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Wednesday, March 29, 2017
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Neue technische Perspektiven erneuerbarer Energien und ihre politisch-rechtliche Verarbeitung

"Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung"  · volume 10

398 pages ·  38.00 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1038-0 (October 2013 )

 
 

Dieser Band behandelt einige zentrale Fragen zukunftsorientierter Techniken im Bereich der erneuerbaren Energien. Aufgegriffen werden Fragen der nachhaltigen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen, von Bio-, Wind- und Solarenergie sowie von Energieübertragung und -speicherung. Energie wird dabei nicht auf Strom reduziert, sondern ebenso auf Wärme und Treibstoff bezogen. Ferner werden auch einige rechtliche, politische und soziale Aspekte der Nutzung von erneuerbaren Energien in Fortführung anderer Bände der Reihe thematisiert. Damit wird die Brücke zwischen Natur- und Geisteswissenschaften gespannt, was bisher noch seltener geschieht als sonstige inter- und transdisziplinäre Bemühungen jenseits wohlklingender Sonntagsreden.


Felix Ekardt, Udo Kuckartz, Uwe Schneidewind, Markus Vogt:
Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung

Nadine Austel, Matthias Stier:
Ganzheitliche Nutzung von Biomasse

Steffen Heinrich, Karin Heinrich:
Großtechnischer Einsatz eines Stirling-Motors zur Verwertung problematischer Schwachgase

Ruth Brand-Schock:
Die Nutzung der Wind­energie für die Energiewende

Hendrik Klein, Christian Vogl:
Carbonfasern und Wind

Simon P. Philipps:
Photovoltaik

Henning Helmers:
Ko-Generation von Elektrizität und Wärme aus konzentriertem Sonnenlicht

Simon P. Philipps:
Stromnetze und Stromspeicher

Karin Heinrich, Steffen Heinrich:
Energiebedarfsdeckung der Lebensmittelindustrie unter Einbindung erneuerbarer Energien

Philipp Schönberger:
Kommunale Politik zum Ausbau erneuerbarer Energien: Handlungsmöglichkeiten und Erfolgsbedingungen am Beispiel der Verbandsgemeinde Alzey-Land

Felix Ekardt, Bettina Hennig:
Ambivalenzen der Bioenergie und Grenzen des Ordnungs- und Förderrechts

Mária Húšt'avová:
Slowakisches Rechtssys­tem der Förderung von erneuerbaren Energien

Martin Winkler:
Akzeptanz und Bindungswirkung außergerichtlicher Streitbeilegung am Beispiel der Clearingstelle EEG

Alexandra Seibt:
Einflussmöglichkeiten von Verbänden auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz
Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 10.04.2014. ()

"Mit dem Begriff 'erneuerbare Energien' sind überwiegend selbst regenerierende Energiequellen gemeint, die anstelle von anderen, zum größten Teil fossilen Energiequellen, zur Deckung unseres Bedarfs genutzt werden" (9), erklären Nadine Austel und Matthias Stier. Sie gehen in ihrem naturwissenschaftlich ausgerichteten Beitrag auf die Biomasse als Energielieferant ein und bieten eine Übersicht von ihrer Bereitstellung bis zu ihrer Verarbeitung. Die derzeitige energetische Nutzung von Biomasse bestehe in der Erzeugung von Biogas, Bioethanol, Biodiesel und der direkten Verbrennung vorrangig von Holz. Eine weitere zukunftsorientierte Technik im Bereich der erneuerbaren Energien, die im Blickpunkt dieses Sammelbandes stehen, sind Photovoltaikanlagen, mit deren Hilfe Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umgewandelt werden kann. Diese Technologie habe, so Simon P. Philipps, durch Marktanreizprogramme weltweit ein rasantes Wachstum erlebt - in Deutschland sei sie mittlerweile "ein Baustein für den zukünftigen Energie-Mix" (153), dessen Potenzial es abzurufen und weiter in die Energieversorgung zu integrieren gelte. Wie durch die Kombination von Photovoltaik und Solarthermie gleichzeitig Strom und Wärme bereitgestellt werden können, beschreibt Henning Helmers. Diese sogenannte konzentrierte Photovoltaik sei aber derzeit nur in sonnenreichen Gegenden der Erde ökonomisch einsetzbar. Anders verhält es sich mit der Windenergie, der ersten erneuerbaren Energiequelle, deren technische Entwicklung seit 1990 durch ein Fördersystem erheblich angestoßen wurde. Sie stelle nach der Wasserkraft, wie Ruth Brand-Schock beschreibt, den größten Teil des weltweit erzeugten Regenerativstroms bereit und wachse auch am schnellsten, das gelte insbesondere für die Bundesrepublik. Eine Herausforderung sei jedoch die Systemintegration erneuerbarer Stromerzeugung. Momentan werde im Erneuerbare-Energien-Gesetz nur die Erzeugung möglichst großer Strommengen unabhängig von nachgefragten Mengen gefördert, wodurch der "Anreiz zur Verlagerung der Erzeugung mittels Speichern oder dem Bau regenerativer Kombikraftwerke" fehle. Bei entsprechender "politischer Flankierung" stehe der "regenerativen Vollversorgung" (104) aber nichts mehr im Wege. Ein weiter steigender Anteil erneuerbarer Energien erfordert Simon P. Philipps zufolge zwar eine Erweiterung der Stromnetze, die Weiterentwicklung vorhandener Konzepte und die Schaffung von "Smart Grids" (181), doch nicht den Aufbau "völlig neuer Technologien" (215). Felix Ekardt und Bettina Hennig weisen darauf hin, dass ein Mehr an Energieeffizienz und erneuerbaren Energien nicht genügt, um die Energiewende zum Erfolg zu führen. Zusätzlich müsse der Energieverbrauch entscheidend reduziert werden."


the authors
Nadine Austel
Nadine Austel derzeit Promotionsstudentin an der Freien Universität Berlin bei Frau Prof. Dr. Monika Hilker und Herrn Dr. Torsten Meiners in der AG Angewandte Zoologie/Ökologie der Tiere. Mitarbeiterin im Forschungsprojekt "Priming of defence in elm by herbivores" in dem SFB 973 "Priming and Memory of Organismic Responses to Stress", 2009-2012 Stipendiatin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. [more titles]
Prof. Dr. Felix Ekardt
Felix Ekardt Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, Leipzig, sowie Ostseeinstitut für Seerecht, Umweltrecht und Infrastrukturrecht, Universität Rostock. Tätigkeitsschwerpunkte: transdisziplinäre Nachhaltigkeits-, Gerechtigkeits- und Governance-Forschung; internationales, europäisches und deutsches Verfassungs-, Wirtschafts- und Umweltrecht. [more titles]
Mária Húšt'avová
Europajuristin, derzeit Promotion bei Prof. Dr. Helmuth Schulze-Fielitz zur Förderung der erneuerbaren Energien in Deutschland und in der Slowakei (gefördert mit einem Stipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt), absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften in Würzburg und in der Slowakei. [more titles]
Dr. Simon P. Philipps
Projektleiter und Referent der Institutsleitung am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Stipendiat der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Studienstiftung des deutschen Volkes (ideell), Studium der Physik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Studium der Wirtschaftswissenschaften (Dipl.-Kfm.) an der FernUniversität in Hagen, Schwerpunkt Umweltökonomie. [more titles]
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