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Wednesday, November 26, 2014
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Judith C. Enders, Moritz Remig (Hg.)

Perspektiven nachhaltiger Entwicklung

Theorien am Scheideweg

"Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung" · volume 3

258 pages · 29.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-934-0 (December 2012)

 
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Description

Braucht es eine Theorie der Nachhaltigkeit? Gibt es die eine oder eine Vielzahl theoretischer Herangehensweisen, um Ökologie, Soziales und Ökonomie dauerhaft und global in Einklang zu bringen? Welche theoretischen Ansätze stehen uns zur Verfügung, und wo herrscht weiterer Forschungsbedarf? Dieser Band resümiert die Theorieentwicklung zum Begriff der Nachhaltigkeit. Schon seit der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen von Stockholm im Jahre 1972 zeichnet sich auch eine theoretische Auseinandersetzung mit Themen der Menschheitsentwicklung in den Grenzen unseres Planeten ab. Dabei sind die Auseinandersetzungen mit der Nachhaltigkeit als Gegenstand theoretischer Überlegungen nicht so einheitlich, wie die inflationäre Nutzung des Begriffs vermuten lässt. Das Wort Nachhaltigkeit ist in aller Munde, was genau gemeint ist, darüber gibt es eine Vielzahl kontroverser Auffassungen. Hier setzt dieser Band an und bietet eine Sammlung von Nachhaltigkeitskonzepten und theoretischen Ansätzen, die die theoretische Vielfalt des Begriffs insbesondere im deutschen Diskurs abbildet.

Inhalt

Judith C. Enders & Moritz Remig
Einleitung

Ulrich Grober
Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Zur Genealogie eines Leitbegriffs.

Armin Grunwald
Wie viel und welche Theorie benötigt nachhaltige Entwicklung? Konzeptionelle Überlegungen

Thomas Jahn
Theorie(n) der Nachhaltigkeit? Überlegungen zum Grundverständnis einer "Nachhaltigkeitswissenschaft"

Rafael Ziegler & Konrad Ott
Die Qualität der Nachhaltigkeitswissenschaft: eine philosophische Perspektive

Felix Ekardt
Transdisziplinäre geisteswissenschaftliche Nachhaltigkeitstheorie: Gerechtigkeit, Governance, Hemmnisse

Fred Luks
Theorien der "Nachhaltigkeit" und die Nachhaltigkeit von Theorien. Für Alternativen zum Mainstream - und gegen einfache "Lösungen"

Joachim H. Spangenberg
Nachhaltigkeit und die Herausforderung komplexer Systeme

Jürgen Kopfmüller
Nachhaltige Entwicklung: Globales Leitbild zwischen Universalität und Kontextualität

Jörg Tremmel
Das Nicht-Identitäts-Problem - ein schlagendes Argument gegen Nachhaltigkeitstheorien?

Michael Weingarten
Die reproduktionstheoretische Bestimmung gesellschaftlicher Naturverhältnisse - Eine historisch-systematische Problemskizze

Hans Diefenbacher
Zehn Thesen zu einer Forschungsagenda für nachhaltige Entwicklung

known reviews by the publisher (abridgements)

Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 19.06.2013. (Björn Wagner)  [ to top ]

"Beschränkte sich die Forschung zum Thema Nachhaltigkeit noch vor einigen Jahren auf vereinzelte und relativ uneinheitliche Beiträge, so lässt sich in jüngster Zeit eine zunehmende Entwicklung hin zu einer eigenen Disziplin beobachten. Dieser Prozess bringt allerdings nicht nur Vorteile mit sich. Denn Nachhaltigkeit, so Ulrich Grober in seinem Beitrag, sei "ein ganzheitlicher Entwurf [...]. Er verbindet die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales organisch" (24). Die disziplinäre Institutionalisierung eines Querschnittsthemas trägt aber immer auch das Risiko thematischer und methodischer Einschränkungen in sich. Auch angesichts dieser potenziellen Gefahr enthält der Sammelband, der die Ergebnisse eines Workshops am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) dokumentiert, eine umfassende Bestandsaufnahme bisheriger theoretischer und methodischer Zugänge zum Thema. Die einzelnen Beiträge, die zahlreiche natur? und geisteswissenschaftliche Disziplinen abdecken, verbindet dabei der Fokus auf Fragen der notwendigen Inter? beziehungsweise Transdisziplinarität des Forschungsfeldes. Dabei sollte jedoch, wie Fred Luks in seinem Beitrag betont, das Augenmerk nicht ausschließlich auf Fragen der zukünftigen theoretischen Etablierung der Disziplin gelegt werden. In einem empirischen Feld, das derart eng mit Fragen der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensführung verbunden und nicht selten von - politischem wie theoretischem - Populismus durchzogen sei, komme es gleichermaßen darauf an, "überzeugende Geschichten" zu erzählen, die "an politische, wirtschaftliche und sonstige gesellschaftliche Praxen andocken können" (130). Transdisziplinarität als "praktische Einheit des Wissens" (213) steht laut Michael Weingarten im Fall der Nachhaltigkeitstheorie somit stärker als in vielen anderen Forschungsfeldern vor großen Herausforderungen. Nicht nur ist der permanente Dialog zwischen unterschiedlichen Themenbereichen und Theorien zu suchen, sondern es sind darüber hinaus praxis? und realitätsnahe Zugänge zu vermitteln, ohne Normativität und Populismus anheimzufallen. Die Beiträge dieses sehr lesenswerten Bandes bieten hierzu zahlreiche Perspektiven und Themen an, die den Leserinnen und Lesern eine vertiefte Reflexion darüber ermöglichen, in welche Richtung sich eine eigenständige Querschnittsdisziplin der Nachhaltigkeitsforschung entwickeln könnte und sollte."


"Deutsche WissenschafterInnen aus einem breiten Spektrum an Fachbereichen durchleuchten die Theorieentwicklung zum Begriff der Nachhaltigkeit. Sie bieten dabei eine Sammlung von Nachhaltigkeitskonzepten und theoretischen Ansätzen, die die theoretische Vielfalt des Begriffs insbesondere im deutschen Diskurs abbildet. Neben der Genealogie des Begriffs Nachhaltigkeit und Überlegungen zum Grundverständnis einer "Nachhaltigkeitswissenschaft" wird ausgeleuchtet, wie viel und welche Theorie nachhaltige Entwicklung benötigt. Erörtert werden Fragen generationenübergreifender Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit als Herausforderung komplexer Systeme. Abschließend formuliert Hans Diefenbacher zehn Thesen zu einer Forschungsagenda für nachhaltige Entwicklung."


the authors
Dr. Judith C. Enders
Judith C. Enders Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin war sie u.a. beim Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU) tätig. Seit 2002 Lehraufträge am Otto-Suhr-Institut der FU-Berlin und der Rutgers University, State University of New Jersey und der Universität Erfurt. 2007 Promotion zum Thema "Wissensnetzwerke und Klimapolitik" an der Universität Kassel und Klimareferentin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Seit 2009 als Wissenschaftlerin im Cluster "Globaler Gesellschaftsvertrag" am IASS tätig.
Moritz Remig
Moritz Remig ist seit Februar 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute for Advanced Sustainability Studies. Gleichzeitig strebt er seine Promotion an der Universität Kassel mit einer Analyse des Instruments Zahlungen für Ökosystemdienstleistungen aus Sicht der ökologischen Ökonomik an.
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