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Tuesday, September 27, 2016
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Partizipation, Öffentlichkeitsbeteiligung, Nachhaltigkeit

Perspektiven der Politischen Ökonomie

"Ökologie und Wirtschaftsforschung" · volume 62

Publikation des Arbeitskreises Politische Ökonomie

327 pages · 36.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 3-89518-517-5 (December 2005)

 
 

Description

Die Beteiligung von Bürgern und Interessengruppen an der Gestaltung öffentlicher Vorhaben gewinnt in vielen Politikbereichen an Bedeutung. Gerade unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und angesichts immer komplexer werdender Problemlagen gelten partizipative Prozesse als geeignetes Mittel zur Erhöhung der Legitimität von Entscheidungen und zur Verbesserung der Effektivität und Effizienz in der Umsetzung. Bei der Ausgestaltung solcher Verfahren wirken jedoch bestehende Interessenlagen und Einflussmöglichkeiten weiter. Anliegen dieses Bandes ist es, die Voraussetzungen und Wirkungen von Partizipation aus polit-ökonomischer Perspektive zu beleuchten und damit dem gesellschaftlichen Kontext von Verfahren der Bürger-, Betroffenen- und Öffentlichkeitsbeteiligung Rechnung zu tragen.

Die Beiträge des Bandes fragen nach den Zielen von Beteiligungsverfahren und untersuchen, inwieweit sich diese mit den Interessen, Motivationen und Ressourcen der verschiedenen Akteure vermitteln lassen. Als kritische Faktoren für Legitimität, Effektivität und Problemlösungsfähigkeit partizipativer Verfahren werden rechtliche, ökonomische, diskursive und politische Rahmenbedingungen einbezogen. Indem der Band konzeptionelle Beiträge mit Fallstudien aus dem deutschen und europäischen Raum verbindet, ermöglicht er eine polit-ökonomisch aufgeklärte Reflexion von Beteiligungsprozessen unter dem Gesichtspunkt nachhaltiger Entwicklung.

Inhalt

P.H. Feindt/J. Newig
Politische Ökonomie von Partizipation und Öffentlichkeitsbeteiligung im Nachhaltigkeitskontext

E. Baranek/H. Walk
Partizipation und Nachhaltigkeit - zwei Seiten ein und derselben Medaille

E. Mostert
Public participation and ideology. Experiences from the Netherlands

J. Newig
Erleichtert Öffentlichkeitsbeteiligung die Umsetzung politischer Maßnahmen? Ein Modellansatz zur Erklärung der Implementationseffektivität

B. Neumärker
Partizipation an freiwilligen Vereinbarungen

M. Heyck
Partizipation und Sozialkapital am Beispiel der Umweltschutzbewegung

E. Schöbel
Sozialkapitalbildung und Partizipation am Beispiel der Steuerzahlerbewegung

C. Carter
The Role of Participatory Processes in Environmental Governance: the example of agricultural GMOs

B. Enserink
Public Participation in Dutch Watermanagement: Pragmatism in meeting EU requirements

P. Schaal/J. Wilking
"Endogene Problemlösungen für die agrarische Intensivregion Vechta / Cloppenburg?" - Erfahrungen aus einem Bundesmodellvorhaben der Raumordnung

J. Freese/C. Rüffer
Kooperativer Naturschutz in der Kulturlandschaft

E. Bertke/S.K. Hespelt/R. Marggraf
Ein Regionaler Beirat als partizipatives Gremium in der Agrar- Umweltpolitik

E. Baranek/B. Günther
Erfolgsfaktoren von Partizipation in Naturschutzgroßprojekten

H. Heinrichs
Herausforderung Nachhaltigkeit: Transformation durch Partizipation?

P.H. Feindt/D. Kleinschmit
Medienöffentlichkeit und Partizipation. Politische Akteure in der Zeitungsberichterstattung über BSE 2000/2001.

known reviews by the publisher (abridgements)

Soziale Technik 2/2007 ()  [ to top ]

"In der EU und vielen ihrer Mitgliedstaaten sind in den vergangenen Jahren Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt worden, in denen Partizipation und Öffentlichkeitsbeteiligung einen prominenten Stellenwert einnehmen. Das dabei wirksame Verständnis von Partizipation speist sich weniger aus emanzipatorischen und kommunitaristischen Motiven als aus dem Governance-Diskurs, in dem effizienteres und effektiveres Regieren im Mittelpunkt steht. Die Autoren dieses Sammelbandes empfehlen, für eine Analyse der möglichen Auswirkungen, Strategien und Fallstricke dieser dynamischen Entwicklung die Perspektive der politischen Ökonomie zu nutzen. Sie legen zunächst ihr relativ weites Verständnis von politischer Ökonomie dar, das neben der Institutionenökonomik auch kulturalistisch angereicherte Ansätze aus dem Neo-Institutionalismus umfasst und formulieren mit Bezug auf einige empirische Beiträge Schlussfolgerungen zum Verhältnis von Nachhaltigkeit und Partizipation, zu den Perspektiven einer Partizipationsforschung sowie zu weiterem Forschungsbedarf."

ZÜPol-Bibliografie 4/06, S. 1386-1387 ()  [ to top ]

Die Autoren befassen sich mit der Schnittstelle des Governance- und des Nachhaltigkeitsdiskurses aus der Perspektive der - im Sinne eines breiten Forschungsansatzes verstandenen - politischen Ökonomie. Im Einzelnen geht es um die Bestimmung von Zielen und Erfolgen von Beteiligung sowie um die Konsequenzen von Partizipation für Macht- und Interessenkonstellationen. Untersucht werden die ökonomischen, politischen und soziokulturellen Rahmenbedingungen sowie kritischen Faktoren der Beteiligung. Neben allgemeinen konzeptionellen Beiträgen über die Wirkungszusammenhänge von Partizipation, Öffentlichkeitsbeteiligung und Nachhaltigkeit finden sich Analysen über Partizipaton vor dem Hintergrund des europäischen Mehrebenensystems sowie Fallstudien zur Beteiligungspraxis.


the authors
Dr. Peter H. Feindt
Peter H. Feindt Seit 1990 ist Peter H. Feindt als Moderator mit dem Schwerpunkt Bürgerbeteiligung, Politikdialoge und Mediation freiberuflich tätig. Seit 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt der Universität Hamburg. Seit 2003 Mitglied im Vorstand der Arbeitskreis Umweltpolitik / Global Change der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft. [more titles]
Dr. Jens Newig
Jens Newig ist Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Stoffstrommanagement und Mitglied im Vorstand des Instituts für Umweltsystemforschung. [more titles]
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