution of gender differences in preferences in East and West Germany. Against the background of higher female labour force participation in the former GDR but comparable levels of occupational segregation, we investigate the gender-gaps in preferences for specific job attributes separately for East and West Germany and how these gaps change over time. Based on the German General Social Survey (ALLBUS) 1991, 2000 and 2010, analyses reveal greater gender differences in preferences for extrinsic job attributes in the East in 1991 and equally large gender gaps in social attributes for both parts of the country. Until 2010, nearly all gender gaps in preferences have vanished in the East, whereas in the West, they expanded.

Aus der Einleitung:

Trotz zahlreicher gleichstellungspolitischer Maßnahmen und unstrittiger Erfolge zeigen sich die wesentlichen Geschlechterunterschiede auf dem deutschen Arbeitsmarkt in den letzten Jahren nahezu unverändert. Frauen verdienen durchschnittlich weniger als Männer und sie sind seltener und in geringerem Umfang erwerbstätig. Sie unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger zugunsten der Kindererziehung oder anderer familialer Verpflichtungen.

Am Beispiel des Gender-Pay-Gaps, der Entgeltlücke, konnten zahlreiche empirische Studien zeigen, welche enorme Bedeutung Geschlechterunterschieden in beobachtbaren Merkmalen zukommt: Ein Großteil erklärt sich dadurch, dass Frauen im Durchschnitt nach wie vor geringer qualifiziert sind, häufiger in Teilzeit, in anderen Berufen, Branchen und Betrieben arbeiten, sowie eine geringere Kontinuität in ihren Erwerbsverläufen aufweisen als Männer. Alle diese Faktoren sind das Resultat individueller Entscheidungen, welche Ökonom/innen in der Regel als "offenbarte" Präferenz deuten.

Unklar bleibt bei dieser Interpretation jedoch, warum sich die beobachteten Geschlechterunterschiede in ihrer Ausprägung im Vergleich zwischen Ländern recht stark unterscheiden können und zum Teil sogar innerhalb eines Landes variieren. Das verweist auf historisch, gesellschaftlich und kulturell vermittelte Einflüsse auf die Ausbildung von Präferenzen. Im Falle von Deutschland beobachten wir, wie im Folgenden noch näher dargestellt wird, trotz angeglichener Institutionen (immer noch) bemerkenswerte Unterschiede im geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktverhalten zwischen den "alten" Bundesländern der BRD und denen der ehemaligen DDR. Den Gründen dafür versuchen wir in diesem Beitrag auf die Spur zu kommen, indem wir die Geschlechtstypik in berufsbezogenen Präferenzen in den alten und neuen Bundesländern in den Blick nehmen.


quotable essay from ...
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Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
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the authors
Prof. Dr. Miriam Beblo

geb. 1970, Dr. rer. pol. – Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Arbeitsmarktökonomik, Familienökonomik und -politik.

[more titles]
Luise Görges

geb. 1985, MSc. – wiss. Mitarbeiterin Universität Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Arbeitsmarktökonomie, Familienökonomie, Experimentelle Wirtschaftsforschung, Angewandte Mikroökonometrie