Armin Kullmann
10 Seiten · 4,05 EUR
(April 2008)
Aus der Einleitung:
Regionalvermarktung boomt. In der Datenbank der Regionalinitiativen (www.reginet.de) des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) finden sich bereits über 500 Regionalprojekte, mehr als die Hälfte davon im Handlungsfeld Landwirtschaft/Ernährung. Viele Projekte der nachhaltigen Regionalentwicklung und des nachhaltigen Wirtschaftens in Modellregionen, wie UNESCO-Biosphärenreservaten, PLENUM-Gebieten in Baden-Württemberg oder den „Regionen Aktiv“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) arbeiten im Bereich Regionalvermarktung. Die Palette der Aktivitäten ist breit. Neben Direktvermarkterzusammenschlüssen und Bauernmärkten finden sich Regionalläden und Bauernmarkthallen, Gastronomieprojekte zur Tourismusförderung finden sich ebenso häufig darunter wie regionale Regale im Lebensmitteleinzelhandel. Neben klassischen Erzeugergemeinschaften, z.B. für auf Naturschutzflächen erzeugtes Weiderindfleisch (vgl. Kullmann/Gräbener 2000) finden sich Projekte, die eine Vielzahl verschiedener Produktgruppen über verschiedene Absatzwege anbieten. Ein neues Handlungsfeld bietet die Verpflegung von Ganztagsschulen (s. z.B. www.frankfood.net). Mehr und mehr Regionen entwickeln eigene Regionalmarken und regionale Marketingorganisationen, die entweder schwerpunktmäßig koordinieren, oder auch selbst Logistik und Vertrieb organisieren.