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Friday, November 24, 2017
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Land, Landschaft, Landwirtschaft 2071

Eine Geschichte zwischen Traum und Trugschluss, die gerne eine Fiktion wäre und doch von der Realität eingeholt wird

unter Mitwirkung von Dietmar Schallwich und Roderich Thien

"Agrarkultur im 21. Jahrhundert"

182 pages ·  18.00 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1268-1 (April 2017 )

 
 
2017 - 2071! Nicht nur ein Zahlendreher, sondern zwei Blickrichtungen, nach vorne und zurück. Land zum Wirtschaften, Landschaften, die wir gestalten. Unsere Verantwortung sinnvoll mit den Ressourcen umzugehen wird weiter steigen. "Weiter so"? Das kann nicht die Lösung sein. Wie vielschichtig aber die Überlegungen zur Landwirtschaft und zur zukünftigen Produktion von Nahrungsmitteln sind, wird in diesem Buch erzählerisch subtil aufgezeigt. Auch wenn wir uns oft selbst im Wege stehen, es gibt immer Lösungen. Wenn wir aus dem heutigen Tun lernen, müssen wir nicht immer wieder dieselben Fehler machen. Viele werden dafür in die Verantwortung genommen. Das gilt gleichermaßen für die Landwirte als Primärproduzenten, für die Veredlungsindustrie wie für uns alle als Konsumenten. Das gilt ebenso für die Wissenschaftler, die vielen Berater und die Politiker, die zukünftig einfach nur die richtigen Entscheidungen treffen müssen. Bereits heute lässt sich erahnen, wie schwierig dies auch im Jahre 2071 sein wird, wenn die Welt und auch die Landwirtschaft sich dramatisch verändert hat.
PS, September 2017 ()

"Ins weite Feld der Agrarpolitik, der diese beratenden Wissenschaften sowie der vieles prägenden Agrarökonomie führt die andere, wesentlich komplexer angelegte Publikation. Wer in diesen Bereichen tätig ist, dürfte oft eigene Erfahrungen gespiegelt sehen und im günstigsten Fall durch die Fiktion einer Rückblende aus der Zukunft zu selbstkritischer Reflexion angeregt werden. Es sind typisierte, auch leicht karikierte Figuren, die 2071 in einem "Expertengremium" eine zwar futuristisch veränderte, aber weiterhin desolate Lage analysieren. Vorschläge für verbesserte Formen einer "Agrarkultur im 21. Jahrhundert" - so heisst die Reihe, in der dieses Buch vor kurzem erschien - habe es zwar schon lange gegeben, stellt ein Praktiker des ökologischen Landbaus in der Runde fest, doch es fehlte der Mut für die dazu notwendigen Beschlüsse. "Wissenschaften hielten Lösungsansätze bereit, die als akademische Fingerübungen endeten." Politikberatungsgremien scheiterten, weil "die Politiker sich zunehmend als beratungsresistent erwiesen." Irgendwann wurden solche Beiräte gar ganz aufgegeben; die mit Horizont 2100 eingesetzte Zukunftswerkstatt war in dem Sinn wieder ziemlich neuartig. Hier, um ihr Umfeld anzutönen, eine Impression vom Ortstermin in einem der nun zeitgemässen Betriebe: "Die Sonne neigt sich, ausser ein paar zwitschernden Vögeln ist nur das leise Summen der Arbeitsdrohnen zu hören, die unermüdlich ihre Arbeit verrichten." Eine bereits ältere Teilnehmerin lässt die Szene mit geschlossenen Augen kurz auf sich wirken. Bienen hätten sich schon anders angehört, "als es sie noch gab." Im übrigen wirken die Bilder der Landwirtschaft auf dem Weg von Berlin in die Schorfheide fast vernünftig gestuft - von Produktionstürmen am Stadtrand durch noch bodenbezogene Ackerbereiche sowie mit Tierweideflächen durchsetzte Gebiete in einen weitgehend zur Wildnis gewordenen Rest des ländlichen Raums.(

Das alles, hier extrem verkürzt, kommt nicht mit schlichtem gut/schlecht-Raster daher, sondern voller Hinweise auf die Widersprüchlichkeiten effizienter Techniken, auf Zwänge und Zielkonflikte, differenzierend, zuweilen ironisierend. Nicht nur die Zwillinge Nscho und Tschi Nativus, die als Vertreterinnen einer dann jungen Generation zu diesen Beratungen beigezogen wurden, fragen sich nach all den Einblicken in Trends und Gegentrends, wo da die Verantwortung blieb: "Wer macht denn die Agrarpolitik?" Auch das kann der Autor nicht einfach und schlüssig beantworten, obwohl oder gerade weil er selbst seit langem als Experte in entsprechenden Gremien mitgewirkt hat. Schon im Untertitel klingt an, wie schwankend seine Position ist: "Eine Geschichte zwischen Traum und Trugschluss, die gerne eine Fiktion wäre und doch von der Realität eingeholt wird. Erzählt von Hubert Wiggering."


the author
Prof. Dr. Hubert Wiggering
Hubert Wiggering ist seit 2001 Professor für Geoökologie an der Universität Potsdam. Bereits das Studium der Geologie an der Universität Münster, die Promotion und die Habilitation an der Universität GH Essen zielten auf die nachhaltige Nutzung von Ressourcen ab, verstärkt noch durch verschiedene Forschungs- und Gastaufenthalte im Ausland wie auch durch die Tätigkeit als Generalsekretär des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) (1994-2001). Als Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg (2001-2014) rückten zudem Fragen der Agrarsysteme und deren Entwicklung in den Fokus. Dies gilt auch für die diversen Mitgliedschaften in wissenschaftlichen wie politischen Beratungsgremien oder auch für die Mitgründung der Deutschen AgrarForschungsAllianz (DAFA), deren Sprecher er derzeit ist.
known reviews by the publisher
  • "wesentlich komplexer angelegte Publikation" ...
    PS, September 2017 more...
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