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Thursday, October 19, 2017
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Klimagerechtigkeit

Ethische, ökonomische, rechtliche und transdisziplinäre Zugänge

"Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung"  · volume 2

299 pages ·  29.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-901-2 (February 2012 )

 
 
Ist Normativität in der Nachhaltigkeits- und speziell in der Klimaforschung im Sinne einer Möglichkeit objektiver ethischer Aussagen überhaupt denkbar? Wie ist insoweit das Verhältnis ethischer, rechtlicher und ökonomischer Aussagen zueinander? Wie lassen sich verschiedene Ebenen einer geistes- bzw. sozialwissenschaftlichen Analyse der Klimaproblematik sorgfältig auseinanderhalten und zugleich in ihrem Zusammenhang erkennen? Kann über Klimaschutz sinnvoll unter voller Fortgeltung des bis dato für moderne Gesellschaften prägenden Wachstumsdenkens reflektiert werden? Nicht zuletzt aber auch: Ist die Behandlung all jener Fragen aus einem primär wirtschaftswissenschaftlichen Blickwinkel unter maßgeblicher Nutzung der Methodik der Kosten-Nutzen-Analyse angemessen? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich der vorliegende Band in einer Zeit, in der die internationale, aber auch europäische und deutsche Klimapolitik entgegen verbreiteter Wahrnehmung alles andere als erfolgreich ist.



Felix Ekardt/ Udo Kuckartz/ Uwe Schneidewind/ Markus Vogt
Zum Geleit: Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung

Felix Ekardt
Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Klimadebatte. Klimadaten-Neulektüre, Relevanz von Normativität, Klimapolitik-Neuansätze - und die Suche nach Alternativen zur Klimaökonomik

Markus Vogt
Klimaschutz im Gestrüpp der Interessen. Philosophische und theologische Perspektiven

Lukas H. Meyer
Klimawandel und historische Gerechtigkeit. Eine philosophische Analyse

Eugen Pissarskoi
Klimaschutz aus Sorge um die Benachteiligten. Ein Argument für die Reduktion der THG-Konzentration auf das vorindustrielle Niveau

Jürgen Manemann
Klimakatastrophe und Apokalypseblindheit. Ein philosophisch-theologischer Beitrag zur Klima- und Energiedebatte nach Fukushima

Felix Ekardt
Klimagerechtigkeit: Neue universalistische Diskursethik, neue Freiheitstheorie, neue Abwägungstheorie. Eine ethische und menschenrechtliche Analyse - und eine Alternative zur Kosten-Nutzen-Analyse

Anne-Katrin Exner
Klimavölkerrecht und das Problem historischer Emissionen. Das Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeit

Matthias Möhring-Hesse
Restriktionen der "Generationengerechtigkeit". Zur Grammatik eines im Diskurs über Klimagerechtigkeit genutzten Konzepts

Herwig Unnerstall
Wird der individualistische Ansatz zur intergenerationellen Gerechtigkeit durch das Non-Identity-Argument blockiert?

Jesko Hirschfeld
Kosten und Nutzen der Anpassung an den Klimawandel - ein Verteilungsproblem. Das Beispiel des Hochwasserschutzes und seine wirtschaftswissenschaftliche Bearbeitung
Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 28.02.2013, abgerufen am 01.03.2013. ()

"Felix Ekardt legt mit diesem Band eine sehr gelungene Erschließung geisteswissenschaftlicher Zugänge zur gegenwärtigen Klimadebatte vor. In seinem einleitenden Beitrag erläutert er eine normative Vorstellung von Klimagerechtigkeit jenseits einer rein ökonomischen Betrachtung. Anstelle eines Kosten-Nutzen-Kalküls geht seine Vorstellung nachhaltiger Klimapolitik von der Idee der gleichen Freiheit aller Menschen aus. Hieraus leitet Ekardt eine politische Strategie ab, die auf dem Menschen eher als auf dem Unternehmen, darüber hinaus auf Freiwilligkeit und Selbstregulierung gründen soll. Der hierbei häufig auftretende Einwand, man könne von den gegenwärtig lebenden Menschen doch kaum erwarten, dass sie sich mit Blick auf die Lebenschancen einer abstrakten zukünftigen Gesellschaft in ihrer eigenen Lebensführung einschränken, erfährt im Beitrag von Matthias Möhring-Hesse eine eingehende Analyse. Er zeigt, dass das Konzept der Generationengerechtigkeit geschickt Ansprüche an gegenwärtig lebende Menschen formuliert, die es mit einer nicht näher bestimmten, willkürlichen Gruppe künftig lebender Menschen und deren - möglicherweise - eingeschränkteren Möglichkeiten begründet. Dennoch kann Generationengerechtigkeit als eine Variante von Gegenwartskritik verstanden werden, nämlich insofern als der Rekurs auf ihre Behauptung ein Indikator dafür ist, dass gegenwärtige Verhaltensweisen - und damit gegebenenfalls auch deren Korrektur - in ihrer vollen Konsequenz von den Betroffenen noch gar nicht hinreichend verstanden werden. Daraus resultiert wiederum ein Aufruf nicht nur an die Politik, sondern an alle Menschen als mündige Bürger, gegenwärtige Praktiken hinsichtlich ihrer inhärenten Konsequenzen zu reflektieren und etwaige Alternativen besser als bislang zu begründen - eine Renaissance politischer (Selbst?)Aufklärung, sozusagen. Diese beiden Beiträge mögen genügen, um anzudeuten, dass der Band zum Themenfeld Nachhaltigkeit und Klimapolitik spannende neue Perspektiven eröffnet und in der vorherrschenden Literatur noch viel zu wenig beachtete Ansätze erschließt. Gut 25 Jahre nach dem Bericht der Brundtland-Kommission und einem nicht wirklich durchschlagenden Erfolg der bereits 1987 eingeforderten Änderungen im globalen Umgang mit dem Leben auf diesem Planeten kommt der Band in der Tat kein Jahr zu früh."

Umweltjournal ()

"Ist Normativität in der Nachhaltigkeits- und speziell in der Klimaforschung im Sinne einer Möglichkeit objektiver ethischer Aussagen überhaupt denkbar? Wie ist insoweit das Verhältnis ethischer, rechtlicher und ökonomischer Aussagen zueinander? Wie lassen sich verschiedene Ebenen einer geistes- bzw. sozialwissenschaftlichen Analyse der Klimaproblematik sorgfältig auseinanderhalten und zugleich in ihrem Zusammenhang erkennen? Kann über Klimaschutz sinnvoll unter voller Fortgeltung des bis dato für moderne Gesellschaften prägenden Wachstumsdenkens reflektiert werden? Nicht zuletzt aber auch: Ist die Behandlung all jener Fragen aus einem primär wirtschaftswissenschaftlichen Blickwinkel unter maßgeblicher Nutzung der Methodik der Kosten-Nutzen-Analyse angemessen?

In diesem Band setzen sich insgesamt zehn Fachbeiträge mit diesen Fragestellungen intensiv auseinander. Wer Interesse daran hat, in die Tiefen der transdisziplinären Debatten zum Thema Klimawandel vorzustoßen, der wird sich mit diesem Buch daran laben können!




the author
Prof. Dr. Felix Ekardt
Felix Ekardt Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, Leipzig, sowie Ostseeinstitut für Seerecht, Umweltrecht und Infrastrukturrecht, Universität Rostock. Tätigkeitsschwerpunkte: transdisziplinäre Nachhaltigkeits-, Gerechtigkeits- und Governance-Forschung; internationales, europäisches und deutsches Verfassungs-, Wirtschafts- und Umweltrecht. [more titles]
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