Harald Hagemann
24 Seiten · 4,56 EUR
(Mai 2011)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Die langfristige Entwicklung der kapitalistischen Wirtschaft spielt im nachfolgenden Beitrag von Harald Hagemann über "Keynes 3.0: Zu den ökonomischen Möglichkeiten unserer Enkelkinder" eine entscheidende Rolle. Hagemann analysiert einen von Keynes in der Weltwirtschaftskrise 1930 publizierten Essay, in dem Keynes seine Vision der ?Lösung des ökonomischen Problems? für das Jahr 2030 und die daraus folgenden Konsequenzen entwirft. In seinen ökonomisch-historischen Reflektionen ex post und ex ante verdeutlicht Keynes die Bedeutung der Kapitalakkumulation und des technischen Fortschritts ebenso wie die Kraft des Zinseszinses. Für das Jahr 2030 prognostiziert Keynes angesichts anhaltenden technischen Fortschritts eine Fünfzehn-Stunden Woche sowie das Übergangsproblem einer technologischen Arbeitslosigkeit. Die Keynesschen Prognosen werden im Lichte der bisherigen empirischen Entwicklungen der letzten 80 Jahre von Hagemann ebenso einer kritischen Überprüfung unterzogen wie die von Keynes entworfene Skizze einer Gesellschaftsutopie nach weitgehender Befriedigung materieller Bedürfnisse und seine moralphilosophischen Überlegungen zu einem sinnvollen Freizeitverhalten.