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Tuesday, August 30, 2016
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Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie 2014/15

Im Brennpunkt: Die Energiewende als gesellschaftlicher Transformationsprozess

"Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie"

442 pages · 29.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1104-2 (November 2014)

 
 

Description

Die konventionelle Energiewirtschaft, die auf der Umwandlung von atomaren und fossilen Primärenergieträgern beruht, ist nicht zukunftsfähig. Aufgrund der enormen Gefahren, die von dem heutigen Energiesystem für die Menschheit ausgehen, müssen die Industrie- und Schwellenländer einen Transformationsprozess zu einer nachhaltigen Energieversorgung bis zur Mitte des Jahrhunderts durchführen.

Der Brennpunktbeitrag von Uwe Leprich und Holger Rogall eröffnet die Diskussion über die notwendigen Bedingungen, die für den erfolgreichen Transformationsprozess erfüllt werden müssen.

Anschließend gliedert sich das Jahrbuch wie gewohnt in fünf Themenkomplexe. Im Sinne der Publikationsreihe bleiben die Beiträge dabei auch in dieser Ausgabe thematisch nicht auf das Brennpunktthema begrenzt, sondern eröffnen auch stets einen Blick auf die aktuellen Forschungsbeiträge der Netzwerkmitglieder. Weiterhin werden Trends der globalen Herausforderungen skizziert.


Inhalt


B.Brennpunkt Energiewende
Uwe Leprich, Holger Rogall

C.Trend der globalen Herausforderungen
Holger Rogall, Rosa Haberland, Mira Klausen

D. Themenkomplexe

Transformationsforschung: Szene einer Reformdebatte
Rüdiger Haum, Benno Pilardeaux

Transformation des bundesdeutschen Stromsystems im Spannungsfeld von Wettbewerb und regulatorischem Design
Uwe Leprich

Multiple Objectives for Governance of the global commons
Michael Jakob, Ottmar Edenhofer

Das Ende des Ölzeitalters
Michael Müller

Bürgerbeteiligung der Energiewende
Jan-Hendrik Kamlage, Patrizia Nanz, Björn Fleischer

Bedingungen für erfolgreiche Veränderungsprozesse
Kora Kristof

Energiewende in Deutschland
Jürgen Kopfmüller

Technischer Wandel in der Energiewende - notwendig, aber nicht hinreichend
Armin Grunwald

Die rechtliche Energiewende seit 2011 - ein klima-, naturschutz- und landnutzungsbezogener Erfolg?
Felix Ekardt

Viele neue Höchstspannungsleitungen - wofür und für wen?
Lorenz Jarass, Gustav M. Obermair

Die Notwendigkeit einer Außenpolitik für die Energiewende
Dennis Tänzler, Aike Müller

Akzeleratoren der Diffusion klimafreundlicher Technik
Martin Jänicke

Nachhaltige Mobilität
Weert Canzler

Abbau umweltschädlicher Subventionen
Damian Ludewig

Beitrag von Facility Management zur Reduktion des Energieverbrauchs im Gebäudebetrieb
Andrea Pelzeter

known reviews by the publisher (abridgements)

Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/38989-4-jahrbuch-nachhaltige-oekonomie_46696, veröffentlicht am 22.10.2015 ()  [ to top ]

