Mascha Madörin
21 Seiten · 4,54 EUR
(März 2006)
Aus der Einleitung:
Dem weiten, aber in der Mainstream-Ökonomik vernachlässigten Bereich der Care-Ökonomie widmet sich Mascha Madörin. Sie zeichnet die feministischen Debatten zu diesem Bereich nach, beginnend mit Untersuchungen zum weiblichen Arbeitsvermögen vor rund einem Vierteljahrhundert und dem Begriffswandel hin zu 'caring labor'. Die gesellschaftliche Bedeutung der unbezahlten Care-Arbeit veranschaulicht sie anschließend anhand Schweizer Mikrodaten. Vorbehaltlich gewisser Grenzen in der Aussagekraft, die auf die unvollständige Datenlage zurückgehen, zeigt sich, dass Care-Tätigkeiten über die Hälfte aller Erwerbs- und Nichterwerbstätigkeiten ausmachen und – monetär bewertet – einen nennenswerten Teil der Wertschöpfung bildeten. Aufgrund dieser Bedeutung, aber auch angesichts einer zunehmenden Standardisierung und Ökonomisierung von Care-Arbeit, plädiert die Autorin für eine eigenständige Theorieentwicklung zur Care-Ökonomie.