Francis Müller
34 Seiten · 7,17 EUR
(September 2010)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Müller diskutiert auf Basis u.a. systemtheoretischer Überlegungen den Wandel der unterschiedlichen Strukturiertheit von Religion und Wirtschaft im Kontrast von vormodernen Gesellschaften und der modernen Gesellschaft. Bestehen bei ökonomischen Funktionssystemen die Systemgrenzen in anderen ? z.B. religiösen ? Funktionssystemen, so braucht die Religion einen Bezug zur Transzendenz (die jenseits aller anderen Funktionssysteme liegt), um überhaupt als solche legitimiert zu sein. Die Tatsache, dass die Religion einen Universalismus beansprucht, der bis ins Kosmische reicht, führt in Paradoxien, die religionshistorisch der Religion schon länger innewohnen, im Zuge einer funktional differenzierten Welt aber in ausgeprägte Paradoxien und auch in einen Erklärungsnotstand führen.