Sonja Haug und Jean-Yves Gerlitz
30 Seiten · 6,40 EUR
(Juli 2007)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Mit der Bedeutung sozialen Kapitals und Ansätzen zu seiner Messung befassen sich Sonja Haug und Jean-Yves Gerlitz. Sie konstatieren, dass trotz der Fruchtbarkeit des Begriffs Sozialkapital für die Sozialtheorie und die Entwicklungsforschung eine allgemeingültige Theorie, wie die Dimensionen und Indikatoren des Sozialkapitals zusammenhängen und welchen Effekt Eingriffe in die gesellschaftlichen Strukturen haben, noch ausstehe. Im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung könne Sozialkapital kooperative Lösungen von Dilemmata erleichtern. Soziale Systeme mit hohem sozialen Kapital seien anpassungsfähiger, da sie in der Lage sind, kollektiv auf Veränderungen zu reagieren, Krisen zu bewältigen und dabei ihre Systemfunktionen aufrecht zu erhalten („Resilience“). Jedoch verweisen sie auch darauf, dass das bloße Vorhandensein von Sozialkapital nicht zwangsläufig sozial nachhaltige Entwicklung zur Folge hat: Wie bei ökonomischem Kapital sei es entscheidend, zur Erreichung welcher Ziele es eingesetzt werde und welche Strategien dazu angewandt würden.