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Friday, August 26, 2016
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Regionale Klimaanpassung im Küstenraum

"Ökologie und Wirtschaftsforschung" · volume 95

343 pages · 38.00 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1138-7 (May 2015)

 
 

Description

Die Auswirkungen des Klimawandels stellen Küstenregionen vor große Herausforderungen. Mit der Exposition gegenüber dem Meer und der Konzentration menschlicher Siedlungen stehen diese Regionen im besonderen Fokus der Forschung zu Klimafolgen und Klimaanpassung. Die fortschreitende Klimaänderung mit weiter steigenden Temperaturen, saisonalen Niederschlagsänderungen, dem Anstieg des Meeresspiegels und dem möglicherweise gehäuften Auftreten von Extremereignissen wird die Risikopotenziale in klimasensiblen Handlungsfeldern und Wirtschaftssektoren in Küstenregionen deutlich erhöhen. Klimaanpassung wird daher zur Notwendigkeit, wobei nur teilweise klar ist, an was genau sich die genannten Systeme vorsorgeorientiert anpassen sollen und in welchen zeitlichen Dimensionen. Überraschungen sind damit wahrscheinlich, so dass sich die Frage erhebt, wie Anpassung oder Vorbereitung darauf aussehen können. Ein besonderer Stellenwert kommt dem Umgang mit Nichtwissen und möglichen Überraschungen zu. Ziel ist die Gestaltung einer 'resilienten Region', die nicht nur widerstandsfähig, sondern auch anpassungsfähig und in der Lage ist, die sich möglicherweise im Zuge des Klimawandels neu eröffnende Chancen zu ergreifen.

Das Buch befasst sich mit den Herausforderungen, Analyseansätzen, Zielen und Handlungsmöglichkeiten für eine Anpassung an den Klimawandel in Küstenräumen. Die Beiträge stellen generelle Herausforderungen, Konzepte und Lösungsansätze vor und illustrieren sie anhand der Ergebnisse, konkreten Erfahrungen und Pilotprojekte des Forschungs- und Entwicklungsprojekts "nordwest2050 - Perspektiven für klimaangepasste Innovationsprozesse in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten". Dieses wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm "KLIMZUG - Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten" gefördert und hatte eine Laufzeit von 2009 bis 2014. 'nordwest2050' hatte das Ziel, die Vulnerabilität der Region gegenüber absehbaren Klimafolgen zu ermitteln und darauf aufbauend Handlungsoptionen für verschiedene Akteure und Wirtschaftssektoren zu entwickeln, um sich wirksam vor den Klimarisiken zu schützen und auftretende Chancen zu nutzen. Das Projekt orientierte an dem Leitkonzept der Resilienz, demzufolge die betroffenen Systeme, Institutionen und Planungen (z.B. Küstenschutzanlagen, Siedlungs- und Raumplanung, Energieversorgung, Be- und Entwässerung, Katastrophenschutz) nicht nur an erwartbare Klimaveränderungen anzupassen, sondern sie vielmehr auch auf Überraschungen und Situationen vorzubereiten sind, mit denen bei Wechselwirkungen und Rückkopplungen zwischen den komplexen Teilsystemen immer wieder gerechnet werden muss.

Der Fokus des Buchs liegt auf den Prozessen in Küstenregionen und deren Hinterland am Beispiel der Nordwest-Region Deutschlands mit besonderem Augenmerk auf einzelne Wirtschaftsbranchen, die exemplarisch im Hinblick auf ihre spezifischen Herausforderungen und Handlungsansätze behandelt werden. Dies sind die Branchen Landwirtschaft/Ernährung, Häfen/Logistik sowie Energie. Auch innovative Analyseinstrumente wie die strukturelle Vulnerabilitätsanalyse, die Innovationspotenzialanalyse für Klimaanpassungslösungen und das Roadmapping für Klimaanpassung werden vorgestellt.

known reviews by the publisher (abridgements)

PS. Die linke Zürcher Zeitung, 27. November 2015 ()  [ to top ]

"Der Klimawandel ist unbestritten eine der zentralen Herausforderungen der Menschheit", wird hier im ersten Satz festgehalten. Eine "sofortige und gemeinsame Anstrengung der Weltgemeinschaft" sei nötig, um "auch in den stark betroffenen Ländern des Südens eine zukunftsfähige Entwicklung" zu ermöglichen. Dann wird in den Norden gewechselt; das Buch befasst sich mit vermutlich Kommendem in Bremen und Umgebung. Dort seien die Risiken wegen der "besonderen Exposition gegenüber dem Meer und der Konzentration menschlicher Siedlungen" relativ gross. Früh wurde ein Verbund zur Prüfung passender Innovationen geschaffen - "als weltweit erstes regionales Netzwerk dieser Art". Leitziel: Resilienz. Es gilt, weniger verwundbar zu werden, "auch auf Überraschungen" vorbereitet zu sein, unter "vermutlich in Zukunft nicht weniger turbulenten sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen" gefasster handeln zu können. Auch vielerlei Chancen für initiative Unternehmen werden gesehen. Ich habe gestöbert, über eifrige Konzeptkreationen gestaunt, mich gewundert über die schon in dieser Phase anklingenden Konflikte. Und zwischendurch habe ich an die Länder des Südens gedacht. Wer wohl dort solches finanziert und durchführt?"


the authors
Prof. Dr. Arnim von Gleich
Arnim von Gleich Professor für das Lehrgebiet "Technikgestaltung und Technologieentwicklung" im Fachbereich Produktionstechnik, Universität Bremen. [more titles]
Prof. Dr. Bernd Siebenhüner
Bernd Siebenhüner Professor für Ökologische Ökonomie an der Universität Oldenburg und stellvertretender Leiter des internationalen Global Governance Projekts, Gastwissenschaftler am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Umweltstiftung. [more titles]
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