Hans-Georg Brose, Helmut Voelzkow (Hg.)
354 Seiten · 24,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-226-5
(Mai 1999)
Beschreibung
Bislang galt, daß es verschiedene Varianten des Kapitalismus gibt, die sich durch einen spezifischen institutionellen Kontext unterscheiden. Diese Auffassung wird zunehmend in Frage gestellt. Führt die Globalisierung zu einer Konvergenz der Wirtschaftssysteme und -politiken? Wird über kurz oder lang nur eine »reine Marktgesellschaft« bleiben, in der vertraute institutionelle Rahmenbedingungen nicht mehr existieren?
Die Beiträge in diesem Band wenden sich gegen diese neue
Konvergenzthese. Statt dessen versuchen sie, die aus der Internationalisierung
der Wirtschaft resultierenden institutionellen Veränderungen
zu erkennen und zu analysieren. Nach einer einführenden Untersuchung
dessen, was sich hinter dem Begriff der Globalisierung empirisch
verbirgt, geht es in einem ersten Teil um die Frage, ob das »Modell
Deutschland« - verstanden als eine spezifische institutionelle
Ordnung - unter den Bedingungen der Globalisierung eine Zukunft
hat und wie diese Zukunft aussehen könnte. In einem zweiten
Teil steht die räumliche Dimension der Globalisierung im
Mittelpunkt. Dazu werden aktuelle Veränderungs- und Beharrungstendenzen
im europäischen Städte- und Regionensystem sowie die
räumlichen Dimensionen globaler Unternehmensstrategien thematisiert.
In beiden Analysen zeigt sich, dass der institutionelle Kontext
wirtschaftlichen Handelns seinen Stellenwert behält. Auch
die abschließende Analyse der kapitalistischen Entwicklungspfade
in Südost- und Ostasien ergibt, dass auch dort institutionelle
Unterschiede zwischen den Ländern bestehen, die in der aktuellen
Diskussion allzu oft übersehen werden.
Inhalt