"Bereits der Titel des Jahrbuches verdeutlicht, dass Herausgeber und Autoren nicht zum Gros der neoklassischen Mainstream‑Ökonomen zählen und die analysierten Themen jeweils holistischer in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext verorten. So bezeichnen beispielsweise Uwe Leprich und Holger Rogall die Energiewende gleich zu Beginn als ein 'Gemeinschaftsprojekt' von der Dimension einer 'deutschen Mondlandung', das Elemente eines 'Innovations‑, Partizipations‑ und Friedensprojekts' (19) in sich vereine. Auch vor einer Problematisierung der Machtfrage, die dieses Projekt impliziere, scheuen die beiden Autoren mit einer Gegenüberstellung der entsprechenden Interessengruppen nicht zurück. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen auch Rogall, Rosa Haberland und Mira Klausen in ihrem Aufsatz. Als 'Problemdimensionen im 21. Jahrhundert' (32) arbeiten sie eine ökologische, ökonomische sowie eine sozial‑kulturelle Dimension heraus, deren insgesamt fünfzehn Ausprägungen sie matrixähnlich synthetisieren. Rüdiger Haum und Benno Pilardeaux beschäftigen sich hingegen mit Fragen der Transformationsforschung, die aufgrund eines Wandels der globalen Veränderungsprozesse an sich ebenfalls einer Neuausrichtung bedarf. Das konstatierte Phänomen der 'Großen Transformation' (105) - begrifflich nicht unproblematisch - kontrastieren die Autoren mit der 'derzeitigen Forschungsorganisation', die 'die Welt so sehr zerlegt, dass die Zusammenhänge verloren gehen' (108). An diese eher grundsätzlichen Beiträge schließen sich Aufsätze zu einzelnen Facetten der Energiewende an. So problematisieren Jan‑Hendrik Kamlage, Patrizia Nanz und Björn Fleischer - ausgehend vom 'Beteiligungsparadox' (203) -, wie die Bürger im Rahmen dialogischer Partizipationsverfahren an der Lösung von Netzausbaufragen beteiligt werden können. Sehr schön und unter Zuhilfenahme diverser Grafiken veranschaulichen sie dabei die Zentralitäts‑Dezentralitäts‑Problematik der Energiewende. Auch Gustav Obermaier und Lorenz Jarras widmen sich dem Netzausbau und der Frage, 'wofür und für wen' (269) die vielen neuen Höchstspannungsleitungen gebaut werden. Sie kommen zu dem Schluss, dass 'die offiziellen Netzausbauplanungen und einschlägige Netzausbaugesetze [...] gänzlich einseitig von den Interessen der Stromerzeuger geprägt' seien. Zudem beruhten sie auf 'volkswirtschaftlich fehlerhaften Ansätzen' (288). Insgesamt vermittelt das Jahrbuch einen schnellen, kritischen Überblick über diverse Aspekte der Energiewende. Kritiker könnten monieren, dass die Darstellungen in ihrer Wahrnehmung dieser Jahrhundertaufgabe einseitig keynesianisch ausgerichtet sind. Anzuerkennen bleibt jedoch der Versuch, die Problematik umfassend in den Blick zu nehmen."

Ökologisch Wirtschaften 1.2015 ()  [ to top ]

"In gewohnter Struktur beleuchtet das Jahrbuch neben dem Brennpunkt-Thema aktuelle Trends zu globalen Herausforderungen und den sechs Themenkomplexen einer Nachhaltigen Ökonomie. In ihrem Brennpunkt appellieren Uwe Leprich und Holger Rogall, die Energiewende nicht als rein technologischen, sondern als gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess zu verstehen. Dazu gehen die Autoren auf die Anfänge der Energiewende mit der Verknappung fossiler Ressourcen in den 1970er Jahren ein, umreißen die Energiewende als Hebel für eine Dezentralisierungs-, Demokratisierungs- und Friedenspolitik und zeichnen ihr aktuelles Bild vor der Herausforderung eines radikalen Umbaus der Stromerzeugung. Flankiert und weitergedacht wird der Brennpunkt von nicht weniger als 14 Beiträgen der aktuellen Transformationsforschung. Rüdiger Haum und Benno Pilardaux geben einen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand. Jan-Hendrik Kamlage, Patrizia Nanz und Björn Fleischer zeigen Versäumnisse bei der Bürgerbeteiligung zur Energiewende auf. Die Diffusion klimafreundlicher Technologien steht im Fokus des Beitrags von Martin Jänicke.

Der Sammelband steht im Kontext eines gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozesses, der weit über den Umbau der Energiesysteme hinausgeht. Drei Jahre nach dem WBGU-Gutachten zum "Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation" fordert auch das Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie eine stärkere Berücksichtigung der sozialen Dimension der Energiewende und knüpft damit an das 1982 vom Öko-Institut veröffentlichte Werk Florentin Krauses zur Energiewende an.

Die Herausgeber(innen) haben mit der vierten Ausgabe des Jahrbuchs Nachhaltige Ökonomie ein 442 Seiten starkes Kompendium zusammengestellt, das die Energiewende zu dem macht, was sie tatsächlich ist: einem gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess. Dies praxisnah und verständlich zu beschreiben ist sicher ein Verdienst des Sammelbandes. Gleichzeitig bleibt es ein Einstieg in das seit 40 Jahren gewachsene Themenfeld, das in seiner Breite kaum abgedeckt werden kann. Internationale Bezüge werden in nur wenigen Beiträgen thematisiert, ebenso Aspekte außerhalb des Stromsektors. Das Buch beschäftigt sich stärker mit technologischen als mit sozialen Innovationen, die für eine Energiewende notwendig sind. Im Sinne einer Ökologischen Modernisierung oder des Green New Deal wird der Umbau der Energiesysteme oft technokratisch auf Investitionen und Roadmaps verkürzt. Kaum zur Sprache kommen hingegen soziologische Einsichten oder kritische Perspektiven aus Degrowth- oder Postwachstums-Debatten.

