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Friday, April 20, 2018
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Ökologische Innovationspolitik

Eine evolutorisch-ökonomische Perspektive

"Wirtschaftswissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung"  · volume 6

558 pages ·  44.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-728-5 (March 2009 )

 
 

In der ökonomischen Krise droht Umwelt- und Klimaschutz unter die Räder zu kommen. Klimaschutz als krisenbewältigender Innovationsantrieb wird zwar oft beschworen. Es mangelt aber an theoretisch fundierten Konzepten einer entsprechenden ökologischen Innovationspolitik, die die dynamische Gestalt des Wirtschaftssystems mitdenkt und sich zunutze macht. Hier setzt dieses Buch an. Es klärt analytisch und empirisch die Möglichkeiten einer ökologischen Innovationspolitik, die berücksichtigt, dass es für die Erschließung relevanter ökologischer Entlastungspotenziale häufig mehr als schrittweiser Verbesserungen bedarf. Denn es geht auch um die Überwindung von Lock-ins ökologisch problematischer Technologiepfade.

Konzeptionell werden hierzu evolutorisch-ökonomische Erklärungsansätze technischen Wandels analytisch fruchtbar gemacht. Damit wird eine Lücke zwischen der evolutorischen Innovationstheorie, die ökologische Fragestellungen bisher kaum berücksichtigt hat, und der umweltökonomischen Innovationsforschung, die bisher weitgehend im statischen Rahmen der Neoklassik verblieben ist, geschlossen. Es wird ein qualitatives Prozessmodell der Lock-in-Überwindung entwickelt, das sowohl die Trägheiten als auch die strukturverändernden Kräfte techno-ökonomischer Dynamik einbezieht. Es erklärt die Entstehung von Nischen und dann Transitionsfenstern im Technologiewettbewerb, in denen Veränderungsprozesse im Einklang mit Marktdynamiken ablaufen können.

Auf dieser Basis wird eine neue Konzeption pfadorientierter ökologischer Innovationspolitik entwickelt, innerhalb derer auch die Möglichkeiten und Grenzen herkömmlicher umweltpolitischer Ansätze phasenspezifisch eingeordnet werden. Zur Untermauerung wird auf empirische Fallstudien zurückgegriffen. Im Mittelpunkt stehen die weniger häufig betrachteten aber hoch klimaschutzrelevanten Fälle umweltverträglicherer Eisen- und Stahlherstellung und Wohngebäude, aber auch auf alternative Fahrzeugantriebe sowie Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien wird eingegangen.

Ökologisches Wirtschaften, 2/2009, S. 56 ()

In seiner Dissertationsschrift fragt Jan Nill, wie eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Wirtschaftsentwicklung ermöglicht werden kann. Die Politik müsse zu diesem Zweck erhebliche Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft bewegen. Dies sei nicht nur Aufgabe der Umweltpolitik, sondern aller Politikbereiche.

Nills Ansatz orientiert sich an dem Paradigma, dass wirtschaftlicher Wandel durch technologische Innovationen vorangetrieben wird. Entsprechend, so Nill, müssen ökologische Innovationen angetrieben werden, um einen ökologisch nachhaltigen wirtschaftlichen Wandel zu erreichen. Bisher habe es einen Fokus auf eine inkrementelle, also kleinteilige, Innovationspolitik gegeben. Diese Potenziale seien aber mittlerweile ausgeschöpft und so bedürfe es weiter reichender Innovationen. Als Kernproblem sieht Nill den Wissensmangel aller, und damit auch der politischen, Akteure an. Zudem fehle häufig eine adäquate Zeitstrategie, also die Beachtung von Zeitfenstern, während derer eine Politikgestaltung möglich sei. Nill entwickelt im Rahmen des vorliegenden Buches eine pfadorientierte und phasenabhängige evolutorische Politikstrategie. Mit dieser sei es besser als mit neoklassischen Innovationsansätzen möglich, ökologisch vorteilhafte und ökonomisch verkraftbare Pfadwechsel" zu erzielen. Beispiele für diese Pfadwechsel runden das innovative Buch ab.




the author
Jan Nill
European Commission Joint Research Centre, Institute for Prospective Technological Studies (IPTS), Jan.Nill@ec.europa.eu [more titles]
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  • "Ein innovatives Buch"
    Ökologisches Wirtschaften, 2/2009, S. 56 more...
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