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Friday, September 22, 2017
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Kapitalgesellschaften auf der Jagd nach ökonomischen Renten
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Kapitalgesellschaften auf der Jagd nach ökonomischen Renten

30 pages · 4.68 EUR
(April 2017)

 
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Aus der Einleitung:

Die neoklassische Ökonomie hat auch ihre Spuren in der Betriebswirtschaftslehre hinterlassen. Dies ist v.a. das Ergebnis der Vermengung von Land und Kapital, die von ihr vorgenommen wurde. Die Vermischung hatte schwerwiegende Konsequenzen für die Unternehmenstheorie. Folgt man den Lehrbüchern, so handelt es sich bei Unternehmen um Institutionen, welche die verschiedenen Produktionsfaktoren kombinieren. Nach der Abschaffung der Sklaverei können Menschen nicht mehr als Vermögenswerte in Unternehmensbilanzen dargestellt werden. Was Land im Eigentum von Unternehmen angeht, liegen die Dinge anders. Allerdings wird es heute – als Folge der o.a. Vermischung von Land mit Kapital – in den Lehrbüchern bestenfalls als ein Produktionsfaktor von geringer Bedeutung betrachtet. Die Unternehmensbilanzen repräsentieren nach dieser Sicht der Dinge v.a. den Einsatz des Produktionsfaktors "Kapital".

Nach der gegenwärtig in den Hochschulen vertretenen Lehre werden außerordentlich hohe Gewinne in sog. "Wettbewerbsmärkten" früher oder später über den Wettbewerbsprozess auf ein "normales Niveau" abgesenkt. Hierbei spielen v.a. der Markteintritt von Wettbewerbern bzw. Investitionen eine Rolle, die mit den gegenwärtig existierenden Kapitalien konkurrieren. Wie aber lassen sich dann anhaltend hohe Gewinne in bestimmten Märkten (auch mit geringen Risiken) erklären?

Nachfolgend wird dargestellt, dass Eigenkapital eigentlich gar nicht den Produktionsfaktor "Kapital" finanziert, und dass der Kern des Gewinnes von "nachhaltig" erfolgreichen Unternehmen auch nicht die Entlohnung des Faktors "Kapital" darstellt – jenseits von Entgelten für übernommene Risiken (incl. Inflation) und anderen kalkulatorischen Kosten (wie Unternehmerlöhne bei Personenunternehmen). Bei den zuletzt genannten Bestandteilen handelt es sich ohnehin in wirtschaftlicher Hinsicht nicht um Überschüsse, sondern um Kosten). Statt dessen lautet das Argument – Gaffney (1994) – folgend, dass die Extragewinne der "High Performer" in ihrem Wesen ökonomische Renten darstellen – wobei die Bodenrenten der Urtyp darstellen.


quotable essay from ...
Das Ende der Rentenökonomie
Dirk Löhr, Fred Harrison (Hg.):
Das Ende der Rentenökonomie
the author
Prof. Dr. habil. Dirk Löhr
Dirk Löhr

Nach dem Studium (Ruhr Universität Bochum) arbeitete Löhr unter anderem als wissenschaftlicher Assistent und Mitarbeiter in einer Steuerberatungsgesellschaft und als Hauptabteilungsleiter für die Deutsche Bahn AG. Seit 1997 ist Löhr als Professor für Steuerlehre und Ökologische Ökonomik an der Fachhochschule Trier tätig, seit 2001 als Steuerberater in einer Heidelberger Kanzlei. Ab 2009 führte Löhr als Consultant der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit / Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit einige Einsätze zur "Sicherung der Landrechte" in Kambodscha durch.

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