Armin Grundwald
24 Seiten · 5,71 EUR
(September 2009)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Grundwald unternimmt einen beurteilenden Vergleich von Nachhaltigkeitskonzepten. Um auf der Suche nach normativen Kriterien für einen solchen Vergleich dem so genannten Münchhausen-Trilemma zu entgehen, schlägt Grunwald als methodischen Ausgangspunkt für die Entwicklung solcher Kriterien ein „prädeliberatives Einverständnis“ vor, das auf die lebensweltliche Praxis verweist. Im Falle der Nachhaltigkeitsdiskussion kann dieser Bezugspunkt laut Grunwald nur in den international vereinbarten Nachhaltigkeitsabsprachen liegen. Nach Maßgabe dieses prädeliberativen Einverständnisses unterscheidet Grunwald anschließend Rechtfertigungsdiskurse und Operationalisierungsdiskurse. Während in ersteren versucht wird, das stets vorläufige prädeliberative Einverständnis weiterzuentwickeln, werden in letzteren Vorschläge zur Operationalisierung des bestehenden prädeliberativen Einverständnisses gemacht. Anschließend ordnet Grunwald die Greifswalder Theorie starker Nachhaltigkeit in den Rechtfertigungsdiskurs ein, den HGF-Ansatz dagegen in den Operationalisierungsdiskurs. Der hohe Rechtfertigungsanspruch des Greifwalder Ansatzes führe dazu, dass in ihm sehr viele normative Festsetzungen getroffen würden. Der HGF-Ansatz zeichnet sich laut Grunwald dagegen durch eine größere fallbezogene Offenheit aus, welche ihm mehr Lernmöglichkeiten biete.