Peter H. Feindt, Jens Newig
32 Seiten · 7,90 EUR
(Dezember 2005)
Zusammenfassung:
In der EU und vielen ihrer Mitgliedstaaten sind in den vergangenen Jahren Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt worden, in denen Partizipation und Öffentlichkeitsbeteiligung einen prominenten Stellenwert einnehmen. Das dabei wirksame Verständnis von Partizipation speist sich weniger aus emanzipatorischen und kommunitaristischen Motiven als aus dem Governance-Diskurs, in dem effizienteres und effektiveres Regieren im Mittelpunkt steht. Tatsächlich ist zu beobachten, wie in einer zur Nachhaltigkeitspolitik erweiterten Umweltpolitik partizipative Instrumente rechtlich verankert und praktisch etabliert werden. Angesichts der dynamischen Entwicklung und der bestehenden praktischen Ungewissheit plädieren wir dafür, die Perspektive der politischen Ökonomie für eine Analyse der möglichen Auswirkungen, Strategien und Fallstricke zu nutzen. Wir legen zunächst unser relativ weites Verständnis von politischer Ökonomie dar, das neben der Institutionenökonomik auch kulturalistisch angereicherte Ansätze aus dem Neo-Institutionalismus umfasst. Dann diskutieren wir die zentralen Ansätze und Befunde der Beiträge zu diesem Band. Abschließend formulieren wir einige Schlussfolgerungen und geben Hinweise auf weiteren Forschungsbedarf.