Claus Peter Ortlieb
7 Seiten · 2,50 EUR
(September 2006)
Aus der Einleitung:
Unter allen in der Wissenschaftsgeschichte entwickelten Methoden erscheint uns die mathematisch-naturwissenschaftliche als die erfolgreichste. Erprobt an der neuzeitlichen Physik, hat sie seit Beginn des 20. Jahrhunderts auf breiter Front Einzug in fast alle Wissenschaften gehalten, so auch in die Wirtschaftswissenschaft. Die bloße Verwendung von Mathematik wird als ein Garant für Wissenschaftlichkeit und „Ideologiefreiheit“ genommen. Diese Sicht beruht allerdings auf einem Kurzschluss: Weil die mathematische Naturwissenschaft Erfolg hatte, müssten andere Wissenschaften nur ihre Methode adaptieren, um „wissenschaftlich“ zu sein. Um zu sehen, dass der damit unterstellte Automatismus offensichtlich nicht funktioniert, genügt ein methodisch geschulter Blick in irgendeines der gängigen, mithin neoklassischen Lehrbücher der Volkswirtschaftslehre.