Camille Logeay
21 Seiten · 4,36 EUR
(November 2008)
Zusammenfassung:
Vor drei Jahren hatten alle Organisationen (Europäische Kommission, OECD, EZB, Sachverständigenrat, deutsche Institute, ...), voller Sorgen um die deutsche Wachstumsschwäche, geschrieben, dass das Wachstumspotenzial in Deutschland so niedrig sei und die strukturelle Arbeitslosigkeit so hoch. Daher seien noch mehr Arbeitsmarktreformen nötig. Heute schreiben dieselben Institutionen das Gegenteil und revidieren zum Teil auch rückblickend ihr Urteil von vor drei Jahren. Wie kommt dies zustande und worauf fundieren diese Organisationen ihre Ansichten über die deutsche Wirtschaft. Diese Fragen sind das Thema dieses Artikels. Zuerst wird die Geschichte der Begriffe der Phillips-Kurve und der natürlichen Arbeitslosenrate, die eng mit dem Potenzialoutput verwandt ist, geschildert. Eine spezielle Theorie hat sich besonders durchgesetzt und liegt den Analysen der Organisationen zugrunde. Dies ist in einem zweiten Abschnitt detailliert, in dem die Vorgehensweisen aller Institutionen dargestellt werden. Im dritten Abschnitt werden die Methoden als solche untersucht und dabei wird gezeigt, wie wenig sie dazu beitragen können, Erklärungen für eine Wachstumsschwäche oder Wachstumsdynamik zu liefern.