Werner Eichhorst
31 Seiten · 6,22 EUR
(Juli 2008)
Aus der Einleitung:
Unter der Großen Koalition hat die Diskussion über die Einführung von Mindest- und Kombilöhnen in Deutschland an Bedeutung für die praktische Politik gewonnen. Hintergrund dieser Überlegungen ist die trotz des jüngsten Aufschwungs nach wie vor unbefriedigende Situation auf dem Arbeitsmarkt insbesondere bei den Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten, die relativ schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Hier soll ein Kombilohn stärkere Anreize auf Seiten der Transferbezieher schaffen, eine Arbeit auch im gering entlohnten Bereich aufzunehmen, und auf Seiten des Arbeitgebers die Arbeitskosten vermindern, um das Angebot an Arbeitsplätzen in diesem Bereich zu erhöhen. Gleichzeitig soll ein verbindlicher Mindestlohn verhindern, dass die Beschäftigung zu sehr niedrigen Löhnen zunimmt, Löhne im Zuge der Ausweitung von Kombilöhnen auf Kosten des Staates und der Steuerzahler gesenkt werden und die Lohnspreizung insgesamt über ein akzeptables Maß hinaus zunimmt. Schließlich sollen Mindestlöhne auch verhindern, dass ausländische Dienstleistungsanbieter das Entlohnungsniveau in Deutschland unterbieten und inländische Arbeitsplätze gefährden.