Das Jahrbuch versteht sich als Diskussionsforum einer Nachhaltigen Ökonomie. Für die Energiewende gelingt dies der vierten Ausgabe nur teilweise. Zwar erhalten die Leser(innen) einen Eindruck ihrer gesellschaftlichen Komplexität, doch wird diese zu selten im Kontext verschiedener Strömungen einer Nachhaltigen Ökonomie diskutiert. Für Interessierte, die einen fundierten Einstieg in die Komplexität der Energiewende suchen, eignet sich das umfassende Werk dennoch allemal.




the authors
Prof. Dr. Holger Rogall
Holger Rogall Professor für Nachhaltige Ökonomie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR). Träger des Deutschen Solarpreises 2006 [more titles]
Prof. Dr. Hans Christoph Binswanger
Hans Christoph Binswanger Prof. Binswanger lehrte von 1969 bis zu seiner Emeritierung 1994 als ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. Binswanger entwickelte die Idee der ökologischen Steuerreform und profilierte sich seit den 60er Jahren als Wachstumskritiker. [more titles]
Prof. Dr. Felix Ekardt
Felix Ekardt Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, Leipzig sowie Ostseeinstitut für Seerecht, Umweltrecht und Infrastrukturrecht, Universität Rostock. Tätigkeitsschwerpunkte: transdisziplinäre Nachhaltigkeits-, Gerechtigkeits- und Governance-Forschung; internationales, europäisches und deutsches Verfassungs-, Wirtschafts- und Umweltrecht. [more titles]
Prof. Dr. Anja Grothe
Anja Grothe ist seit 1993 Professorin an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (früher FHW Berlin) für das Fach Umweltmanagement. Seit 2009 ist sie an der HWR Professorin für Nachhaltigkeitsmanagement. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bewertung, Analyse und Implementierung von Nachhaltigkeitsmanagement. Sie ist Leiterin des Masterstudiengangs "Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement", Trägerin des Umweltpreises des B.A.U.M. e.V. und Vorsitzende des Instituts für zukunftsfähiges Wirtschaften Berlin e.V. (SUSTAINUM). [more titles]
Prof. Dr. Wolf-Dieter Hasenclever
Wolf-Dieter Hasenclever arbeitet seit seiner Pensionierung als Präsident des niedersächsischen Landesamts für Lehrerbildung und Schulentwicklung als Politik- und Wirtschaftsberater in Berlin und als Honorarprofessor für Wirtschaftsethik und nachhaltige Entwicklung am Baltic gein Schwerin. Er war Gründungsvorsitzender der Grünen Baden-Württemberg und von 1980-83 deren erster Fraktionsvorsitzender im Landtag. [more titles]
Prof. Dr. Ingomar Hauchler
Ingomar Hauchler ist Professor für Wirtschaftswissenschaften. Er lehrte an der Hochschule Bremen. Er war Mitglied des Vorstandes und Kuratoriums der Stiftung Entwicklung und Frieden, Herausgeber und Autor des Jahrbuches Globale Trends. Ingomar Hauchler gehörte als Abgeordneter dem Deutschen Bundestages an. Er war Sprecher der SPD für Entwicklungspolitik und Weltwirtschaft, zeitweise Mitglied im Finanzausschuss und im Auswärtigen Ausschuss. Er ist Mitglied der Grundwertekommission der SPD und des Netzwerks Nachhaltige Ökonomie. Hauchlers Interesse gilt strukturellen Reformen der Wirtschaftspolitik, die neben sozialen Aspekten die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt rückt. [more titles]
Prof. Dr. Martin Jänicke
Martin Jänicke Forschungsstelle für Umweltpolitik (FFU) an der FU Berlin [more titles]
Prof. Dr. Karl Kollmann
Karl Kollmann lehrt an der Wirtschaftsuniversität Wien und forscht dort am Institut für Technologie und nachhaltiges Produktmanagement, Arbeitsschwerpunkte: Konsumökonomie, Verbraucherforschung, Verbraucher und Neue Kommunikationstechnologien. Stv. Abteilungsleiter Konsumentenpolitik der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien. [more titles]
Prof. Dr. Nina V. Michaelis
Nina V. Michaelis ist Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Internationale Wirtschaft an der Fachhochschule Münster. [more titles]
Prof. Dr. Hans G. Nutzinger
Hans G. Nutzinger vertritt das Fachgebiet Theorie öffentlicher und privater Unternehmen am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel. Von 2000-2003 Fellow am Max Weber Kollen in Erfurt. [more titles]
Prof. em. Dr. Gerhard Scherhorn
Gerhard Scherhorn am Institut für Haushalts- und Konsumökonomik der Universität Hohenheim. Seit 1996 Direktor der Arbeitsgruppe "Neue Wohlstandsmodelle" im Wuppertal Institut. [more titles]
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