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Thursday, November 23, 2017
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Rechtliche Voraussetzungen zur Regulierung von Arbeitszeit
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Rechtliche Voraussetzungen zur Regulierung von Arbeitszeit

11 pages · 2.51 EUR
(September 2017)

 
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Aus der Einleitung:

Konflikte um die Regulierung von Arbeitszeit nehmen einen breiten Raum in der Geschichte des Arbeitsrechts ein. Bereits vor 1914 war der Kampf um den Achtstundentag eine der zentralen Forderungen, die vor allem auf die Sicherung des Gesundheitsschutzes gestützt wurde. Die Kategorie war damals anerkannt als "sanitärer Maximalarbeitstag". Dies war noch in den Kategorien des wilhelminischen-staatsorientierten Arbeitsverwaltungsrechts ausgedrückt und richtete sich gegen eine umfassende kollektivvertragliche Regulierung. Die Anerkennung des für alle gleichen Acht-Stunden-Tags war die Basis des demokratischen Arbeitsrechts der Weimarer Republik.

Für unser heutiges Arbeitsrecht ist die unionsrechtliche Charta der Grundrechte maßgeblich, die in Art. 31 nicht nur das Recht auf gesunde, sichere und würdige Arbeitsbedingungen statuiert, sondern auch das Recht jeder Arbeitnehmerin und jedes Arbeitnehmers auf eine Begrenzung der Höchstarbeitszeit, auf tägliche und wöchentliche Ruhezeiten sowie auf bezahlten Jahresurlaub. In einem aktuellen Verfahren hat der Generalanwalt am EuGH hervorgehoben, dass dieses Grundrecht wohl das "grundlegendste" Recht ist, weil es zur Würde des Menschen gehört, dass er nicht bis zur Erschöpfung arbeiten muss. Vergleichbar hat das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung zum Nachtarbeitsverbot herausgestellt, dass es ein staatliches Arbeitszeitrecht geben muss und dass Umfang und Lage der Arbeitszeit nicht allein dem Markt und dem Arbeitsvertrag überlassen werden dürfen. Angesichts des Ungleichgewichts der Beteiligten ist eine konkrete rechtliche Regulierung erforderlich.


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